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"S O N D E R A U S G A B E" - VIER DRINGENDE LESERBRIEFAUFRUFE....   Message List  
Reply Message #68 of 348 |

S O N D E R A U S G A B E

VIER DRINGENDE LESERBRIEFAUFRUFE....


 
Es ist einmal wieder dringend an der Zeit, Leserbriefe zu schreiben, denn sowohl Herr Dr. Jörg Bremer von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), wie aber auch Frau Susanne Knaul von der Tageszeitung (TAZ), übertreffen sich in Ihrer alarmierenden Wortwahl und Fehldarstellung aktueller Ereignisse im Nahen Osten. Außerdem setzt der SPIEGEL dem typischen Klischeedenken noch eine Krone auf...
 
  1. Herr Dr. Jörg Bremer ist der Autor von gleich ZWEI der Artikel auf die wir unsere Leser heute hinweisen möchten....


    1. [ZITAT: "...im jüdischen Getto von Hebron ein Siedlerehepaar getötet..." - JEDES WEITERE KOMMENTAR ERÜBRIGT SICH!]
      FAZ -
      Terroranschläge in Jerusalem und Hebron überschatten Treffen von Scharon und Abbas - Israels Premierminister verschiebt Besuch bei Bush / Palästinenser fordern Ja zum "Fahrplan"
       
      jöb. JERUSALEM, 18. Mai. Bemühungen, im Nahen Osten zum Dialog zurückzukehren, werden von einer massiven Zunahme an Gewalttaten überschattet. Nur Stunden nach dem ersten Treffen zwischen dem israelischen Premierminister Scharon und dem palästinensischen Premier Abbas tötete ein Selbstmordattentäter am frühen Sonntag in Jerusalem sich und mindestens sieben Israelis bei einem Attentat auf einen Bus. Kurz darauf kam es zu einem zweiten Anschlag in der Stadt, bei dem nur der Attentäter umkam. Stunden vor dem offenbar ergebnislosen Treffen hatte ein Palästinenser im jüdischen Getto von Hebron ein Siedlerehepaar getötet. Premier Scharon verschob nach den Anschlägen seinen Abflug nach Washington, wo für Dienstag ein Treffen mit Präsident Bush geplant ist.
      Auch wenn das erste offizielle Treffen zwischen Scharon und Abbas offenbar nach fast drei Stunden ohne Ergebnis zu Ende ging, gilt es doch als Wende. Israel erkennt damit die neue palästinensische Regierung in Ramallah an und sucht den Dialog. Abbas forderte von Scharon die Annahme des "Fahrplans" des politischen Quartetts, mit dem die amerikanische Regierung, EU, UN und die russische Regierung den Nahen Osten über drei Phasen im Jahre 2005 zur Zwei-Staaten-Lösung führen wollen. Scharon aber hat Einwände gegen den Plan, die er in Washington zur Sprache bringen will. Er rechnet bei Bush sogar mit Zustimmung. Scharon warf Abbas vor, bisher nichts gegen den Terror getan zu haben......
      [Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2003, Nr. 115 / Seite 1]

    2. [DIESER ARTIKEL IST EINE PURE ANHÄUFUNG VON FALSCHEN DARSTELLUNGEN, FEHLINTERPRETATIONEN UND EINSEITIGER MEINUNGSMACHE...]
      FAZ - Die israelische Armee will keine Zeugen -
      Friedensaktivisten vor der Ausweisung / Von Jörg Bremer
      JERUSALEM, 18. Mai. In der israelischen Presse findet die drohende Ausweisung mehrerer Dutzend Aktivisten der "Internationalen Solidaritätsbewegung" (ISM) kaum Erwähnung. Dennoch versammelten sich 200 Israelis in Tel Aviv vor dem Verteidigungsministerium, um gegen das Vorgehen der Armee zu demonstrieren. Und trotzig hieß es in einer Erklärung der Organisation: "Wir sind immer noch hier, und wir machen weiter." Doch der Armee sind die ausländischen Beobachter schon lange ein Ärgernis: Palästinensische Augenzeugen israelischer Militäraktionen gelten in der Regel als voreingenommen. Amerikaner, Franzosen oder Briten berichten aus den besetzten Gebieten dagegen als "unbeteiligte Dritte". In ihren Herkunftsländern sind sie dann Gesprächspartner der dortigen Medien.
      Bisher kamen zwei ISM-Aktivisten durch israelische Gewalt ums Leben. So wurde die Amerikanerin Rachel Corrie getötet, als sie eine israelische Planierraupe stoppen wollte, die in Rafah ein Haus zerstören wollte. Vorfälle wie dieser zwangen die Armee auch in Amerika, ihr Vorgehen gegen Palästinenser zu rechtfertigen. Die Organisation machte wiederum deutlich, daß sie nur gewaltlos Widerstand leistet. Ihre Mitglieder dürfen nicht einmal ihre Arme gegen eine Bedrohung erheben, sondern sollen sich nur als eine Art Schutzschild zwischen palästinensische Zivilisten und Soldaten stellen.....
      [Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2003, Nr. 115 / Seite 8]


  2. Der dritte Text, auf den wir unsere Leser hinweisen möchten ist von Frau Susanne Knaul von der Tageszeitung (taz), ebenfalls von heute, 19.5.03, die unter dem nachfolgendem Link Sharons Verhandlungsweise als Ministerpräsident einer Demokratie, die seine Bürger schützen muß, mit der von Terrororganisationen wie Djihad und Hamas gleichgesetzt, deren Ziel die Vernichtung Israels ist....


    1. TAZ - ARIEL SCHARON ARGUMENTIERT NACH DEMSELBEN MUSTER WIE DIE HAMAS - Lektion nicht gelernt
      Dass der Frieden einen Preis hat, ist eine der schwersten Erfahrungen des israelischen Volkes. Hatten sich palästinensische Attentäter bis zur Unterzeichnung der Vereinbarungen von Oslo darauf beschränkt, zwei, drei Menschen pro Anschlag zu töten, flogen im Frühjahr 1994 die ersten Busse in die Luft.
      Die islamischen Widerstandsorganisationen schlugen erbarmungslos zu. Sie erhofften harte Gegenschläge, die den Widerstand in der palästinensischen Bevölkerung entfachen sollten. Bis zum Mord am damaligen Premierminister Jitzhak Rabin durch einen jüdischen Extremisten gelang es den islamischen Fundamentalisten nicht, den Friedensprozess aufzuhalten. Denn Rabin war bereit, den Blutzoll zu zahlen, den der Frieden den Israelis abverlangte - die Gegenschläge blieben aus. Rabin wusste, dass jeder andere Weg ungleich größere Opfer fordern würde.
      Israels heutiger Premierminister Ariel Scharon, der gern von seinen bitteren Kriegserfahrungen berichtet - daraus aber leider nicht die Konsequenz zieht, dass Krieg nicht sein darf -, hat diese Lektion noch nicht verinnerlicht. Das einzige Interesse, das die israelische Bevölkerung an Verhandlungen mit den Palästinensern hat, ist ein Ende der Gewalt. Etwas anderes hätte der palästinensische Premierminister Abu Masen ohnehin nicht zu bieten. Mit dem Argument, man könne Verhandlungen nicht aufnehmen, indem man den Preis nennt, den man zu zahlen bereit ist, weigert sich Scharon, eventuelle Zugeständnisse an die Palästinenser im Fall eines Friedens auch nur zu benennen. Umgekehrt fordert er seinem Konfliktpartner die sofortige Lieferung der kompletten Ware - den Gewaltverzicht - ab......


  3. Auch SPIEGEL-Online versäumt es nicht in seinen Überschriften Leser tendendeziös gegen Israel einzustellen... Trotz der Attentate gegen Israelis und trotz des stattgefundenen ersten Treffens zwischen Sharon und Abbas tituliert der SPIEGEL eine der Meldungen "Sharon sagt Friedensgespräche ab" (18.5.) - äußert mißverständlich, weil hiermit selbstverständlich das Gespräch mit Bush gemeint war und nicht wie suggeriert mit Abbas. In einer weiteren Meldung unterstützt der SPIEGEL das von uns schon oft kritisierte Vorurteil, daß Israel eine "Auge um Auge - Zahn um Zahn" Politik verfolgen würde, wie selbstverständlich für einen Rechtsstaat nicht üblich. Auch ist darauf hinzuweisen, daß es in dem Artikel "Israel übt Vergeltung" (19.5.) nicht etwa um etwaige militärische Maßnahmen handelt, wie suggeriert, sondern ausschließlich um Ausgangssperren, um die Einreise weiterer Terroristen nach Israel zu unterbinden....


    1. SPIEGEL - TERRORSERIE IN JERUSALEM - Scharon sagt Friedensgespräche ab
      Eine Serie von Selbstmordattentaten hat die Verhandlungen über den neuen Nahost-Friedensplan ins Stocken gebracht. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon sagte am Sonntag sein geplantes Treffen mit US-Präsident George W. Bush ab.
      Jerusalem - Von dem Gespräch mit Bush in den USA waren Fortschritte bei der Umsetzung des Plans erwartet worden. Scharon und sein palästinensischer Kollege Mahmud Abbas waren am Vorabend auseinander gegangen, ohne sich auch nur auf einen praktischen Einstieg in den international entwickelten Plan zu einigen.
      Es war ihr erstes Treffen, seit Abbas unter internationalem Druck das Regierungsamt und damit neben Palästinenser-Präsident Jassir Arafat Macht erhalten hat. Die israelische Regierung warf Arafat vor, für die neue Serie von Anschlägen mit insgesamt zwölf Toten mitverantwortlich zu sein. Einer der Attentäter hatte seine Bombe am Morgen mitten im Berufsverkehr in Jerusalem in einem öffentlichen Bus gezündet.....

    2. SPIEGEL - TERRORSERIE - Israel übt Vergeltung
      Die Serie von Selbstmordanschlägen in Israel hält weiter an. Heute Morgen sprengte sich ein Palästinenser neben einer israelischen Patrouille in die Luft. Als Reaktion auf die jüngsten Attentate verschärfte Israel die erst vor kurzem gelockerten Absperrungen der Palästinensergebiete. Ministerpräsident Scharon hat seine Reise in die USA abgesagt.
      Jerusalem - Das Westjordanland sei bereits wieder völlig abgeriegelt worden, berichteten israelische Medien am Sonntagabend nach einer Regierungssitzung in Jerusalem. Drastische militärische Maßnahmen sollten jedoch nicht ergriffen werden, hieß es. Dem palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas solle Zeit gegeben werden, der Gewalt Einhalt zu gebieten. Als Geste des guten Willens hatte die israelische Regierung vor dem Treffen von Ministerpräsident Ariel Scharon mit Abbas am Samstagabend die Absperrungen gelockert.
      Scharon lehnte auf der Dringlichkeitssitzung des Kabinetts den Vorschlag ab, Palästinenserpräsident Jassir Arafat aus dem Westjordanland auszuweisen. Wie das israelische Fernsehen berichtete, hatte Verteidigungsminister Schaul Mofas zu der jüngsten Gewaltwelle gesagt, Arafat hätte schon vor zwei Jahren ausgewiesen werden sollen. Die Anschlagsserie vom Wochenende hatte neun Israelis das Leben gekostet. Allein sieben waren von einem Selbstmordattentäter mit in den Tod gerissen worden, der seine Bombe in einem Jerusalemer Bus gezündet hatte.....




 
Hoffentlich haben auch zu Wochenbeginn viele Hände und Köpfe Zeit, zu Papier und Stift, zu PC und Tastatur, zum Faxgerät ... zu greifen!

 
 
ALLE bisher an die Mailingliste verschickten eMails stehen Euch jederzeit Online, unter
zur Einsicht zu Verfügung.
 
Weitere Informationen über Honestly-Concerned, inkl. den Leserbriefen, die wir in Reaktion auf unsere ganzseitige FAZ-Anzeige
("Gegen den Stimmenfang der Liberalen im Braunen Sumpf") erhalten haben, stehen Euch Online unter
zu Verfügung. (Wir arbeiten hart daran diese Seite baldmöglichst für Euch mit mehr Informationen und Dokumenten auszustatten...)

ZUR INFO: Honestly-Concerned hat ein neues Flugblatt!

Gerne könnt Ihr dieses herunterladen und an Eure Freunde und Bekannten verteilen.

 


Mon May 19, 2003 5:48 pm

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May 19, 2003
5:53 pm
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