Eine Leserin fragt:
B"H
Liebe Miriam,
kommt der Begriff "Yom HaAzamot" von Hesekiel 37? Dann wäre es doch eine positive Aussage - der Anfang der Erlösung - oder?
Ich denke schon eine Weile über Jeremia 16, 14 - 15 nach: seit ca. 150 Jahren kommen die Juden heim in ihr Land - jetzt mal unabhängig von der Staatsgründung vor 61 Jahren und den jeweiligen Regierungen - und wir hörten in Israel den Ausspruch, dass die messianische Zeit schon vor 150 Jahren begonnen hätte. Kann man es so sehen, dass Pessach damit sozusagen schon überholt ist? Natürlich muss sich noch einiges zurechtrütteln ... aber das wird der Messias schon hinkriegen! Ich bin da ganz zuversichtlich!
Antwort:
Liebe Miriam,
kommt der Begriff "Yom HaAzamot" von Hesekiel 37? Dann wäre es doch eine positive Aussage - der Anfang der Erlösung - oder?
Ich denke schon eine Weile über Jeremia 16, 14 - 15 nach: seit ca. 150 Jahren kommen die Juden heim in ihr Land - jetzt mal unabhängig von der Staatsgründung vor 61 Jahren und den jeweiligen Regierungen - und wir hörten in Israel den Ausspruch, dass die messianische Zeit schon vor 150 Jahren begonnen hätte. Kann man es so sehen, dass Pessach damit sozusagen schon überholt ist? Natürlich muss sich noch einiges zurechtrütteln ... aber das wird der Messias schon hinkriegen! Ich bin da ganz zuversichtlich!
Antwort:
Nein, Yom HaAzamot ist einfach nur ein Wortspiel zur "Azma'ut - Unabhaengigkeit". Ein Wortspiel, was negativ und sarkastisch gemeint ist. Mit Yezeskel hat es nichts zu tun.
Der Talmud Sanhedrin verbietet uns, ueber die Ankunft des Meschiach zu spekulieren. Gleichzeitig aber steht dort geschrieben, dass der Meschiach im Jahre 6000 (jued. Kalender) kommen wird. Die 6000 Jahre beziehen sich hier aus die sechs Tage der Welterschaffung.
Wann genau der Meschiach eintreffen wird, kann niemand genau sagen. Spekulationen gibt es jede Menge, aber das war schon immer so.
In der Midrasch Tanchuma wird zwar erwahnt, dass die mehrheit der jetzigen jued. Feiertage nach der Ankunft des Meschiach abgeschafft werden wird, doch noch ist nichts ueberfluessig !
Viele Gruesse
Miriam