WICHTIGE
S O N D E R A U S G A B E
VERSCHIEDENES: Spendenaufruf, Neue Deutsche Antisemitismus Umfrage,
Analyse der Studie der Bundeszentrale für Politische Bildung und
ein Update zu dem eMail Austausch mit dem Gymnasium St. Michael....
- TEIL 1 - Kurzkommentar & SPENDENAUFRUF
- Kontoinformationen
- TEIL 2 - NEUE DEUTSCHE ANTISEMITISMUS-UMFRAGE DES AJC...
- dpa - Deutsche haben immer noch Vorurteile gegen Juden
- SIEHE AUCH - NEUES DEUTSCHLAND - »Zu viel Einfluss in der Welt« - Neue Studie mit bekanntem Ergebnis: Antijüdische Vorurteile sind weit verbreitet
- SIEHE AUCH - AP - Umfrage fördert anti-jüdische Ressentiments zu Tage
- SIEHE AUCH - AP - Germans support Holocaust remembrance, despite anti-Jewish stereotypes, poll says
- AJC PRESS RELEASE - New AJC Survey Finds Negative Attitudes Towards Jews Widespread in Germany
- AJC - German Attitudes Toward Jews, The Holocaust and the U.S. - Survey in Germany
- TEIL 3 - EINE ANALYSE DER STUDIE DER BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG ÜBER DIE NAHOSTBERICHTERSTATTUNG IM DEUTSCHEN FERNSEHEN.... [SIEHE AUCH DIE VORANGEGANGENEN SONDERAUSGABEN!]
- Rolf Behrens - Anmerkungen zur bpb-Studie: „Nahostberichterstattung in den Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens"
- NOCH EIN LESERBRIEF ZU DIESEM THEMA.... Studien zur Berichterstattung Nahost
- TEIL 4 - UPDATE ZUM GYMNASIUM ST. MICHAEL [SIEHE AUCH DIE VORANGEGANGENEN SONDERAUSGABEN!]
- EMAIL VON DIETMAR HECHT, VOM GYMNASIUM ST. MICHAEL AN UNSERE MAILINGLISTE...
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EMAIL VON DIETMAR HECHT, VOM GYMNASIUM ST. MICHAEL AN MICHAEL SCHMIDT, EIN MITGLIED UNSERER MAILINGLISTE...
- EIN VORANGEGANGENES EMAIL VON MICHAEL SCHMIDT AN HERRN HECHT...
- EIN WEITERES VORANGEGANGENES EMAIL VON MICHAEL SCHMIDT AN HERRN HECHT...
- EIN WEITERER EMAIL AUSTAUSCH ZWISCHEN HERRN HECHT UND EINEM ANDEREN MITGLIED UNSERER MAILINGLISTE - ZUERST DIE EMAIL-ANTWORT DES HERRN HECHT AUF EINEN LESERBRIEF VON RUTH FINK (siehe Sonderausgabe vom 8.12.02)
- EIN WEITERER LESERBRIEF VON RUTH FINK HIERZU....
- DER VORANGEGANGENE LESERBRIEF VON RUTH FINK AN DAS ST. MICHAEL....
- UND NOCH EIN BRIEF VON RUTH FINK BEZÜGLICH DES EINTRAGS VON MARIO WELTERMANN IN DEM NEUEN DISKUSSIONSFORUM ZU DEM STRITTIGEN PROJEKT DES ST. MICHAEL....
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NOCH EINE ETWAS ANDERE MEINUNG VON DANIEL KORN...
- dpa - Deutsche haben immer noch Vorurteile gegen Juden
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Anmerkung und WICHTIGER Spendenaufruf
("Gegen den Stimmenfang der Liberalen im Braunen Sumpf") erhalten haben, stehen Euch Online unter
- Liebe Honestly-Concerned Leser,
Mittlerweile gibt es uns nun doch seit gut 8 Monaten und wir haben bislang sehr viel erreicht, auf das wir Stolz sein können....
Egal ob wir z.B. in Sachen Weltbank, BMW, oder Mercedes auf "kleine Fehler" bei Websites (i.B. Online Landkarten) hingewiesen haben, bei denen zufälligerweise Israel "vergessen" wurde, oder ob mit teilweise recht aufsehenserregenden Leserbriefaktionen, wie z.B. im Fall von Jörg Bremer (von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), oder Herrn Prof. Dr. Mahrenholz (Vorsitzender der Deutsch-Israelischen-Juristenvereinigung und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, a.D.), ist Honestly-Concerned, trotz der uns entgegengebrachten Vorurteile und Unterstellungen, daß wir angeblich darauf ausgerichtet wären Israel-Kritiker mundtot zu machen, oder daß wir "Fundamentalistische Christen" und "Likudniks" wären, standhaft geblieben und immer stärker geworden. Heute sind wir ein Bestandteil der Deutschen Medienlandschaft, wenn es um Nahostberichterstattung geht, ob andere dies wollen oder nicht. Wir sind eine Institution geworden und wir bewegen mehr als sehr vielen lieb ist. Natürlich haben wir hierbei nicht nur Freunde gemacht und noch selbstverständlicher ist, daß wir in der Wiederholung einiger Situationen sicherlich auch einiges anders handhaben würden, was aber das ist wohl das normalste der Welt.
Im Rückblick auf das vorangegangene Jahr können wir mit Stolz auf die bundesweit große Anzahl von uns organisierten oder unterstützten Veranstaltungen zurückblicken, auf unsere Kampagnen "gegen den Stimmenfang der Liberalen im braunen Sumpf", auf unsere beinahe täglichen Pressespiegel in Sachen "Innenpolitik/Antisemitismus" und "Nahostkonflikt", auf unsere stetig wachsende Anzahl von Mailinglistenmitgliedern, auf die vorab erwähnten Leserbriefaktionen und den Austausch an Informationen mit Korrespondenten, Politikern und anderen "Multiplikatoren" im In- und Ausland, und auf vieles mehr was zur Förderung der kritischen Auseinandersetzung mit den von uns zum Ziel genommenen Themen zusammenhängt. Dennoch befinden wir uns erst am Anfang unserer Arbeit und haben noch vieles vor uns....
Anfang 2003 wollen wir mit unserer neuen Website "live" gehen (http://honestly.laborox.dyns.cx/), es sind wieder eine große Anzahl von Veranstaltungen geplant (u.a. in Düsseldorf, Berlin, Frankfurt, Saarbrücken und mehr), eine Praktikantin wird den täglichen email Versand unterstützen und dabei helfen eine wöchentliche Zusammenfassung der wichtigsten Meldungen aus den täglichen Mails zu erstellen ("Best of the Week") und vieles mehr was zum besseren Verständnis der breiten Öffentlichkeit mit den Themen "Antisemitismus" und "Nahostkonflikt" zusammenhängt. Hierbei ist jeder gefragt und jeder aufgefordert zu helfen, egal ob auf welche Weise....:
Der Einfachste und direkteste Weg die tägliche Arbeit zu unterstützen ist durch das Zusenden von entweder besonders positiv oder besonders negativ erwähnenswerten Artikeln. Außerdem sollte jeder auf Unterschrifts- und Leserbriefaktionen reagieren. Gerne veröffentlichen wir auch persönliche Meinungsartikel (sofern passend zu den von uns vereinbarten Zielen), oder andere Artikel, etc.. Außerdem bitten wir dringend um finanzielle Unterstützung....
Die neue Website ist mit Kosten von € 2.000,00 verbunden, jede Veranstaltung kostet Geld, u.s.w.. Honestly-Concerned hat keine Institutionen hinter sich stehen, die uns als Sponsor zu Verfügung stehen, genau wie wir auch keine Mitgliedschaftsgebühren erheben. Alle bisherigen Aktivitäten wurden durch Spenden und persönliches Engagement finanziert und so soll dies wenn möglich auch in Zukunft bleiben. Dafür seid aber wiederum Ihr gefragt....
BITTE UNTERSTÜTZT UNS GROSSZÜGIG um uns einen weiteren Ausbau unserer Aktivitäten im kommenden Jahr zu ermöglichen.
(Das nachfolgende Konto ist ein speziell für Honestly-Concerned eingerichtetes Unterkonto, von einem Gründungsmitglied unserer Mailingliste, Noemi Staszewski. Sie wird die eingehenden Spenden vorerst für uns verwalten.) Wir brauchen Eure Hilfe, um Honestly-Concerned zu dem zu machen, was sich jeder von uns wünscht....!!!!
Frohe Festtage und alles Gute!
Sacha Stawski
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HIER DIE KONTODETAILS:
N. Staszewski
Dresdner Bank
Konto.Nr. 06 360 002 02
BLZ 500 800 00
Verwendungszweck: honestly-concerned.org
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- dpa - Deutsche haben immer noch Vorurteile gegen Juden
Berlin (dpa) - Die Einstellung vieler Deutscher gegenüber Juden ist in Deutschland noch immer von Vorurteilen geprägt. Das ergab eine Umfrage des Amerikanischen Jüdischen Komitees in Deutschland. 40 Prozent äußerten die Meinung, die Juden würden einen zu großen Einfluss auf das Weltgeschehen ausüben. 52 Prozent der Befragten sind zudem der Auffassung, dass die Juden die Erinnerung an den Holocaust zu ihrem eigenen Vorteil nutzen.
- SIEHE AUCH - NEUES DEUTSCHLAND - »Zu viel Einfluss in der Welt« - Neue Studie mit bekanntem Ergebnis: Antijüdische Vorurteile sind weit verbreitet
Die Ergebnisse einer am Montag veröffentlichten Studie des American Jewish Committee (AJC) bestätigen erneut, dass Vorurteile gegenüber Juden hier zu Lande weit verbreitet sind. In den jüngsten »Antisemitismus-Debatten« spielte der Antisemitismus dennoch nur am Rande eine Rolle.
Wenn sich ehrliche Entrüstung geregt haben sollte, währte sie nur Minuten. Schon kurz nachdem der hessische Ministerpräsident Roland Koch auf eine Äußerung des ver.di-Chefs Frank Bsirske entgegnete, dies sei »eine neue Form von Stern an der Brust«, lief die Maschine auf Hochtouren – der Skandal war perfekt, die »Judenstern-Vergleich«-Diskussion eröffnet. Sozialdemokraten und Union warfen sich gegenseitig »Missbrauch des Holocaust« bzw. »Missbrauch des Missbrauchs« vor, von persönlicher Entgleisung war die Rede. Und zu Wochenbeginn hielt CDU-Chefin Angela Merkel die Debatte bereits »für beendet«......
- SIEHE AUCH - AP - Umfrage fördert anti-jüdische Ressentiments zu Tage
Berlin (AP) Rund jeder fünfte Deutsche will nach einer Infratest-Umfrage Juden «lieber nicht» zum Nachbarn haben. Etwa genauso viele glauben, dass Juden «zu viel Einfluss» in der deutschen Gesellschaft haben, wie das American Jewish Committee am Montag in Berlin mitteilte. Die jüdische Organisation ist Auftraggeber der repräsentativen Studie zum Antisemitismus, die Infratest im Oktober mit 1.250 Befragten anfertigte.
In der Befragung erklärten 40 Prozent der Teilnehmer, Juden hätten zu viel Einfluss auf das Weltgeschehen; 52 Prozent gaben an, Juden nutzten die Erinnerung an den Holocaust zu ihrem Vorteil aus. Gleichzeitig erkennt eine Mehrheit der Befragten Antisemitismus als Problem in Deutschland: 17 Prozent sprachen von einem ernsten Problem, weitere 43 Prozent sehen «in gewissem Maße» ein Problem, wie es hieß.
Die überwiegende Mehrheit der Befragten hält es für wichtig, dass die Deutschen über die Judenvernichtung während der Nazi-Zeit Bescheid wissen: 27 Prozent sagten, das sei «außerordentlich wichtig»; weitere 45 Prozent finden es «sehr wichtig». 59 Prozent der Befragten stimmten zudem der Aussage zu, dass die Erinnerung an den Judenmord der Nazis gepflegt werde.
- SIEHE AUCH - AP - Germans support Holocaust remembrance, despite anti-Jewish stereotypes, poll says
BERLIN - Germans strongly back efforts to remember the Holocaust but many still nurture anti-Jewish stereotypes, according to an opinion poll released Tuesday.
The survey found about three-quarters of Germans believe that knowing about the Nazi attempt to exterminate Europe's Jews is either extremely or very important — an issue highlighted by a long debate here about a Holocaust monument to be built in the heart of Berlin.
The American Jewish Committee, an advocacy group that commissioned the study, said it was encouraged by that result.
"There has been a strengthening of interest in maintaining Holocaust memory," said Deidre Berger, director of the American Jewish Committee's Berlin office. "This is very good news, and is contrary to what many have been saying."
But Berger said her organization was alarmed at responses that suggested anti-Semitic stereotypes are still widespread.
For example, some 20 percent of Germans think that Jews have "too much influence" in German society, according to the poll of 1,250 people by the Infratest polling agency in October. The margin of error was between 1.2 and 2.8 percentage points.
Germany's Jewish communities, which numbered about half a million before the Holocaust, currently count about 100,000 members in a nation of 82 million. A total of some 6 million Jews, including those from Poland and other occupied countries, were killed by the Nazis.
Of most concern, Berger said, was that 52 percent of those polled thought that Jews exploited the memory of the Holocaust for their own gain.
Berger and other association officials presented the survey to German President Johannes Rau as part of regular meetings with political leaders, including Foreign Minister Joschka Fischer.
Fischer and other leaders have repledged the government's determination to combat anti-Semitism after a run of attacks on Jews and synagogues in recent months, and accusations against a prominent opposition leader that he used a bitter spat with a German Jewish leader to fish for far-right votes.
- SIEHE AUCH - NEUES DEUTSCHLAND - »Zu viel Einfluss in der Welt« - Neue Studie mit bekanntem Ergebnis: Antijüdische Vorurteile sind weit verbreitet
- AJC PRESS RELEASE - New AJC Survey Finds Negative Attitudes Towards Jews Widespread in Germany
December 15, 2002 - NEW YORK -- Negative attitudes towards Jews are widespread in German society today, though keeping the memory of the Holocaust strong has grown, according to a new American Jewish Committee survey.A solid majority - 60 percent - of Germans acknowledge that anti-Semitism is currently a problem in their country, according to the survey. Seventeen percent see it as very serious, and 43 percent as somewhat of a problem, while 30 percent say anti-Semitism is not a problem at all.
For the American Jewish Committee, which maintains an office in Berlin, this is the third survey conducted in Germany since German unification in 1990. The new survey examines German attitudes towards Jews, Holocaust remembrance, and the global war against terrorism.
Nearly 60 years after the Holocaust, substantial percentages of Germans voice negative feelings towards Jews. The German Jewish community totals about 98,000 in a country with a total population of more than 82 million. Among the negative attitudes:
- 20 percent of Germans believe Jews have "too much influence" in German society.
- 35 percent of Germans endorse the view that Jews are motivated by feelings of revenge more so than others.
- 40 percent of Germans contend that Jews exert too much influence on world events.
- 52 percent of Germans assert that Jews are exploiting the memory of the Holocaust for their own purposes.
- 17 percent of Germans "prefer not" to have Jews as neighbors, though more Germans would prefer to not have as neighbors Gypsies, Arabs, Turks, Africans and Poles.
These and other negative feelings about Jews expressed in the survey responses may even be higher than the statistics indicate, given the finding that 59 percent of those surveyed agree with the statement that "Many people in Germany are afraid to express their true feelings about Jews."
On Holocaust remembrance, the survey found that the need for continuing Holocaust education is both needed and welcome.
Only 43 percent of Germans know that the Nazis killed six million Jews during World War II, though that finding represents an improvement over the 1994 survey when 36 percent correctly cited the 6 million figure. While the trend toward more specific knowledge is positive, more than half of all Germans cannot correctly cite the number of Jews killed by the Nazis. Furthermore, only 37 percent of Germans under the age of 30 can correctly identify this information, as compared to 45 percent of those over 30.
65 percent of Germans think that teaching about the Nazi extermination of Jews should be required in the German school curriculum, while 22 percent say it should not.
Broad majorities of Germans do favor maintaining the memory of the Holocaust, but there still is significant opposition to this position. Support among the younger generation, now the third and fourth generations to come of age since the end of World War II, is nearly as strong as among the population at large.
- 72 percent of Germans believe it is essential (27 percent) or very important (45 percent) for all Germans to know about the Nazi extermination of the Jews during World War II, while 16 percent says it is somewhat important and 4 percent say not important at all.
- 59 percent of Germans endorse the view that the remembrance of the Nazi extermination of the Jews should be kept strong even after the passage of time, while 29 percent disagree.
- 49 percent approve of the German parliament decision to authorize the building of a national Holocaust memorial in Berlin, and 27 percent disapprove. Support is highest among young people, of whom 55 percent approve of the memorial with a disapproval level of only 18 percent.
On the war against terrorism, a majority - 63 percent - of Germans favors the decision of the United States after September 11 to launch a war against terrorism, but 77 percent see the U.S. acting mainly in its own interests, and only 11 percent think the U.S. is taking into account the interests of its allies in the fight against terrorism.
Conspiracy theories, the survey found, abound, even in Germany, a close ally of the United States. Thus, nearly one in five Germans believes that American intelligence services took part in the September 11 terror attacks, and only 49 percent say it is not possible.
With regard to relations between the United States and Germany at present, only 1 percent sees them as very good, 31 percent as good, 48 percent as not that good, and 10 percent as bad.
The survey, carried out from October 8-25 for the American Jewish Committee by Intratest, a leading German public opinion research organization, has a margin of error is plus or minus three percent.
- HIER DIE VOLLSTÄNDIGE STUDIE DES AJC....
AJC - German Attitudes Toward Jews, The Holocaust and the U.S. - Survey in Germany
Introduction
The data reported here are from the third American Jewish Committee-sponsored survey conducted in Germany since German unification. The first, carried out in October 1990, was a pioneering undertaking comparing West German and East German views about Jews, Israel, and remembrance of the Holocaust. The second, conducted in January 1994, focused on two lines of research of special interest to the American Jewish Committee -- attitudes toward Jews and other minorities in various countries and knowledge and remembrance of the Holocaust in different countries.The new German survey examines issues of concern to Jews in the current German context by focusing on three areas: attitudes toward Jews; Holocaust remembrance; and the war against terrorism. The present study repeats a number of questions from the 1990 and 1994 AJC probes; at the same time, it includes a plethora of new items.
The new German survey was carried out for the American Jewish Committee by Infratest, a leading German public-opinion research organization. In conducting the survey, Infratest interviewed face to face 1,250 respondents -- including 994 former West Germans and 256 former East Germans -- during October 8 – 25, 2002. Those interviewed constitute a representative national sample of German men and women, fourteen years of age and older. The findings can be reported for the sample as a whole, as well as by gender, age, education, and region. The margin of error for the total sample is plus or minus three percentage points.
A. Holocaust
1. Approximately how many Jews in all of Europe were killed by the Nazis during the Second World War?
25,000 0 100,000 3 1 million 8 2 million 12 6 million 43 20 million 7 DK/NA 27
2. In your view, how important is it for all Germans to know about the Nazi extermination of the Jews during the Second World War - is it essential, very important, only somewhat important, or not important?
Essential 27 Very important 45 Only somewhat important 16 Not important 4 DK/NA 8 3. Some people say that more than 50 years after the end of the Second World War, it is time to put the memory of the Nazi extermination of the Jews behind us. Others say that we should keep the remembrance of the Nazi extermination of the Jews strong even after the passage of time. Which opinion comes closer to your opinion?
Put memory of the extermination of Jews behind us 29 Keep remembrance of the extermination of Jews strong 59 DK/NA 12 4. Some people claim that the Nazi extermination of the Jews never happened. Have you ever heard this claim, or not?
Heard this claim 61 Have not heard this claim 33 DK/NA 6 5. Does it seem possible to you that the Nazi extermination of the Jews never happened, or do you feel certain that it happened?
Seems possible it never happened 2 Feel certain it happened 89 DK/NA 9 6. Do you think that teaching about the Nazi extermination of the Jews during the Second World War should be required in the German school curriculum?
Yes 65 No 22 DK/NA 13 7. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Jews are exploiting the memory of the Holocaust for their own purposes"
Strongly agree 20 Somewhat agree 32 Somewhat disagree 20 Strongly disagree 10 DK/NA 18
8. The German parliament has authorized the building of a national Holocaust memorial in Berlin. Do you approve or disapprove of this decision?
Approve 49 Disapprove 27 DK/NA 24 9. Are you proud to be a German?
Very proud 18 Rather proud 42 Not very proud 18 Not at all proud 9 DK/NA 13
B. Attitudes Toward Jews
1. I am going to name some ethnic groups and nationalities. Please tell me whether you would like to have these groups as neighbors, if it wouldn't make any difference to you, or if you would prefer not to have them as neighbors.Like to
haveWouldn't
MatterPerfer not Not
sureWest Germans 18 72 8 2 East Germans 22 67 9 2 Gypsies 5 32 58 5 Arabs 6 44 43 7 Vietnamese 11 58 25 6 Jews 13 65 17 5 Turks 10 57 30 3 Italians 18 69 10 3 Poles 10 59 26 5 Africans 11 57 26 6 2. Do any of the following groups behave in a manner which provokes hostility toward them in our country? (MULTIPLE ANSWERS ALLOWED)
West Germans 1 East Germans 4 Gypsies 22 Arabs 23 Vietnamese 4 Jews 6 Turks 29 Italians 2 Poles 11 Africans 9 None (vol.) 31 DK/NA 20 3. Do you feel that the following groups have too much influence, too little influence, or the right amount of influence in our society?
Too
muchToo
littleRight
amountNone
(Vol.)Not
sureIntellectuals 16 24 36 4 20 Big business 68 5 15 1 11 Labor unions 32 26 29 2 11 The media 70 5 16 1 8 Banks 61 4 22 2 11 Americans 51 4 24 4 17 The churches 22 16 39 7 16 Jews 20 6 32 15 27 Political parties 42 10 35 2 11
4. Do you think that anti-Semitism in Germany is currently a very serious problem, somewhat of a problem, or not a problem at all?
Very serious problem 17 Somewhat of a problem 43 Not a problem at all 30 DK/NA 10 5. Looking ahead over the next several years, do you think that anti-Semitism in Germany will increase greatly, increase somewhat, remain the same, decrease somewhat, or decrease greatly?
Increase greatly 9 Increase somewhat 26 Remain the same 41 Decrease somewhat 7 Decrease greatly 1 DK/NA 16 6. a. Have you ever been witness to anti-Semitic statements or actions in Germany?
6.b. If yes: Where? (MULTIPLE ANSWERS ALLOWED)Yes 18 No 75 DK/NA 7 In the family 6 Among friends 27 At work 17 On Internet 6 On the street 46 At political rallies 15 Newspapers and television 26
7. Are your own feelings about Jews strongly positive, somewhat positive, somewhat negative, strongly negative, or neutral?Strongly positive 3 Somewhat positive 15 Somewhat negative 6 Strongly negative 2 Neutral 70 DK/NA 4 8. In your view, are the feelings of the German people about Jews strongly positive, somewhat positive, somewhat negative, strongly negative, or neutral?
Strongly positive 0 Somewhat positive 13 Somewhat negative 25 Strongly negative 2 Neutral 48 DK/NA 12 9. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Many people in Germany are afraid to express their true feelings about Jews."
Strongly agree 24 Somewhat agree 35 Somewhat disagree 15 Strongly disagree 9 DK/NA 17 10. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Now, as in the past, Jews exert too much influence on world events."
Strongly agree 14 Somewhat agree 26 Somewhat disagree 21 Strongly disagree 17 DK/NA 22 11. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Jews in Germany have too much influence on public opinion in our country."
Strongly agree 9 Somewhat agree 18 Somewhat disagree 26 Strongly disagree 26 DK/NA 21 12. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "The Jews are responsible for killing Christ."
Strongly agree 6 Somewhat agree 8 Somewhat disagree 14 Strongly disagree 36 DK/NA 36 13. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Jews have made vital contributions to the development of German science and culture."
Strongly agree 29 Somewhat agree 32 Somewhat disagree 10 Strongly disagree 5 DK/NA 24 14. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Money plays a more important role for Jews than for other people."
Strongly agree 20 Somewhat agree 25 Somewhat disagree 16 Strongly disagree 17 DK/NA 22 15. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Jews are motivated by feelings of revenge more so than others."
Strongly agree 11 Somewhat agree 24 Somewhat disagree 20 Strongly disagree 21 DK/NA 24 16. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "The Jews are to blame for their own misfortune."
Strongly agree 3 Somewhat agree 9 Somewhat disagree 25 Strongly disagree 42 DK/NA 21 17. Please tell me whether you strongly agree, somewhat agree, somewhat disagree, or strongly disagree with the following statement: "Jürgen Möllemann deserves credit for taking on the Central Council of Jews in Germany."
Strongly agree 9 Somewhat agree 14 Somewhat disagree 24 Strongly disagree 31 DK/NA 22 18. a. Do you personally know anyone who is Jewish?
Yes 21 No 79 18. b. If yes: "In what context?"
In the family 5 Among your friends 26 Among your acquaintances 44 At work 8 Elsewhere 17
C. War on Terrorism
1. How do you see relations between the United States and Germany at present? Are they very good, good, not that good, or bad?Very good 1 Good 31 Not that good 48 Bad 10 DK/NA 10 2. How do you see the United States led war on terrorism? Do you think the United States is taking into account the interests of its allies in the fight against terrorism, or do you think the United States is acting mainly on its own interests?
Taking into account the interests of its allies 11 Acting mainly on its own interests 77 DK/NA 12 3. In your opinion, has the German government been too supportive of United States policies on the war against terrorism, not supportive enough, or has the German government taken about the right position?
Too supportive 10 Not supportive enough 9 About right 67 DK/NA 14 4. Do you favor or oppose the decision of the United States after September 11 to begin a war against terrorism?
Favor 63 Oppose 24 DK/NA 13
5. Some people claim that American intelligence services took part in the September 11 attacks. Do you think that this is possible?
Yes 16 No 49 DK/NA 35 6. What stance should Germany take with regard to possible military action against Iraq? Should Germany not participate in any way, should Germany participate only in the framework of a United Nations mission, or should Germany participate under all circumstances?
Not participate in any way 38 Participate in framework of United Nations 49 Certainly participate 4 DK/NA 9 7. Do you believe that Jewish influence on American politics is a significant factor in the planned U.S. military action against Iraq?
Yes 26 No 39 DK/NA 35 8. Do you think that Saddam Hussein is a threat to the West?
Yes 58 No 20 DK/NA 22 9. How do you rate the cultural achievement of the United States? Do you think that it is very substantial, substantial, hardly substantial, insubstantial?
Very substantial 6 Substantial 30 Hardly substantial 33 Insubstantial 15 DK/NA 16
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[Hier eine Kopie der gerade erschienenen Analyse von Herrn Rolf Behrens, Kommunikationswissenschaftler, zu der aktuellen Studie der BpB über die Nahostberichterstattung in den Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens - SIEHE AUCH BEIGEFÜGTES ATTACHMENT!!!!]
Anmerkungen zur bpb-Studie: „Nahostberichterstattung in den Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens"
Die neue Studie der Bundeszentrale für politische Bildung ist umfangreich – aber unvollständig. Sie basiert auf einem problematischen Modell der Nachrichtenentstehung und benutzt einen zu engen Begriff der „Wertung". Darüber hinaus werden zentrale Kritikpunkte an der deutschen Nahost-Berichterstattung nicht behandelt.
Problematische Grundannahmen
In der Vorbemerkung zur besprochenen Studie stellen die Autoren ihre forschungsleitenden Überlegungen und Grundannahmen dar. Darin heißt es: „Allen Informationsangeboten gehen (...) Ereignisse voraus, die nicht vom Fernsehen, sondern von politischen und gesellschaftlichen Akteuren geschaffen werden. Daher hat die Frage nach der Entwicklung der Ereignisrealität den Vorrang gegenüber der Frage nach der Medienrealität, wenngleich die Medienrealität die Bezugsebene ist, auf der die Analyse basiert." (S. 6)
Hierbei werden gleich zwei Probleme offenbar. Zum einen kann keineswegs davon ausgegangen werden, dass berichtete Ereignisse stets auf politische und gesellschaftliche Akteure zurückgehen. Vielmehr muss gerade im Fall des Nahostkonflikts davon ausgegangen werden, dass viele Ereignisse nur und ausschließlich aufgrund des Vorhandenseins von TV-Teams überhaupt passieren. Sehr eindrücklich wird dieser Umstand etwa in Esther Shapiras Dokumentation zum Tode Mohammed al-Duras gezeigt: Lange bevor es zur Straßenschlacht an der Nezarim-Kreuzung kam, hatten bereits mehrere TV-Teams ihre Kameras aufgebaut – und so den Ablauf der Gewalttaten gleichsam provoziert.
Das zweite Problem liegt in der Konzentration auf die Medienrealität: Die Untersuchung analysiert ausschließlich, was tatsächlich in den Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens gezeigt wird. Für eine umfassende Aussage über die Nahostberichterstattung wäre es aber unverzichtbar, auch zu untersuchen, welche Aspekte von Realität nicht gezeigt werden. So vernachlässigt die Untersuchung die zentrale Frage, warum die deutschen Fernsehnachrichten nicht über bestimmte Themen berichten, die für ein Verständnis des Konflikts zentral sind: etwa über die Hass-Propaganda in palästinensischen Schulbüchern und den massiven Antisemitismus arabischer Medien.
Untersuchungsdesign
Das Analysedesign kann aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht als vorbildlich bezeichnet werden. Der mehrjährige Untersuchungszeitraum (1999 – 3/2002) und die Mehrstufen-Analyse aller vorhandenen Nachrichtensendungen liefern eine große Datenfülle und ermöglichen fundierte Aussagen zur Berichterstattung.
Ergebnisse
Auch wenn die Autoren für sich in Anspruch nehmen, mit ihrer Studie zu einer „Versachlichung der Diskussion" beizutragen, anstatt „einen weiteren Beleg über ein vermeintlich negatives Erscheinungsbild Israels mit Forderungen zu positiverer Berichterstattung" (S. 9) zu liefern (gerade so, als seien alle Studien, die das negative Image Israels belegen, unsachlich), ermitteln sie in ihrer Untersuchung im Grunde das, was andere Wissenschaftler in anderen Untersuchungen bereits festgestellt (und teilweise beklagt) haben:
- die Nahostberichterstattung wird weitgehend auf konflikthaltige Ereignisse reduziert (S. 13)
- der Konflikt wird auf wenige visuelle Stereotype reduziert: Steinewerfer, Panzer, Trauerzüge, zerstörte Häuser, etc. (S. 14)
- der Konflikt wird als Duell zwischen Arafat und Sharon personalisiert (S. 12)
- in der Berichterstattung wird eine Asymmetrie zwischen israelischer Militärmacht auf der einen und palästinensischen Steinewerfern auf der anderen Seite dargestellt (S. 115)
- die Rolle des Aggressors wird seit der Wahl von Ministerpräsident Ariel Sharon immer stärker der israelischen Seite zugewiesen (S. 66)
- die israelische Militärmacht erscheint zunehmend als Täter, die palästinensische Zivilgesellschaft als Opfer; diese Tendenz wird dadurch verstärkt, dass die Handlungen palästinensischer Terroristen meist unsichtbar bleiben und nur in gesprochenen Texten auftauchen, während die militärischen Aktionen der Israelis stets vor den Augen der Kameras geschehen. Den Panzern stehen bei ihren Aktionen meist Steinewerfer gegenüber (S. 123)
- diese Bilder rühren an menschliche Grundwerte wie Gerechtigkeit, Mut, Vergeltung, Bestrafung des Aggressors und Schutz der Schwachen (S. 128): „Die Ungleichheit fordert den Zuschauer zur Herstellung eines Gleichgewichts auf, das durch Solidarität mit den Schwächeren erreicht werden könnte. (...) So könnte sich eine emotionale Aufladung der Konfliktdarstellung auf den distanzierten Fernsehzuschauer übertragen und ihn zur Solidarität mit der Seite der Opfer, der Schwachen und Unterlegenen ermuntern." (S. 131)
Problematischer Begriff „Wertung"Angesichts dieser Befunde ist es umso unverständlicher, warum die Autoren der Studie den Journalisten der untersuchten Nachrichtensendungen attestieren, sie zeigten einen „seriösen Präsentationsstil" (S. 12) und entsprächen „weitgehend den Forderungen nach Neutralität" (S. 81): Journalisten gehen demnach „generell zurückhaltend mit explizit formulierten Wertungen" um (S. 83).
Diese Einschätzung ist auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zum einen haben die Autoren der ausdrücklich deskriptiven, also nur beschreibenden Analyse (vgl. S. 8), die Logik der Nahostberichterstattung – und damit auch zahlreiche Wertungen – übernommen, ohne dies zu erkennen. Deutlich wird dieser Sachverhalt in Kapitel 2, in dem aus dem Inhalt der untersuchten Sendungen eine Chronologie der Ereignisse von 1999 – 2002 erstellt wird. Dabei finden sich zahlreiche Bewertungen israelischer Politik, was den Autoren aber offenbar nicht auffällt. So werden etwa israelische Siedlungen als „illegale Siedlungen" bezeichnet (S. 33). Ferner heißt es: „in Gaza versammeln sich trauernde Palästinenser, die jugendliche Opfer der israelischen Gewalt beerdigen", „Barak verteidigt seine Politik in der Knesset und verurteilt die Palästinenser" (S. 34); „israelische Kampfhubschrauber greifen Bethlehem mit Raketen an", palästinenische Terroristen sind „Aktivisten" oder „Fatahaktivisten" (S. 35); „Der neue Ministerpräsident Scharon will dem Friedensprozess weniger Gewicht beimessen" (S. 36); „Auf die eskalierende Gewalt im Westjordanland reagiert die israelische Armee mit Panzern gegen Heckenschützen", „die israelische Armee besetzt den Gaza-Streifen", „die israelische Armee zerstört ein palästinensisches Flüchtlingslager" (S. 37); „die israelische Armee greift (...) Bethlehem mit Kampfhubschraubern an", „Der Konflikt eskaliert weiter, als die Israelis mit Raketen das PFLP-Hauptquartier angreifen", „Selbstmordanschläge und israelische Vergeltungsschläge durch das Militär wechseln sich weiterhin ab" (S. 39); „Unter den Vergeltungsschlägen der israelischen Armee markiert die Zerstörung der Landebahn des Flughafens von Gaza einen neuen Höhepunkt." (S. 40)
Die kurze Auswahl zeigt: Die Autoren übernehmen umstrittene Begriffe („Flüchtlingslager", „illegale Siedlung", „Aktivisten", „Gewaltspirale"), die entscheidende Bedeutung für die Deutungshoheit im Nahost-Konflikt haben, ohne diese zu problematisieren. Gleiches gilt für die Darstellung, Israel bombardiere ganze Städte, und für die Gleichsetzung von Terroranschlägen gegen israelische Zivilisten mit israelischen Militäraktionen gegen Terroristen.
Der zweite Faktor, der zu der Aussage führt, die Journalisten der analysierten Sendungen hielten sich mit expliziten Wertungen zurück, ist die sehr enge Definition des Begriffs „Wertung", die die Autoren anwenden: „Unter journalistischen Wertungen, um die es hier geht, werden verbale Äußerungen eines Journalisten verstanden, in denen explizit eine zustimmende oder ablehnende Meinungsposition erkennbar wird, die der sachlich neutralen Darstellung nicht mehr völlig entspricht. Damit sind material- und auswahlbedingte visuelle sowie indirekte Wertungen von vorneherein ausgeschlossen." (S. 80)
Gleichzeitig merken die Autoren aber an: Immer wiederkehrende Bilder (wie Panzer gegen Steinewerfer) „behaupten sich unabhängig vom journalistischen Begleittext durch ihren emotionalen Eigenwert." (S. 14) Diese „Bildsequenzen begünstigen die Entstehung impliziter Wertungen" (S. 124).
Im Klartext: Die Journalisten nehmen auch dann Wertungen vor, wenn sie in ihren gesprochenen Begleittexten keine ausdrücklichen Äußerungen tätigen. Schon im Moment der Bildauswahl trifft der Journalist nämlich die Entscheidung über eine implizite Wertung, die allein vom Gehalt der TV-Aufnahmen ausgeht (Bspl.: Aufnahme eines Steinewerfers gegen übermächtigen Panzer löst Mitleid aus – egal, was der Text sagt).
Diese impliziten Wertungen sind oftmals wirkmächtiger und immer perfider als offene Wertungen. Denn würde der Journalist offene Wertungen aussprechen, könnte der Zuschauer sich leicht eine eigene Meinung zum Standpunkt des kommentierenden Journalisten bilden. Da der Nachrichten-Journalist sich jedoch einer klaren verbalen Wertung enthält, entsteht beim Rezipienten der Eindruck, er habe es mit einem objektiven Berichterstatter zu tun. Das so entstehende Vertrauen des Zuschauers gegenüber dem Berichterstaater kann möglicherweise dazu beitragen, die Effektivität und Reichweite der impliziten Wertung zu vergrößern.
Die vorliegende Studie versäumt es, diese zentrale Problematik zu thematisieren. Ferner sparen die Autoren vollkommen die Entstehung der Bilder aus. Dass die meisten Kameramänner auf dem Gebiet der PA Palästinenser sind, ist oftmals ausschlaggebend für den Inhalt der produzierten und gesendeten Bilder. Es gehört zur Verantwortung von Nachrichten-Journalisten – und der Autoren der vorliegenden Studie –, auf solche Sachverhalte hinzuweisen.
Stuttgart, 17.12.2002 Rolf Behrens M.A.
Kontakt: Rolf Behrens, Bült 20, 48143 Münster, Fon: 0251/4841889 Mobil: 0160/8206388, E-mail: Rolf_Behrens@... -
[NOCH EIN LESERBRIEF ZU DIESEM THEMA....]
-----Original Message-----
From: Katrin Mundle
Sent: Sunday, December 15, 2002 12:37 PM
To: Sacha Stawski
Subject: Studien zur Berichterstattung NahostHallo Sacha,diese beiden Studien fielen mir im Zusammenhang mit dem Thema Nahost-Berichterstattung auf:ISRAELI UND PALÄSTINENSER IM SPIEGEL DER MEDIENANALYSE DER NAHOST-BERICHTERSTATTUNG IM ZEITRAUMENDE SEPTEMBER BIS NOVEMBER 2000Vom Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität ZürichDuisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS)"Die Nahost-Berichterstattung zur Zweiten Intifada in deutschen Printmedien, unter besonderer Berücksichtigung des Israel-Bildes"download der Kurzfassungen in englisch und deutsch:Gruß,Katrin
-
[EMAIL VON DIETMAR HECHT, VOM GYMNASIUM ST. MICHAEL AN UNSERE MAILINGLISTE...]
-----Original Message-----
From: St. Michael [mailto:gsanktmich@...]
Sent: Tuesday, December 17, 2002 7:55 AM
To: Dritter Weg
Cc: sstawski@...
Subject: Website mit Dr. Hannelore NoackSehr geehrte Mitglieder der Liste!Dass Konfrontation auch viel Gutes produziert, zeigt ein Projekt, das sich im Laufe unserer Kontroverse in Zusammenarbeit mir Frau Dr. Hannelore Noack entwickelte und nun in die Tat umgesetzt wird: Verteufelung der JudenDie angegebene Website wird weiter ausgebaut. Z.Zt. ist sie zunächst eher ein Entwurf. Vielleicht har der eine oder andere von Ihnen weitere Ideen dazu.Mit freundlichen Grüßen!Dietmar Hecht
- [EMAIL VON DIETMAR HECHT, VOM GYMNASIUM ST. MICHAEL AN MICHAEL SCHMIDT, EIN MITGLIED UNSERER MAILINGLISTE...]
-----Original Message-----
From: St. Michael [mailto:gsanktmich@...]
Sent: Tuesday, December 17, 2002 7:54 AM
To: Dritter Weg
Cc: mschmidthrcd@...; sstawski@...
Subject: Re: Demokratieverständnis und Antisemitismus
Sehr geehrter Herr Schmidt!
Als Antwort auf Ihre beiden Mails erlaube ich mir auf eine Veranstaltung
hinzuweisen, die in Koperation zwischen der Stadt Ahlen und dem Gymnasium
St. Michael für Januar geplant ist: Moderiert von Herrn Christoph Münz
(Deutscher Koordinierungsrat für Jüdisch-Christliche Gesellschaften) wird
ein öffentliches Gespräch zu der Frage stattfinden: "Israelkritik an
Schulen - ein Tabu?" Herr Stawski wird von der Stadt Ahlen zu diesem
Gespräch eingeladen. Es steht natürlich auch Ihnen und Ihren Freunden frei
zu kommen. Inzwischen haben wir uns zu diesem Problemfeld auch juristisch
kundig gemacht und da liegen die Dinge speziell was den Bereich Schulen
betrifft, doch etwas komplexer, als Ihre mit dem Metier "Schule" offenbar
nicht sehr vertrauten Argumentationen den Anschein erwecken.
Ferner ist mit Frau Esther Schapira angedacht, ihren Film zur Rolle der
Medien im Nahostkonflikt vor genau den Schülergruppen zu zeigen, die das
Referat von Marcel Pott gehört haben. So werden die "verdrehten
Schülerköpfe" vielleicht wieder zurechtgerückt.
Mit freundlichen Grüßen!
Dietmar Hecht
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[EIN VORANGEGANGENES EMAIL VON MICHAEL SCHMIDT AN HERRN HECHT...]
-----Original Message-----
From: Michael Schmidt
Sent: Tuesday, December 17, 2002 12:41 AM
To: Triebzurwahrheit
Subject: WG: Demokratieverständnis und AntisemitismusSehr geehrter Herr Hecht,
bei einem heutigen Besuch auf der Webseite des St.-Michaels-Gymnasiums, Ahlen stelle ich fest, dass in der Darstellung des Geschichtskurses (Jahrgangsstufe 11) "Die islamische Welt und der Westen" der Link auf die Berichte der Arbeitsgruppen mit den Theorien über angeblich jüdisch dominierte Medien an der amerikanischen Ostküste und ihren Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen seit gestern weggefallen ist.
Sie und ich wissen, dass die einmal verbreiteten Stereotypen in den Köpfen der Arbeitsgruppenteilnehmer weiterhin vorhanden sind, und ebenso bei denen, die diese Webseite gelesen haben. Weiterhin aktiv sind auch diejenigen oder derjenige, der die antisemitischen Stereotypen über die Arbeitsgruppen verbreitet hat.
Hiergegen wirksam, mit dem Mittel der Aufklärung und der Selbsttätigkeit vorzugehen war die Absicht meines unten nochmals wiedergegebenen Schreibens.
Eine rechtliche Auseinandersetzung, die uns ohnehin nur in die Bereiche des § 130 StGB führen würde, lag und liegt mir fern.
Über eine Antwort, sobald Ihre Zeit es zulässt, würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüssen
Michael Schmidt
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[EIN WEITERES VORANGEGANGENES EMAIL VON MICHAEL SCHMIDT AN HERRN HECHT...]
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Michael Schmidt
Gesendet: Sonntag, 15. Dezember 2002 18:58
An: triebzurwahrheit@...
Betreff: Demokratieverständnis und AntisemitismusSehr geehrter Herr Hecht,
ich bin Mitglied der Gruppe Honestly Concerned, einer Gruppe besorgter Bürger die sich für eine wahrhaftige Nahostberichterstattung und gegen Antisemitismus einsetzen. 1942 in Deutschland geboren habe ich als Kind die katastrophalen Folgen kennengelernt, die Rassenhass und Demagogie damals über unser Land gebracht haben und ich engagiere mich, um eine Wiederholung zu vermeiden.
Dem Webauftritt der Stadt Ahlen und des St. Michael-Gymnasiums folgend fand ich die Darstellung des Geschichtskurses (Jahrgangsstufe 11) "Die islamische Welt und der Westen" und die Berichte der Arbeitsgruppen, die, wie ich es verstehe, aus Diskussionen mit einer Ahlener islamischen Gemeinschaft hervorgegangen sind.
In drei der fünf Arbeitsgruppenberichte des, wie ich vermute, von Ihnen geleiteten Kurses lese ich diese Aussagen:
Arbeitsgruppe 5
"Auch kann es sich kein Amerikanischer Präsident erlauben sich gegen Israel zu stellen, da vor allem die Ostküste Amerikas in den Medien von Juden beherrscht wird"
Arbeitsgruppe 3
"Israel nahm zudem in der Politik der amerikanischen Präsidenten schon immer ein besondere Rolle ein, da die gesamte Presse der amerikanischen Ostküste von jüdischen Redakteuren geleitet wird, die Presse jedoch entscheidenden Einfluß bei der amerikanischen Präsidentenwahl hat."
Arbeitsgruppe 5
"Ein weiterer Punkt, der dem amerikanischen Präsidenten dazu bewegt, Israel zu unterstützen, ist, dass er die Presse für seine Wiederwahl braucht. Diese aber wäre nicht gewährleistet, wenn er Israel kritisiert oder sogar die Zahlungen einstellt, da ein großer Teil der bedeutenden Presse in Amerika viele jüdische Mitglieder hat."
Stereotype dieser Art sind in Deutschland zuletzt in der Weimarer Republik benutzt worden, um die demokratischen Institutionen zu diskreditieren. Als Deutscher fühle ich mich dafür verantwortlich, dass der gefährliche Unsinn nicht schon wieder ohne Einspruch und Widerrede verbreitet werden kann und bitte dabei um Ihre Mithilfe und die Mithilfe des St.-Michael-Gymnasiums und der Stadt Ahlen.
Ich stelle mir vor, dass an Ihrem Gymnasium Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich, durchaus auch unter islamischer Beteiligung, mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
1. Was ist die "Presse der amerikanischen Ostküste" und wie unterscheidet sie sich in ihrer Haltung zum Staate Israel von anderen Medien in den USA und der westlichen Welt? Welche empirischen Daten sind hierzu verfügbar oder wie können sie erhoben werden?
2. Was ist der Einfluß der Medien auf die Politik demokratisch verfasster Gesellschaften im Vergleich zu nicht-demokratisch verfassten Gesellschaften? Vergleiche hierzu die USA, Deutschland und Israel einerseits, Saudi Arabien, den Iran und die palästinensische Autonomiebehörde andererseits.
3. Welche Rolle spielen ethnisch oder religiös bestimmte Gruppen in amerikanischen Wahlen und als Lobbyisten? Untersuche dies anhand des Einflusses hispanischer, irischer, albanischer, jüdischer, arabischer, indischer, afrikanischer und ostasiatiascher Amerikaner. Welches Verständnis für diese vielfältigen Einflüsse können wir in ethnisch und religiös geschlossenen Gesellschaften wie z.B. einigen islamisch oder christlich geprägten Staaten erwaren?
4. Welche Rolle spielt das Stereotyp einer angeblichen jüdischen Verschwörung in den Medien bei Versuchen, antidemokratische Kräfte zu mobiliseren? Gibt es Parallelen zwischen den heutigen Kampagnen radikalislamischer Kräfte im Nahen Osten und den Kampagnen der nationalen Rechten im Deutschland der Weimarer Republik? Welche Schlussfolgerungen ziehen wir ggf. daraus?
5. Welche Rolle spielen antisemitische und antiwestliche Vorurteile für die Jugend von Feudalgesellschaften in politischen und wirtschaftlichen Kristensituationen? Vergleiche hierzu die antisemitischen Ideologien des Jungen Deutschland vom Zusammenbruch Preussens 1808 bis zum Wartburgfest einerseits und die radikalislamische Bewegung heute.
6. In der New York Times von heute, 15. Dezember 2002 beschreibt der Kolumnist Thomas L. Friedmann eine beginnende innerarabische-innermoslimische Konversation und zitiert einen Artikel von Usama Ghazali Herb aus der führenden ägyptischen Zeitung Al Ahram.
Usama Ghazali Herb sage, die schlimme Lage der moslemischen Welt heute sei nicht das Ergebnis irgendeiner äusseren Verschwörung, sondern die Folge der Tatsache, dass "eine extremistische Minderheit den religiösen Glauben gekapert (hijacked) hat und ihn in eine Konfrontation mit der ganzen Welt hineinführt, während die breite Mehrheit der Moslems dazu schweigt ... Diese Extremisten werden von konservativen Kräften gestützt, die sich vor Fortschritt und Modernisierung fürchten." Was die moslemische Welt dringend brauche, so Harb, sei ein Fortschrittsmodell, das funktioniert, und er fragt sich, ob Ägypten bereit sei, diese Rolle zu übernehmen.
Friedmann zitiert auch den Kolumnisten Abdullah Abu Sameh, der in der saudiarabsichen Tageszeitung darüber klagt, dass moslemische Extremisten "die Köpfe [einiger unserer jungen Menschen] mit einer fanatischen Ideologie und einer falschen Interpretation des Djihad vollgestopft haben - als einem Werkzeug, andere Menschen zu unterdrücken und zu beherrschen".
Er beruft sich auch auf Abdul Rahman al-Rashed, der in der Tageszeitung Asharq al Awsat über die hohe Anzahl junger Saudis unter den Terroristen vom 11. September sagt: "Es ist besser, sich den Fakten zu stellen als Entschuldigungen zu suchen ... Die Ursache für die Radikalisierung unserer Jugend war die Kultur der Gewalt, welche die religiöse Erziehung infiltriert hat..." Um den Frieden und die Versöhnung mit der Welt wieder zu erlangen, müssen, so Abu Sameh, "unsere Jugendlichen umerzogen (re-educated) werden und Gewalt - ein unserer Gesellschaft fremdes Konzept - muss geächtet werden".
Ich stelle mir vor, dass es besonders für eine deutsch-arabische Arbeitsgruppe interessant sein könnte, die Erfolgsaussichten einer solchen Versöhnung und Umerziehung im Vergleich zur deutschen Nachkriegsgeschichte vom Zusammenbruch 1945 bis zur Wiedervereinigung 1990 zu erforschen, sowohl in politischer, wirtschaftlicher und moralischer Hinsicht als auch im Hinblick auf den persönlichen Lebensstil der Arbeitsgruppenteilnehmer und -teilnehmerinnen.
Natürlich sind dies nur Vorschläge, und es mag bessere Themen geben, um dem Vorurteil mit einem Schulprojekt entgegenzuwirken.
Gerne bin ich bereit, ein solches Projekt auch finanziell zu unterstützen, z. B. durch Übernahme der Kosten für ein Flugtickett zur amerikanischen Ostküste (max. EUR 350 für Hin- und Rückflug) und einen Besuch beim Wall Street Journal oder der New York Times für einen Teilnehmer / eine Teilnehmerin derjenigen Arbeitsgruppe, die das überzeugendste Ergebnis abliefert.
Bitte lassen Sie mich wissen, was Sie von dieser Idee halten, oder was sonst getan werden kann, um der Verbreitung des antisemitischen und antidemokratischen Unsinns einer angeblichen jüdischen Verschwörung in der amerikaischen Ostküstenpresse Einhalt zu gebieten.
Mit freundlichen Grüssen
Michael Schmidt
[EIN WEITERER EMAIL AUSTAUSCH ZWISCHEN HERRN HECHT UND EINEM ANDEREN MITGLIED UNSERER MAILINGLISTE - ZUERST DIE ANTWORT DES HERRN HECHT AUF EINEN LESERBRIEF VON RUTH FINK (siehe Sonderausgabe vom 8.12.02)]
-----Original Message-----
From: St. Michael [mailto:gsanktmich@...]
Sent: Monday, December 16, 2002 8:54 AM
To: Ruth Fink (DSM)
Subject: Re: zum Forum: - [EMAIL VON DIETMAR HECHT, VOM GYMNASIUM ST. MICHAEL AN MICHAEL SCHMIDT, EIN MITGLIED UNSERER MAILINGLISTE...]
(Message over 64k, truncated.)