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Säuberungsaktion am Fennsee, 31.1.4

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  • Amü
    Am Sonnabend, den 31.1.4, kurz vor Einsetzen der Dämmerung, fanden sich am Ostufer des Fennsees in Berlin-Wilmersdorf, nahe Blissestr., die ANAD-Angehörigen
    Message 1 of 1 , Oct 29, 2004
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      Am Sonnabend, den 31.1.4, kurz vor Einsetzen der Dämmerung, fanden
      sich am Ostufer des Fennsees in Berlin-Wilmersdorf, nahe Blissestr.,
      die ANAD-Angehörigen Friederike (ohne Netzanschluss), Tatred und
      Gilbert zu einer Reinigungsaktion ein.

      Der Fennsee bildet den östlichsten Ausläufer einer Kette kleiner
      Seen, die, teilweise nur von unterirdischen Wasserläufen verbunden,
      über den im Westen der Stadt liegenden Grunewald führt und
      letztendlich Anschluss an die dort fließende Havel hat.
      Aufgrund der vorherrschenden Strömungen und Windrichtungen
      (Südwestwind) sammeln sich am Seeufer Treibgut und Müll. Zur
      Verunreinigung des Seeufers tragen aber auch die Besucher des
      schmalen Parks, der den See umgibt, erheblich bei.
      Dies ließ sich aus der Art der gesammelten Abfälle erkennen. Während
      im Wasser in Ufernähe überwiegend Treibholz und leider Planen und
      Plastiktüten angestrandet waren, befanden sich an den Uferhängen des
      Parks Kleinabfälle wie Verpackungen von Süßigkeiten, Dosen, Glas- und
      Plastikflaschen bishin zu Einwegspritzen.

      Unser besonderes Augenmerk sollte eigentlich den Planen, Folien und
      Plastetüten am Ufer gelten, da diese Abfälle eine Gefährdung für
      viele Tiere, besonders Jungfische und, falls vorhanden, Amphibien,
      darstellen. Die Vereisung des Sees verhinderte aber eine gründliche
      Räumung. Statt dessen wurden von uns insbesondere die Uferhänge auch
      von den kleinsten Plastikabfällen und Verpackungsteilen gereinigt,
      aber auch vom Eis konnten etliche Flaschen geborgen werden.
      Auch ließen wir das Treibholz nicht unberücksichtigt. Ist es auch
      natürlichen Ursprungs, entzieht seine Verrottung im See dem Wasser
      zuviel Sauerstoff.

      Wie schon bei unserem ersten Besuch Heiligabend 2003, als uns die
      abstoßende Verschmutzung auffiel, befanden sich in der Eisfläche
      keine Belüftungslöcher, abgesehen von dem einen, das wir seinerzeit
      unmittelbar am Ufer angelegt und mit Geäst geschützt hatten.
      Noch vor wenigen Jahren haben die Gartenbauämter regelmäßig
      Belüftungslöcher ins Eis der zugefrorenen Seen der Berliner Parks
      geschlagen. Diese sind nötig, da sich zwischen Eisschicht und
      Wasseroberfläche mit der Zeit eine luftarme Zone bildet, aus der das
      Wasser keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und lösen kann. Dadurch wird
      winters die Wasserfauna bedroht; Gewässer können sogar `umkippen´.
      Dann setzen anaerobe Fäulnisprozesse ein, die toxische Stoffe
      freisetzen.
      Offenbar meinen die Gartenbauämter, dafür keine Mittel mehr zu
      besitzen, wie auch nicht zum Saubermachen. Interessanterweise sind
      aber meist Mittel für Verwaltungsreformen, Reklame, fürs
      Kaputtschneiden von Gesträuch und Auskratzen von Laub oder
      Wildkräutern auf ansonsten ungenutzten Flächen vorhanden.
      Hier scheint es wie m.E. so oft nicht um den Mangel an Geld, sondern
      um die Frage dessen Einsatzes bzw. Verteilung zu gehen.

      Nun, im Endeffekt wurden eine Plastiktüte und ein gefüllter
      Parkmülleimer Glas (Flaschen), ein großer Müllbeutel Gelb-Punkt-Müll
      (sogar mit einzelnen Plastik-Drehverschlüssen), eine kleine Tüte mit
      Aluminium-Abfällen und ein paar Kilo Holz zusammengettragen.
      `Höhepunkt´ war eine Gardinenstange mit Plastikschienen - wer kommt
      auf die Idee, so etwas in einen See zu werfen? Selbst das Ablegen auf
      der Straße wäre dagegen ja geradezu wünschenswert!

      Mit Treibholz und Gehölzbruch, der teilweise aus dem Eis gerissen
      werden musste, wurde ein Trampelpfad vom Parkweg den Hang hinunter
      zum See für die nächste Zeit unbegehbar gemacht. Unter dem Schutz des
      Gehölzes möge sich das zertretene Strauchwerk regenerieren.
      Astbruchstücke wurden, soweit natürlichen Ursprungs, vom See ins
      dichte Gebüsch geworfen.

      Den Abschluss der zweistündigen Arbeit in nasskaltem Regen bildete
      die (getrennte) Entsorgung der Abfälle in Tatreds Hausmüllanlagen.
      Hierfür, wie auch für seine Fotos, die noch hochgeladen werden,
      meinen Dank, Tatred!

      Amue_fw, Gruppengründer

      Nachtrag 29.10.4: Die Fotos sind mit der Löschung der Gruppe durch
      Yahoo.de verlorengegangen. Sollte ich sie noch wiederfinden, werden
      sie nachträglich hochgeladen.
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