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Wolfgang Rübsam: 7 Goldene Regeln des Orgelübens

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  • sanderman26
    Stof tot nadenken, door de besnorde orgelvirtuoos: 7 Goldene Regeln des Orgelübens http://www.trierer-orgelpunkt.de/ruebsam.htm Von der Not, Notwendigkeit und
    Message 1 of 1 , May 1 3:02 AM
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      Stof tot nadenken, door de besnorde orgelvirtuoos:

      7 Goldene Regeln des Orgelübens

      http://www.trierer-orgelpunkt.de/ruebsam.htm

      Von der Not, Notwendigkeit und (verborgenen) Freuden einer leidigen
      Pflicht

      „Let`s not beat around the bush" stellt im Englischen die geflügelt
      charmante Aufforderung an sein Gegenüber dar, doch möglichst ohne
      Umschweife direkt zum Thema zu kommen. Dasselbe möchte ich hiermit
      tun, und der Leser mag hinter dieser ungestümen Ankündigung bereits
      jene Realitäten wittern, die den Pädagogen zu einem derartigen
      Unterfangen veranlassen. Natürlich wird ihm auch der provozierende
      Charakter mancher Statements ebenso wenig verborgen bleiben wie diese
      bewußt so von mir formuliert wurden: Organisten gelten gemeinhin als
      übfaul, nicht gerade übermotiviert zu harter und
      ausdauernd-disziplinierter Arbeit am Instrument; dies zeigt zumindest
      ein viertel Jahrhundert pädagogische Erfahrung in vielen europäischen
      Ländern und in Übersee. Und wenn wir Organisten uns schon einmal zum
      Üben aufgerafft haben, geschieht das Wie des Übens leider in einer
      häufig sehr uneffektiven Weise. Freilich stellt sich die
      tatengebärende Einsicht in die Notwendigkeit des Üben-Müssens oft erst
      dann ein, wenn es bereits „Fünf vor Zwölf" geschlagen hat und die
      innere Ampel des Gewissens schon längst auf rot geschaltet hat. Wenn
      der Druck der Sachzwänge durch nahende Prüfungs- oder Konzerttermine
      so stark geworden ist, dass selbst die virtuos entwickelte Fertigkeit
      im Ausreden-Erfinden nicht mehr weiter hilft; erst dann beginnen viele
      Organisten mit dem Üben im eigentlichen Sinne; nur: der Zug ist zu
      diesem Zeitpunkt meist längst schon abgefahren.
      In der kurzen Zeit, die oft zum Üben verbleibt, sehnt sich der Spieler
      verständlicherweise nach handfesten und v. a. raschen Übresultaten.
      Freilich stellt sich jetzt um so gebieterischer die Gretchenfrage nach
      dem „Wie" eines wirklich effektiven Übens. Oder sagen wir es mit den
      Worten des großen Franz Liszt: „Nicht auf das Üben der Technik,
      sondern auf die Technik des Übens kommt es an!"
      Nun, es führen viele Wege nach Rom, nur bekanntlich der Mittelweg
      falscher Kompromisse nicht (A. Schönberg). Erkunden wir daher im
      Folgenden für uns einen gangbaren Weg, der wohl zum gewünschten Ziel
      eines respektablen und sicheren Orgelspiels führt, aber u. U. dennoch
      angenehmer zu beschreiten ist als manch uneffektiver und stupider
      Holzweg des zeitraubenden und kopflosen Einschleifens von Noten und
      Notenhälsen. Dazu erstellen wir einen Katalog von sieben goldenen
      Regeln des effektiven Orgelübens, deren löbliche Beachtung die
      schlimmsten Kardinalsünden bei der Arbeit am Instrument verhindern
      helfen sollen.


      Das Fundament

      Regel 1 - Das Schuhwerk des Organisten:
      Das geeignete Schuhwerk des Organisten besteht aus „passenden", d. h.
      wirklich sitzenden Schuhen (leider keine Selbstverständlichkeit!), mit
      nicht zu hohen oder zu flachen Absätzen sowie einer dünnen Sohle
      (Leder- oder Gummisohle, je nach leidlichen Rutschgewohnheiten oder
      löblicher Platzierung des Fußsatzes „in the first place").

      Regel 2 - Die Sitzposition auf der Orgelbank:
      Die Orgelbank sollte auf eine angenehme Höhe eingestellt werden, so
      dass das Absatzspiel des Fußes gerade so, jedoch bequem realisierbar
      ist (bitte nicht bequemer!). Die Rumpfposition kommt auf der vorderen
      Hälfte der Orgelbank eingenommen zu stehen, damit ein flexibler fester
      Angelpunkt für eine radiale Drehbewegung der Beine beim Erreichen der
      extremen Bass- und Diskantlage des Pedals ohne vermeidbaren
      Bewegungsaufwand (Verrutschen) des ganzen Körpers gewährleistet ist.

      Regel 3 - Die Körperhaltung des Spielers:
      Noch vor dem Aufschlagen der Noten empfiehlt es sich, die Wirbelsäule
      „militärisch" gerade aufzurichten, damit nicht am Ende - wie bei so
      manchem Kollegen - die orthopädischen Spätfolgen oder der
      sprichwörtliche „Organistenbuckel" als Konsequenzen einer ungesunden
      Körperhaltung alle Übfreuden zunichte machen.

      Der Lernvorgang

      Regel 4 - Die erste Begegnung mit dem Notentext:
      Die erste Annäherung an das neu zu erarbeitende Orgelstück sollte
      durch das einmalige (!), jedoch stark verlangsamte Prima-vista-Spiel
      des Notentexts geschehen. Dies entspricht gewissermaßen einer ersten
      Weitwinkelperspektive auf die architektonische Grobstruktur in der
      Zeitlupe. Der Spieler wirft sozusagen den ersten Blick auf den Bauplan
      eines neuen Haus, das er zu bauen und demnächst zu beziehen gedenkt.

      Regel 5 - Finger- und Fußsätze:
      Erfindung und schriftliche Fixierung optimaler „schlauer" Finger- und
      Fußsätze für das ganze Werk. Bei großen und komplexeren Stücken kann
      dies zunächst auch für sinnvoll ausgewählte Teilpassagen geschehen.

      Regel 6 - Der Übvorgang:
      Es empfiehlt sich, kleingliedrige Abschnitte in leiser Registrierung
      mehrfach in Zeitlupen-Tempo zu studieren. Die strikte Beachtung des
      einmal verbindlich fixierten Finger- und Pedalsatzes ist dabei eine
      unerlässliche Bedingung für den Erfolg. Es ist darauf zu achten, dass
      analoge Parallelstellen im Text auch konsequent mit möglichst
      identischen Finger- und Fußsätzen bezeichnet werden.

      Regel 7 - Das Endziel: Auswendigspiel und Gedächtnisschulung:
      Es empfiehlt sich gleichfalls, so früh wie möglich einzelne
      Übbausteine und später sukzessive größere Einheiten am Instrument
      auswendig zu memorieren, um das taktile und auditive Gedächtnis von
      Anfang an zu trainieren. Logische und analoge Finger- bzw. Fußsätze
      sind hierfür die wichtigste Basis, besonders im Bereich der
      motorischen Gedächtnisstütze.

      Freilich mögen – und sollen – die unter Regel 1-7 vorstehend
      formulierten Grundsätze leicht wie eine stechende „Dornenkrone" auf
      dem Haupt des organistischen Ego erscheinen. Und gewiss ist es
      peinlich, hier mitunter die mehr oder weniger bewussten Sünden eigener
      alltäglicher Üb- und Spielpraxis am Pranger zu entdecken; aber
      unterziehen wir uns dennoch den läuternden Reinigungen dieses
      virtuellen Fegefeuers, das wir nun einmal angezündet haben, und
      betrachten im Folgenden jeden der benannten Punkte noch einmal im
      Einzelnen und genauer.

      Zu Regel 1
      Nachlässiges Schuhwerk verleitet zu nachlässiger Pedaltechnik! Dazu
      wirkt sich eine schlampige Pedaltechnik im Sinne der Kettenreaktion
      erfahrungsgemäß rasch sehr negativ auch auf das Manualspiel aus und
      beeinträchtigt generell ein gut balanciertes Spiel der Gliedmaßen. Es
      geht dem guten Organisten hierbei nicht anders als ehrgeizigen
      Sportlern; und in der Tat beinhaltet gekonntes Orgelspiel, weit mehr
      als es bei den allermeisten Musikinstrumenten sonst der Fall ist,
      einen dezidiert „sportlichen Ansatz" mit Blick auf ein ausgesprochen
      virtuoses Ziel.

      Zu Regel 2
      Das völlig entspannte Gleichgewicht in Zusammenspiel der Gliedmaßen
      ist unabdingbare Voraussetzung für eine gut ausbalancierte
      Koordination von Manual- und Pedaltechnik. Die je optimale Balance
      verändert sich freilich von Orgel zu Orgel, alleine schon durch die
      Anzahl der zu bespielenden Manuale oder die unterschiedliche
      Tiefen-Reichweite der Klaviaturen. Der rechtwinklig abgeführte
      Unterarm sollte das Hauptmanual in der Horizontalen verlängern (vgl.:
      Höhe der Sitzbank!).

      Zu Regel 3
      Das Thema einer disziplinierten und gleichzeitig physiologisch
      vernünftigen Körperhaltung ist beim Orgelspielen insofern von
      eminenter Wichtigkeit als durch das aufrechte und gerade Sitzen immer
      auch ein Mehr an geistiger Konzentration zu erwarten ist; ein freilich
      nicht gerade sekundärer Aspekt angesichts des raren Zeitfaktors.

      Zu Regel 4
      Das immer wiederholte dumpfe „Durchspielen" des ganzen Werks von A-Z,
      um den Notentext mit der Zeit quasi gewaltsam einzuschleifen, stellt
      eine der stupidesten Formen der Zeitverschwendung dar (warum immer
      wieder auf's Neue die unproblematischen Stellen zeitverschleißend
      mitüben?). Üble Angewohnheiten dieser Art erfordern eine ungleich
      höheren Zeiteinsatz, der übtechnisch unergiebig bleibt. Dazu verleitet
      unklug kalkulierter, übermäßiger Zeiteinsatz paradoxerweise oft auch
      zu ungenauem Spiel, indem übliche Schlampereien noch ausgiebig mit
      sündhaften Eigenkommentaren garniert und legitimiert werden.


      Zu Regel 5
      Der „schlaue" Finger- (und Fuß)satz wird sich erst finden lassen, wenn
      der Spieler gewillt ist, selbst er-finder-isch zu wirken und vom
      Prinzip eines fortlaufenden Legatofingersatz mit dem eigenem Köpfchen
      abweicht. Dieser Grundsatz bildet die eigentliche Wurzel spielerischen
      Erfolgs und gedeiht nur auf dem Boden eines korrekten Umfelds (Regel
      1-4). Konkret: Es geht hier um das Erlernen einer mühelosen weil
      natürlich lockeren Spieltechnik, die aus dem korrekten Finger- und
      Fußsatz logisch abgeleitet ist. Mit der Beherrschung dieser mühelosen
      Technik verspricht das Üben am Ende wahre Freuden. In diesem Kontext
      wären sicher auch das „unverriegelte", also flexible und locker
      geführte Handgelenk und eine gleichfalls gelockerte Beinmuskulatur als
      wichtige Faktoren einer eleganten Technik anzusprechen. Es sollte
      zudem stets auch darauf geachtet werden, dass sich die Knie beim
      Spielen nicht berühren.
      Der Fingersatz ist organisch sinnvoll, d. h. logisch aus der
      Artikulation einer Phrase zu entwickeln und mit dieser strukturell zu
      koppeln. Somit gilt, dass Artikulation und Applikatur zwei Seiten ein
      und derselben Medaille in einem komplementären Einheitsgefüge bilden.
      Unaufgelöste (konträre) Körperspannungen jeglicher Art, im
      Mikrobereich des Fingerspiels ebenso wie Makrobereich der
      Körperhaltung, führen zu disfunktionalen Störungen und sind deshalb
      nach Kräften zu vermeiden. Dies betrifft insbesondere auch das leider
      viel zu beliebte Unter- und Übersetzen, das man getrost auf den
      kleinstmöglichen Prozentsatz, mit einem klug überlegten Fingertausch
      und "schlauen" Zahlen über den Noten, reduzieren sollte. Zu vermeiden
      wären auf unserem möglichst bequemen „Weg nach Rom" auch alle
      Terzgrätschen der Fingergruppen 4-5 und 3-4; sie bieten eher das
      traurige Bild einer Art von Finger-Polio und bedingen eine
      unzuverlässige Feinmotorik mit nachweislich enormer Fehlerquote
      (peinlich, unnötig und destruktiv schon im Vorfeld des Übens, wenn vom
      Konzertvortrag noch lange nicht die Rede ist).
      Der Fußsatz verlangt freilich ebenso nach einer „schlauen" Applikatur
      und bedarf vorab der Beherzigung einer fundamentalen Regel in unserem
      Katechismus des löblichen Orgelübens: „Spiele nie mehr als drei Töne
      mit gleichem Fuß!" Die Dreizahl stellt hier schon den Grenzfall der
      gerade noch „lässlichen" Sünde dar. Zuverlässiger funktionieren: „2
      Tasten pro Fuß" für das präzise Pedalspiel; zunächst einmal ganz
      abgesehen vom streng alterierenden Fußsatz, dem klassischen Idealfall
      für das Pedalspiel.

      Zu Regel 6
      Das Einteilen einer unbekannten Partitur in überschaubare Übabschnitte
      soll zuerst der kritischen Überprüfung der korrekten Fingersätze und
      „schlauen Zahlen" über den Noten dienen, erst dann der Aneignung
      harmonischer, rhythmischer und melodischer Strukturen sowie dem
      speziellen Techniktraining, bis hin zur höchsten Zielebene einer
      optimalen und rationellen Gedächtnisverarbeitung: dem Auswendigspiel.
      Alle strukturellen Ebenen, bzw. deren Bewältigung, komplimentieren
      sich im Gewebe des zu erarbeitenden Stücks und ermöglichen letztlich
      das sichere auswendige Spiel eines Werkes.

      Zugegeben: Das konsequente und intensive Studieren „unter dem
      Mikroskop" erscheint zunächst langwierig und mühevoll, führt mittel-
      und langfristig jedoch zu einer respektablen Geschwindigkeit und
      Sicherheit auch bei der Erarbeiten komplexerer Literatur. Ein
      scheinbar lässiges Durchlesen mit gelegentlichem „Stolpern über Stock
      und Stein" verbindet sich dann automatisch mit einem souveränen
      Lächeln, das um den gesicherten Lernerfolg im Voraus weiß und die
      Scheu vor der schwierigen Materie und mancher technischer Klippe
      abgeschüttelt hat. Eine ineinandergreifende und aufeinander
      aufbauende, detailbewusste („schlaue") Bausteinarbeit mit kleinen
      musikalischen Einheiten, bei vollkommener technischer Entkrampfung
      (Fingersatz ohne Spannungskonflikte!), erleichtert das Erarbeiten
      jeder Literatur und wird am Ende gar zu einer Art erholsamem
      „Keyboardsport". Um diesen Erfolg nicht zu behindern, sollte jedes
      klebrige Dauerlegato im Schneckengang vermieden werden, das weder der
      Orgelmusik noch dem Instrument in den meisten Fällen angemessen ist.

      Viele Organisten mögen sich angesichts derartiger Erkenntnisse nun
      allerdings fragen: Wieso konnte und durfte ich dies alles nicht schon
      längst? Und wer die oben erwähnten Grundregeln strikt befolgt, wird
      freilich ganz von allein zu dem Selbstvorwurf genötigt sein: Hätte ich
      das permanente Legatospiel samt halsbrecherischem Legatofingersatz nur
      damals schon durchbrochen und aufgelockert und natürliche
      Fingersatzlösungen gefunden wie etwa den „springenden Daumen bzw.
      fünften Finger" (durch ein gelockertes Handgelenk zielsicher geführt),
      oder hilfreiche Glissandotechniken eingesetzt bzw.
      Parallelverschiebung der Hände und Füsse, anstatt des doktrinären
      Gebrauchs eines im Wortsinne un-organ-ischen Über- bzw. Untersetzens.
      Somit wäre unser Ziel klar umrissen als das unverkrampfte Arbeiten am
      und mit dem Instrument, ein Üben also, das rundum Spaß machen kann.
      Statt uns mit einem Katalog gouvernantenhafter Verbote zu plagen haben
      wir pragmatisch sinnvolle Regeln des „professionellen Mogelns"
      gefunden, die uns nun legitimerweise zu rasch vorzeigbaren Resultaten
      verhelfen können. Ausgenommen von dieser neu erworbenen Freiheit
      bleibt einzig das Kardinalgebot des „schlauen Fingersatzes", ohne
      dessen kompromisslose Beherzigung auch das virtuoseste „Mogeln" nicht
      zum Ziel führen würde. Fazit: „Lassen wir den Klebstoff beim Orgelüben
      zuhause!"


      Zu Regel 7
      Das sichere, souveräne Auswendigspiel eines Werks ist das Endziel
      eines tüchtigen Organisten. Wohlgemerkt: Das Auswendiglernen und
      -spielen soll hierbei keineswegs als ein separater Vorgang verstanden
      werden; es sollte sich vielmehr als letzte Konsequenz aus dem zuvor
      Gesagten automatisch (zumindest zu einem entscheidenden Prozentsatz)
      ganz von selbst nahelegen. Hier kann im polyphonen Notentext
      insbesondere auch das laute Mitsingen der Innenstimmen beim Üben
      zusätzlich eine wirksame gedächtnisbildende Stütze sein. Dies wird
      jede Spielerin und jeder Spieler für sich selbst einmal austesten und
      entscheiden müssen.

      Schlusswort („Regel 8")
      Zuletzt wäre als übergeordnete Metaregel, gleichsam als Regel 8 der
      feste Glaube an die Effektivität der Regeln 1-7 zu nennen, damit der
      Organist dem eigenen Spiel entspannt zuhören kann. Das
      aufmerksam-entspannte Sich-selbst-zuhören-Können bietet nicht weniger
      als den Gegen- und Selbstbeweis dafür dar, dass ein vertieftes
      Beherrschen und Verstanden-Haben des Notentexts die Tür vom Üben zum
      Interpretieren aufgestoßen hat. Jetzt kann auf der Orgel ihr
      farbenreicher Klangkosmos durch die Kunst des Registrierens entdeckt
      und erschlossen werden. Das Ziel eines künstlerischen Orgelspiels ist
      erreicht, wenn der Spieler zu optimaler Transparenz - selbst und erst
      recht in großer Akustik - sowie größter Eleganz im Umgang mit der
      musikalischen Architektur der Stücke gelangt ist. Die Voraussetzungen
      hierfür liegen in einer raffiniert-ausgeklügelten, „schlauen" Technik
      und einer soliden Übkonsequenz. Der subjektive Gewinn für den Übenden
      selbst besteht in nicht weniger als dem sich wohltuend und dauerhaft
      einstellenden Erfolg.
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