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INN 19.04.2004, 16:05 Uhr Wachsender Antisemitismus in der arabischen Welt
BERLIN (inn) - Politiker, Wissenschaftler und Journalisten haben sich auf einer Tagung im Centrum Judaicum in Berlin mit dem wachsenden Antisemitismus in der islamischen Welt befasst. "Arabische Religionsvertreter und Medien verbreiten uralte antisemitische Klischees, Verschwörungstheorien und Hetze gegen jüdische Bürger und den Staat Israel - das muss verurteilt werden", sagte Sacha Stawski, Mitinitiator der Tagung und Chefredakteur der Nahost-Informationsgruppe "Honestly Concerned".
Die Weltöffentlichkeit und Politiker sollten eingehender als bisher über die gefährlichen antisemitischen Strömungen in der arabischen Welt informiert werden, so Sacha Stawski weiter. "Blickt man in die arabischen Medien, finden sich antisemitische Vorurteile, die identisch zu denen aus der Nazizeit sind und im Fernsehen, Rundfunk und über das Internet sowie in offiziellen Predigten verbreitet werden. Verschwörungstheorien über Bluttrinkende oder Kindermordende Juden werden in Sendungen ebenso verbreitet wie die Darstellung von Juden als Würmer, Spinnen oder Terroristen, die die Welt vergiften und beherrschen wollen", so Sacha Stawski in seinem Vortrag.
Schon längst habe sich etwa das antisemitische Werk "Die Protokolle der Weisen von Zion" oder auch Hitlers "Mein Kampf" zu Bestsellern in der arabischen Welt entwickelt. "Das Schlimme ist: antisemitische Aussagen werden als Fakten präsentiert und verwurzeln sich in den Köpfen der Bevölkerung." Ziel sei die Diskreditierung der Juden und ihre Legitimation, in einem eigenen Staat zu leben. "Die Auswirkungen der antisemitischen Propaganda in den Medien: auch Palästinenser werden zur Zerstörung des Staates Israel und zum Kampf gegen Juden aufgehetzt."
Die Wurzeln des islamischen Antisemitismus legte Klaus Faber dar, Staatssekretär a.D., Rechtsanwalt und Publizist in Postdam sowie Geschäftsführender Vorsitzender des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Potsdam. Trotz einiger judenfeindlicher Aussagen im Koran habe es den Antisemitismus im Islam nicht ursprünglich gegeben, eine entscheidende Rolle im Transfer des Antisemitismus habe zunächst eine "orientalische christliche Minderheit" und später die "antisemitische Propaganda Hitlerdeutschlands" gespielt.
Anhand eines Zitates aus der ägyptischen regierungseigenen Tageszeitung "Al-Akhbar" machte Klaus Faber deutlich, wie gerade der Holocaust nicht nur geleugnet, sondern auch für Judenhass missbraucht wird. In der ägyptischen Zeitung schrieb ein Kommentator:
"Hitler selbst, den sie des Nazismus beschuldigen, ist in meinen Augen nur ein bescheidener Schüler des Mordens und Blutvergießens. Er ist völlig unschuldig bezüglich des Vorwurfs, er hätte sie, die Juden, in der Hölle des angeblichen Holocaust verbrannt. Das gesamte Thema ist, wie viele französische und britische Forscher bestätigt haben, allein ein großer israelischer Betrug, um insbesondere die deutschen Regierungen, aber auch die europäischen Staaten im Allgemeinen, zu erpressen. Ich persönlich aber mache Hitler - angesichts dieser phantasievollen Erzählung - große Vorwürfe. Ich sage ihm von ganzem Herzen: Bruder, hättest du es doch getan! Würde es doch tatsächlich passieren! Damit sich die Welt von seinem Übel und seinen Sünden erhole. Seit ihrem Entstehen hegen die Juden Feindseligkeiten und Hass gegen den Islam und die Muslime. Immer und ewig schmieden sie Pläne gegen sie, planen Verschwörungen gegen sie und Verbrechen, griffen Partei für ihre, der Muslime, Feinde und ihre Besetzer. ... Sie versuchen fortwährend alles, was großartig und schön ist, zu beschmutzen und zu verunstalten. Im Grunde sind sie das Muster moralischer Schlechtigkeit, Gemeinheit und Niedertracht. Gott verfluche sie mehr und mehr bis in alle Ewigkeit. Amen."
"Diese Auszüge aus der ägyptischen Zeitung enthalten eine dehumanisierende, zum Mord aufrufende antisemitische und zugleich antiisraelische Agitation", sagte Klaus Faber. "Sie wäre in Deutschland strafbar und sollte in keinem Land, das den Menschenrechtskonventionen der Vereinten Nationen beigetreten ist, geduldet oder gar in regierungseigenen Zeitungen veröffentlicht werden." Hier gelte es von Seiten der Politik, klare Initiatioven gegen Antisemitismus in der arabsichen Welt einzuleiten.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer unterstützte den Vorschlag einer entsprechenden Resolution der UN-Vollversammlung. "Schon jetzt sind Entwicklungshilfegelder an Bedingungen gebunden wie 'Good Governance' und Menschenrechte", sagte Sibylle Pfeiffer. "Nach solch einer Resolution könnten die Vereinten Nationen Gelder an die Bedingung knüpfen, gegen Antisemitismus vorzugehen."
An der von Organisationen wie dem Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Honestly Concerned oder dem Moses Mendelsohn Zentrum veranstalteten Podiumsdiskussion nahmen neben Sacha Stawski und Klaus Faber unter anderen auch der Korrespondent der israelischen Tageszeitung "Jediot Aharonot", Eldad Beck, Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee in Berlin oder der Budnestagsabgeordnete Prof. Gert Weisskirchen, außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, teil.
Weitere Informationen finden Sie im Interent auch unter www.honestly-concerned.de(ad)
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NEWSLETTER DER ISR. BOTSCHAFT - Präsentation über arabischen Antisemitismus
Im Rahmen der Berliner Podiumsdiskussion über den „Islamischen Antisemitismus in Nahost und Europa – seine Auswirkungen auf alte und neue Konflikte“ vom 1. April 2004 ist auf der Website von Honestly Concerned eine Präsentation veröffentlicht worden, die arabische Verschwörungstheorien sowie arabischen Antisemitismus in TV-Serien und auch Karikaturen, teils im Vergleich mit jenen des „Stürmer“ darstellt. Die Präsentation bezieht mit einem Forderungskatalog vehement Stellung gegen Antisemitismus jeglicher Art. Sie ist online einzusehen unter: http://honestly-concerned.org/Arabischer-Antisemitismus/sld001.htm
- ULRICH W. SAHM - Die letzten beiden Juden reden nicht miteinander
Jerusalem, 19.04.2004 - Von der jüdischen Gemeinde Afghanistans ist nicht mehr viel übrig geblieben. Exakt zwei Juden leben noch in Kabul, Sebulon Jom-Tov und Jitzchak Levi. Sie leben im gleichen Gebäudekomplex. Aber was sie auszeichnet: Sie reden mit miteinander und sind sich "spinnefeind". Das berichtet ein jüdischer Journalist, dessen Identität vertuscht wurde und der zwei Wochen nach dem von ihm in Afghanistan gefilmten Passahfest seinen Bericht dem Zweiten Kanal des israelischen Fernsehens zur Verfügung gestellt hat.
Siman Tov empfängt den Journalisten in einen Gebetsmantel gefüllt und mit umgeschnallten Gebetsriemen. Er wird bei den Vorbereitungen zum traditionellen Passah-Essen gefilmt. Ungesäuerte Brote, Matza, hatte er aus Amerika gespendet bekommen.
Der andere Jude, Jitzchak Levy, wohnt buchstäblich um die Ecke, in einer anderen Wohnung im gemeinsamen Innenhof. Beide Juden Afghanistans begegnen sich, grüßen sich aber nicht einmal. Auch Levy bereitet das Passah-Mahl vor mit den traditionellen Speisen. Siman Tov behauptet, dass Levy Schlechtes über ihn den Taliban Behörden gepetzt habe. Levy verzeiht Siman Tov nicht, der Presse Schlechtes über ihn gesagt zu haben. Die gegenseitige Feindseligkeit dauert schon seit Jahren an.
Siman Tov ist alleine in Kabul zurückgeblieben, seit seine Frau gestorben ist. Seine Kinder sind nach Israel ausgewandert und leben heute in Holon, südlich von Tel Aviv. Während Jitzchak Levy alleine in einem umgewühlten Zimmer mit abgeblätterter Farbe an den Wänden Reiskörner nach Steinchen durchsucht, erzählt er von seinen vier Söhnen und einer Tochter, die heute in der südisraelischen Stadt Beer Schewa leben.
Touristen hatten von Siman Tov gehört und versammelten sich bei ihm zum traditionellen Passah Mahl. Es wurde auf dem Fußboden eingenommen. Eine ausgebreitete Decke diente als Tisch. Levi feierte ganz alleine, interessierte sich aber sehr, wie das Fest bei seinem Erzfeind verlaufen war.
Versuche jüdischer Organisationen, die beiden zu "retten" und nach Israel zu bringen scheiterten schon vor Jahren, unmittelbar nachdem die Amerikaner in Afghanisten einmarschiert waren und die letzten Juden Afghanistans erste Kontakte mit der Außenwelt aufnehmen konnten.
- NEWSLETTER DER ISR. BOTSCHAFT/IDF - Hintergrund Abdel Aziz Rantisi
Auf dem wöchentlichen Kabinettstreffen bedankte sich Ministerpräsident Sharon bei den Sicherheitskräften für die erfolgreiche Ausführung der Operation, bei welcher der Hamasführer Rantisi am Wochenende getötet wurde. Sharon betonte noch einmal die politische Richtlinie der israelischen Regierung auf der einen Seite den diplomatischen Prozess zur politischen Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes voranzutreiben und auf der anderen Seite die terroristischen Organisationen und deren Führer weiter anzugreifen.
Verteidigungsminster Shaul Mofaz äußerte während des selben Treffens, dass Rantisi einer derjenigen Führer der Hamas war, der die Politik des Terrors gegen Israel formulierte und immer wieder die Zerstörung Israels forderte.
Die israelische Armee veröffentlichte einige Hintergrundinformationen zur Person Rantisi:
Rantisi war einer der Gründer der radikal-islamischen Terrororganisation Hamas und mit hauptsächlich verantwortlich für die Politik der Selbstmordattentate gegen israelische Ziele.
Rantisi, 56, wurde erst kürzlich zum Führer der Hamas ernannt und ersetzte somit Achmed Yassin. Rantisi war einer der führenden Köpfe bei der Formulierung der terroristischen Strategie der Hamas und diente als deren Sprecher. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Hetze gegen Israel und rief wiederkehrend zu Selbstmordanschlägen gegen Israel auf.
Rantisi war einer der sechs Gründer der Hamas 1987 und diente als Kopf der Organisation in Khna Ynuis im Gaza-Streifen.
Rantisi wurde mehrfach von den israelischen Behörden in den 80er und Anfang der 90er Jahre verhaftet. 1992 wurde er zusammen mit 400 weiteren Extremisten der Hamas und des Islamischen Dschihads nach Libanon ausgewiesen, wo er wiederum als Sprecher der Gruppe fungierte. Im Dezember 1993 wurde Rantisi für den Aufbau terroristischer Strukturen verhaftet, nachdem dem er von anderen Hamasmitglieder belastet wurde.
Nach seiner Freilassung im April 1997 begann Rantisi mit der Neuausrichtung der Hamas und Gaza und genoss dabei die Unterstützung der extremistischen Mitglieder sowie der Hamas-Führung im Ausland. Rantisi versuchte die bisherige Hamas-Führung, die von 1995-97 in Gaza agierte, zu entfernen, da sie seiner Meinung nach zu moderat war.
Zwischen 1997-2000 wurde Rantisi mehrfach von der Palästinensischen Autonomiebehörde für seine Opposition gegenüber Yasser Arafat zeitweise verhaftet, war jedoch fähig, seine Position innerhalb der Hamas zu festigen und auszubauen.
Seit dem Ausbruch der jüngsten Gewaltwelle im Jahr 2000 verstärkte sich Rantisis Position innerhalb der Hamasstrukturen. Er forderte andauernde Selbstmordattentate innerhalb Israels, Angriffe auf israelische Siedlungen innerhalb des Gazastreifens, die Entführung israelischer Soldaten und das Abfeuern von Granaten und Kassam-Raketen auf israelische Ziele.
Rantisi war verantwortlich für die Gründung und Kontrolle von mehreren terroristischen Zellen innerhalb der Hamas.
Rantisi sprach sich wiederkehrend vehement gegen einen Waffenstillstand sowie eine friedliche Lösung zwischen Israel und der PA aus und unterminierte jegliche diplomatische Versuche der PA durch den Aufruf zum Terror gegen Israel.
Seine öffentlichen Kommentare zur Fortsetzung des bewaffneten Kampfes gegen Israel wurde von der Hamas als operationale Richtlinie zum Ausführen von Anschlägen umgesetzt.
Folgende Aussagen wurden von Abdel Aziz Rantisi seit dem 26. Januar 2004 geäußert (Quelle Hamas-Internetseite):
„Es wird keine Zugeständnisse auch nur für einen Zentimeter palästinensischen Landes gemacht, da es islamisches Territorium ist.“
„Es wird keine Anerkennung für das geben, was sich der ‚der Staat Israel’ nennt.“
„Gewaltsamer Widerstand ist die einzige Option für die Wiederherstellung unserer gestohlenen Rechte.“
In einem Interview vom 9.April 2004 äußerte er zudem:
„Wir sprechen zu den Muslimen im Irak, wir sind mit euch in eurem Kampf gegen den amerikanischen Terror und Zerstörung, wir sind mit euch in eurem Krieg in Verteidigung des Islams. Wir sprechen zu dem Kämpfer und Kommandeur Mokutada A-Sadr: Hamas steht an deiner Seite und segnet euren Dschihad und wünscht euch mit der Hilfe Gottes, dass ihr gewinnen und erfolgreich sein werdet.“
(IDF Sprecher)
- MFA - Prime Minister Ariel Sharon's Address at the Opening Ceremony of the Holocaust Martyrs & Heroes Remembrance Day Jerusalem, April 18, 2004
Distinguished Guests,
Sixty years ago the fate of Nazi Germany was determined. Its total defeat was already in sight. The salvation of humanity broke forth as if it were at the end of a last night watch.
However, even in its final death throes, while its armies were defeated and retreating on all fronts, the monster would not let go of its prey. Even when it was cast down with crushed limbs, beaten on every side it did not let go of its lust for Jewish blood. With its remaining strength, until the very end, it sought to destroy the last Jew. Its lines were breached, its army was repelled, its cities were destroyed, all its systems were disrupted, and only one apparatus remained intact, precise and efficient to the very end: the mechanism to destroy the Jews.
Apparently, the cursed Nazis knew and felt in the depth of their consciousness that the Jewish people embodied, through the Law of G-d, Ethics of the Prophets and the Bible, the total, polar and complete opposite of the racial and evil doctrine of the Third Reich. The Jewish values, the vision of peace, the sanctity of man, for he was created in G-d's image. The Ten Commandments constitute the cornerstones of human civilization, liberty, equality, progress and the essence of life. It is these that Hitler and his worshippers conspired to ruin, to uproot, to destroy and to dry up, in order to inflict on the human race a primal age of darkness, in which the supreme race, as it were, rules over all human beings.
The Nazis realized that as long as there are Jews on the face of the earth, as long as there is one Jew who keeps his faith and Jerusalem as a guiding light, the Reich would not stand firm, and it would fall. And in this day and age, like in ancient times, the Nazi oppressor devised to destroy, kill, and exterminate all Jews, young and old, women and children, and so it fell and will be forever an abomination.
The defeat of Nazi Germany by the Allied Forces constituted a victory of the spirit of man, the spirit of Zion and Jerusalem. More than anything else, the establishment of the State of Israel symbolized the victory of light over darkness and the victory of justice and hope. The existence of the State of Israel ensures that our brothers and sisters who were murdered in the Holocaust will forever be remembered. It is our duty to them to remember and commemorate every single one; their names, their photographs, their life stories. We should use all technological means at our disposal, to reach every person around the world, and plant their images in our own hearts, and in the hearts of our children and grandchildren. This is the little we can do for them.
"I was not one of the six million", wrote the poet Yehuda Amichai. "I was not among them, but the fire and smoke remained in me, and the pillars of fire and pillars of smoke light my way night and day..."
The State of Israel does not forget. We know what hatred of Israel caused in the past. We watch with open eyes the beacons of enmity and hostility around us, and we have learned our lesson. We will never permit today's murderers and those of tomorrow to hurt our people. Whoever dares to do so will be struck. We seek peace it is our wish and our dream, but we will not sheath our defending sword.
Israel calls on the Free World to stand with us in the dangerous struggle for the preservation of light and liberty. We call on every free person to remember, and never forget. Link: http://tinyurl.com/2pxxu
- INN 18.04.2004, 20:51 Uhr Holocaustgedenktag 2004: „Bis zum letzten Namen“
JERUSALEM (inn) – Am Sonntagabend hat in Israel der Holocaustgedenktag begonnen. An der traditionellen Feierstunde in der Holocaustgedenkstätte Jad VaSchem in Jerusalem, die über alle israelischen Rundfunk- und Fernsehkanäle übertragen wurde, nahmen unter anderen Staatspräsident Katzav, Regierungschef Scharon, der Knessetvorsitzende Rivlin und die Oberrabbiner Israels Metzger und Amar teil. Die Feier stand unter dem Thema „Bis zum letzten Juden, bis zum letzten Namen“.
Präsident Mosche Katzav erinnerte daran, dass beispielsweise zwei Drittel der ungarischen Judenheit innerhalb von nur zwei Monaten vernichtet wurden – während „die Welt die Augen schloss“. Bis heute sind nicht alle Dokumente über die europäische Judenvernichtung gesammelt und ausgewertet, erinnerte er im Blick auf den Auftrag an die Holocaustgedenkstätte und erwähnte besonders die neuerliche Welle des Antisemitismus in Europa: „Es ist unsere Aufgabe, das Andenken an jeden Einzelnen der sechs Millionen ermordeten Juden zu bewahren.“
Premierminister Ariel Scharon bezeichnete den Sieg über den Nationalsozialmus als „Sieg des Geistes der Menschlichkeit, Zions und Jerusalems“. Weiter rief er die freie Welt auf, „sich zu besinnen und niemals zu vergessen.“ Israel werde auch den „Mördern von heute und denen von morgen“ nicht erlauben, dem jüdischen Volk Schaden zuzufügen.
Die Holocaustüberlebenden, die traditionell die sechs Fackeln im Andenken an die sechs Millionen Ermordeten entzündeten, stammten von der griechischen Insel Rhodos, aus der Tschechoslowakei, Ungarn, Litauen und Polen. Jeder erinnerte in wenigen Sätzen in kurzen Filmausschnitten an die entscheidenden persönlichen Erinnerungen an den größten Völkermord Europas. Die Fackeln wurden den Überlebenden jeweils von einem Enkel überreicht, als sichtbares Zeichen dafür, dass es Hitler und seinen Helfershelfern nicht gelungen ist, das jüdische Volk zu vernichten.
In bewegender Weise stellte eine Holocaustüberlebende, die vier Vernichtungslager überlebt hat und als einzige ihrer großen Familie im Jahre 1949 nach Israel einwandern konnte, den Bezug zur aktuellen Lage her: „Wir müssen auch in diesen schweren Tagen unser Heimatland bewahren. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass wir kein anderes Haus, keine andere Heimat haben.“ Auch die Lesung des aschkenasischen Oberrabbiners Jona Metzger aus Psalm 83 und das Kaddisch-Gebet seines sephardischen Kollegen, Schlomo Amar, sprachen direkt in die aktuelle, so aussichtslos scheinende Situation des jüdischen Staates.
Generalstabschef Mosche Ja’alon hatte vor Beginn der Gedenkfeier vor Journalisten betont: „Wir werden nicht zulassen, dass sich die Vergangenheit wiederholt“. Den Zermürbungskrieg mit radikalen palästinensischen Islamisten nannte er in diesem Zusammenhang eine „komplizierte Schlacht, in der die Armee ihre moralischen und qualitativen Normen bewahren“ müsse.
Am Montag werden 6.000 Jugendliche aus Israel und anderen Ländern im polnischen Auschwitz am „Marsch der Lebenden“ teilnehmen. Um elf Uhr Ortszeit werden in Israel zwei Minuten lang im ganzen Land die Sirenen heulen. Ein ganzer Staat wird in dieser Zeit im Gedenken an die sechs Millionen ermordeten Juden still stehen. Radio- und Fernsehprogramme, der Schulunterricht und das gesamte gesellschaftliche Leben Israels sind an diesem Tag auf das Gedenken an den Völkermord während des zweiten Weltkrieges ausgerichtet.
Offiziell wird der Holocaustgedenktag Israels am Montagabend durch eine Gedenkfeier im Haus der Ghettokämpfer im Kibbutz Lochamei HaGhettaot zwischen Akko und Naharija in Nordisrael abgeschlossen. Kinder und Enkel von Holocaustüberlebenden werden dort über das Thema „die zweite und dritte Generation“ sprechen.
- INN Auseinandersetzung zwischen orthodoxen und messianischen Juden 19.04.2004, 15:01 Uhr
ARAD (inn) - In der Stadt Arad westlich des Toten Meeres leben seit Jahrzehnten Juden, die an Jesus glauben. Jetzt ist es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Ultra-Orthodoxen (Haredim) und den messianischen Juden gekommen.
Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" am Sonntag berichtet, gehören 20 Familien zu der messianisch-jüdischen Gemeinde. Einige von ihnen sind seit 30 Jahren in Arad zu Hause. Die Haredim werfen ihnen vor, Jugendliche zum Religionswechsel zu verführen. Vor ein paar Tagen demonstrierten sie auf einem Parkplatz vor dem Haus einer Jüdin, die Mitglied der messianischen Gemeinde ist.
Der aschkenasische Oberrabbiner der israelischen Stadt, Ben-Zion Lipsker, forderte die "Lügner" auf, die Stadt zu verlassen. "Wir wollen keine Missionstätigkeit" und ähnliche Sätze waren auf Transparenten zu lesen.
"Sie verteilen Propagandamaterial, das zum Religionswechsel auffordert", sagte Rabbi Lipsker dem aktuellen Dienst der "Jediot Aharonot". "Wir sind entschieden dagegen. Sie verführen die Jugendlichen, sich ihrer Religion anzunähern. Dabei tarnen sie sich als Juden. Wenn sie sich wenigstens ein Kreuz umhängten, wüsste man, dass es sich um Christen handelt."
Er fügte hinzu: "Wir werden nicht mit einer Missionstätigkeit unter den Juden unserer Stadt einverstanden sein. Wie (der getötete Hamas-Gründer Scheich Ahmed) Jassin wollte, dass unsere Leichen aufgehängt werden, so wollen sie unsere Seelen und unser Leben."
Die Mitglieder der messianischen Gemeinde sehen sich einer Hetze durch die Haredim ausgesetzt. "Wir arbeiten und dienen in der Armee, auch unsere Kinder", so Jakim Pigras, einer der Gemeindeleiter. "Die meisten von uns sind Juden, aber unser Glaube ist ein bisschen anders. Glauben kann man nicht mit Gewalt aufzwingen oder gegen Geld verkaufen. Wer anders denkt, hat noch nicht begriffen, was Glaube ist."
- INN 19.04.2004, 14:48 Uhr "BILD"-Kommentar: "Zweierlei Maß im Nahost-Konflikt"
HAMBURG (inn) - Weltpolitiker messen im Nahostkonflikt gerne mit zweierlei Maß. Das schreibt der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Kolumnist der "BILD"-Zeitung, Hans-Olaf Henkel, in einem Kommentar in der Montagsausgabe des Blattes. Er bezieht sich dabei auf die Tötung von Hamas-Chef Abdel Asis Rantisi durch Israel.
"Wenn Terrorchefs jungen Arabern 72 Jungfrauen im Paradies versprechen, damit sie israelische Zivilisten in die Luft sprengen, ist das den Weltpolitikern nicht mehr als ein Schulterzucken wert", so Henkel. Schicken "diese Verbrecher" junge Frauen oder Jugendliche mit Sprengstoffgürteln und Bomben in Richtung Israel, so werde gerade mal mit "Betroffenheit" reagiert.
Wenn es allerdings einen solchen Hamas-Führer wie Rantisi selbst trifft, sei die weltweite Empörung plötzlich grenzenlos. "Es zeigt sich mal wieder, wie gern in diesem Konflikt mit zweierlei Maß gemessen wird", schreibt Henkel.
Henkel bezeichnet sich als "leidenschaftlichen Gegner der Todesstrafe". Er hasse jedes Töten, aber er hasse auch zweierlei Maß.
- INN 19.04.2004, 14:20 Uhr 16-jähriger Palästinenser wegen Anschlagsversuchs vor Gericht
JERUSALEM (inn) - Ein israelisches Militärgericht hat am Sonntag Anklage gegen einen 16-jährigen Palästinenser erhoben. Dem Jugendlichen werden versuchter Mord und unerlaubter Sprengstoffbesitz vorgeworfen.
Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" meldet, handelt es sich bei dem Palästinenser um Hussam Abdo. Soldaten hatten ihn am 24. März am Kontrollpunkt Hawara südlich von Nablus in Samaria verhaftet. Er trug acht Kilogramm Sprengstoff an seinem Körper.
In der Anklageschrift heißt es, Abdo sei von den Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden gesandt worden, die zur Fatah-Partei von PLO-Chef Jasser Arafat gehören. Er sollte sich am Hawara-Kontrollpunkt in die Luft sprengen. Dafür habe er umgerechnet rund 20 Euro erhalten.
Offenbar hatten andere Jugendliche den Kontakt zwischen Abdo und erwachsenen Mitgliedern der Terrorgruppe hergestellt. Seitens der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden gibt es widersprüchliche Angaben zu dem Vorfall. Mehrere Anführer wiesen den Vorwurf zurück. Mitglieder der Gruppe aus dem Flüchtlingslager Balata bei Nablus sagten jedoch, sie hätten Abdo gesandt.
Die Familie des Jugendlichen erklärte unterdessen, die Terrorgruppe habe es ausgenutzt, dass Abdo wegen seiner kleinen und schmächtigen Gestalt unter Komplexen litt. Nach der Festnahmen des Jungen im März hatte die Armee zunächst gemeldet, sie habe einen Zehnjährigen mit einem Sprengsatz verhaftet.
Das Gerichtsverfahren gegen Abdo soll am 8. Juli eröffnet werden. Falls er für schuldig befunden werden sollte, könnte er zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt werden.
- INN 19.04.2004, 13:24 Uhr Gebet gegen Trennungsplan
JERUSALEM (inn) - Der einseitige Trennungsplan von Israels Premierminister Ariel Scharon wird in der israelischen Bevölkerung unterschiedlich aufgenommen. Jetzt hat der ehemalige Knesset-Abgeordnete Rav Hanan Porat ein Gebet geschrieben, in dem er Gott um Hilfe für die Siedler bittet.
"Das Gebet soll das Bewusstsein in unsere Herzen bringen, dass der Kampf um die Siedlungen in Israel nicht nur ein politischer und sicherheitsbezogener Kampf ist", sagte Porat dem aktuellen Dienst der Tageszeitung "Jediot Aharonot". "Es ist auch ein geistlicher Kampf um die Heiligen der Nation und die Grundlagen unseres Glaubens. Wer seine Hand anlegt, um Siedlungen von ihrem Land zu entwurzeln, verletzt nicht nur die Siedler selbst, sondern das jüdische Erbe und das Gebet von Generationen."
Der Rabbiner, der bis 1999 die Nationalreligiöse Partei und die Nationale Union in der Knesset vertreten hatte, kritisierte Finanzminister Benjamin Netanjahu und Erziehungsministerin Limor Livnat. Diese hatten nach mehrtägiger Überlegung mitgeteilt, dass sie den Trennungsplan befürworten.
"Schade um sie", so Porat. "Sie sind gescheitert. Livnat hat sich als Waschlappen entpuppt. Es tut mir sehr um Ministerin Livnat leid, um ihr unjüdisches und nicht-zionistisches Denken. Netanjahu war immer eine Wetterfahne. Aber es kann noch eine Situation entstehen, in der die Öffentlichkeit von unten etwas anderes sagt. Noch ist nichts abgeschlossen."
Der 60-Jährige forderte Israelis auf, das Gebet zu sprechen und in den Synagogen zu verbreiten. Er glaube an die Kraft des Gebetes, so der Rabbiner.
Das Gebet im Wortlaut:
"Vater unser im Himmel, Fels und Erlöser Israels, segne Deine geliebten Kinder, die in Deinem ganzen heiligen Land siedeln und seine Erde bebauen, vom Negev bis zum Golan und vom Jordan bis zum Meer, darunter auch Deine teuren Kinder, die treu und beharrlich sind - in Judäa, Samaria und im Gazastreifen.
Unser Vater, unser König, der Sein Volk zurückführt und Kinder wieder in ihr Land bringt! Bitte, stärke ihren Geist und ermutige ihr Herz, damit sie angesichts unserer Feinde bestehen können, die über uns kommen und nach unserem Leben trachten. Und auch alle, die Schlechtes mit ihnen vorhaben und die Kinder aus ihrem Land entfernen wollen. Zerbrich schnell ihre Pläne und verfluche ihre Gedanken, damit Deine Freunde gerettet werden und sicher in ihrem Land siedeln.
Herr der Welt, gib bekannt, dass es in Deiner Welt Menschen gibt, die Du liebst. Und erfülle an uns, was Du durch Deinen Propheten Amos versprochen hast: 'Ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Land ausgerottet werden' (Amos 9,15) - von jetzt an und für immer."
- INN 19.04.2004, 12:49 Uhr Tote und Verletzte bei verschiedenen Zwischenfällen
TIBERIAS/GAZA (inn) - Zwei israelische Araber haben am späten Sonntagabend das Feuer auf israelische Grenzpolizisten in Galiläa eröffnet. Die Polizisten erwiderten die Schüsse - dabei wurde einer der Angreifer getötet, der andere wurde mittelschwer verletzt.
Der Vorfall ereignete sich gegen 22 Uhr westlich der Golani-Kreuzung.
Im Gazastreifen erschossen Soldaten am Sonntagabend zwei Palästinenser, die offenbar Anschläge geplant hatten.
Die Armeeangehörigen hatten das Feuer auf einen bewaffneten Palästinenser eröffnet, der entlang der Kissufim-Gusch-Katif-Straße am Boden kroch. Bei dem Leichnam wurden mehrere Handgranaten sowie ein Sturmfeuergewehr vom Typ Kalaschnikov gefunden.
Ein zweiter Palästinenser war bereits nahe einer Gewächshausanlage in die Ortschaft Netzarim eingedrungen. Als Soldaten ihn entdeckten, eröffneten sie das Feuer. Dabei kam der Mann ums Leben. Armeeangaben zufolge war er unbewaffnet. Ein Militärsprecher teilte jedoch mit, dass ein Palästinenser, der nach Einbruch der Dunkelheit in eine jüdische Ortschaft eindringt, Terrorabsichten habe. Möglicherweise habe er Informationen für spätere Anschläge sammeln wollen.
Am frühen Montagmorgen feuerten Palästinenser im Gazastreifen sechs Kassamraketen auf jüdische Siedlungen in der Gegend und auf Ziele in Israel. Eines der Geschosse landete in der Ortschaft Nisanit im Norden des Gazastreifens. Dabei wurde ein 22-jähriger Israeli mittelschwer verletzt.
- INN 19.04.2004, 11:39 Uhr Zehntausende bei Rantisis Beisetzung
GAZA (inn) - Zehntausende Palästinenser haben sich am Sonntag in Gaza-Stadt von Abdel Asis Rantisi verabschiedet. Der Führer der radikal-islamischen Hamas war am Samstagabend bei einem israelischen Raketenangriff auf sein Fahrzeug getötet worden. Außer ihm kamen der Fahrer und ein Leibwächter ums Leben.
"Gestern haben sie gesagt, sie hätten Rantisi getötet, um die Hamas zu schwächen", sagte der hochrangige Hamas-Führer Ismail Hania vor mehr als 70.000 Trauernden in der größten Moschee der Autonomiestadt. "Aber sie träumen. Jedes Mal wenn ein Märtyrer fällt, wird die Hamas gestärkt. Sie wird vielleicht in eine Krise geraten, nachdem sie ihre Führer verloren hat, aber sie wird nicht besiegt werden."
Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet, rief die Palästinensische Autonomiebehörde drei Tage der Trauer aus - wie bereits nach dem Tod des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin Mitte März. PLO-Chef Jasser Arafat ließ in seinem Hauptquartier in Ramalla ein Trauerzelt aufstellen.
Die Hamas drohte mit Vergeltung. "Es ist unser Schicksal in der Hamas und unser Schicksal als Palästinenser, als Märtyrer zu sterben", sagte Hania am Samstag. "Der Kampf wird unsere Bestimmung nicht schwächen oder unseren Willen brechen."
Den Namen von Rantisis Nachfolger gab die Hamas nicht bekannt. Die Terror-Organisation befürchtet, dass auch dieser von den Israelis getötet wird. Israel hat angekündigt, den politischen Führer der Hamas, Chaled Maschal, ebenfalls anzugreifen - er hält sich in der syrischen Hauptstadt Damaskus auf.
Weltweit stieß die Tötung Rantisis auf Kritik. Nur die US-Regierung hielt sich zurück. Der Gegenkandidat von Präsident George W. Bush, John Kerry, gestand Israel sogar "jedes Recht der Welt" zu, "auf gegen es gerichtete Terrordrohungen zu reagieren". Nach Ansicht des demokratischen Präsidentschaftsanwärters wird die Hamas auf israelischer Seite einen Verhandlungspartner finden, sobald sie den Pfad des Terrors verlasse.
Der palästinensische Premier Ahmed Qrea bezeichnete die Tötung Rantisis als "direktes Ergebnis" der Ermutigung Israels durch die USA. Auch die radikal-islamische Hisbolla machte die Vereinigten Staaten für den Raketenangriff verantwortlich, weil sie "die Deckung für die Morde in Israel" gewährleisteten.
Israels Verteidigungsminister Schaul Mofas verteidigte die Aktion. Rantisi sei ein Kinderarzt gewesen, der Kinder ermordet habe, sagte er dem israelischen Armeesender. Deshalb sei er auf der Abschussliste ganz oben gewesen. Sein Tod werde die Hamas schwächen.
Auch Oppositionsführer Schimon Peres billigte den Angriff auf Rantisi: "Es ist nicht die Art von Operation, die wir begeistert ausführen. Wir tun das, weil wir keine Wahl haben. Wir müssen mit all unserer Kraft gegen den Terror kämpfen. Aber wir müssen den Palästinensern auch erzählen, dass der Terror nicht nur unser Feind ist, sondern auch ihrer."
Israel hatte bereits am 10. Juni vergangenen Jahres versucht, Rantisi zu töten. Damals feuerten Kampfhubschrauber sieben Raketen auf sein Fahrzeug in Gaza-Stadt ab. Rantisi wurde am Bein verletzt, zwei Passanten wurden bei dem Angriff getötet.
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US-Präsident George W. Bush hat sich hinter den einseitigen Trennungsplan von Israels Premierminister Ariel Scharon gestellt. Dieser sieht einen kompletten israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen vor. In Judäa und Samaria sollen fünf große jüdische Siedlungen Teil des Staates Israel bleiben. Palästinensische Flüchtlinge sollen nicht in Israel, sondern in einem zu gründenden Palästinenserstaat eine neue Heimat finden können. Bushs Äußerungen haben internationale Kritik ausgelöst, da die meisten Staaten eine von beiden Konfliktparteien ausgehandelte Lösung befürworten. Wie beurteilen Sie die Haltung des US-Präsidenten?
- NOF PA lässt „Kollaborateure“ festnehmen 19/04/2004 ....aber gegen Terroristen wird nichts unternommen...cwem
(nahostfocus) – Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat mehrere Palästinenser festnehmen lassen, denen Kollaboration mit Israel vorgeworfen wird. Sie sollen Informationen an Israel weitergegeben haben, die zu der gezielten Tötung des damaligen Chefs der radikalislamischen Terrororganisation Hamas, Scheich Ahmed Jassin, geführt hätten. Ein hoher Vertreter der PA-Sicherheitskräfte sagte gegenüber Reportern, an mehrere Palästinenservertreter sei die Warnung ausgegeben worden, sie seien ebenfalls von israelischen Liquidationsversuchen bedroht. Ob es sich dabei um Vertreter der PA oder palästinensischer Terrorgruppen handelt, wurde nicht klar.
- NOF Stratfor: Saudi-Arabien warnt USA vor neuen Anschlägen 19/04/2004
(nahostfocus) – Das angesehene Stratfor-Institut für strategische Analysen schreibt in seinem neuesten Länderbericht über Saudi-Arabien, die Regierung in Riad habe die USA kürzlich vor bevorstehenden Anschlägen gegen US-Vertretungen und Firmen im Königreich gewarnt. Die habe laut Stratfor auch den Abzug mehrerer Mitarbeiter der US-Botschaft in Riad und ihrer Familienangehörigen zur Folge gehabt. Die US-Botschaft arbeite zur Zeit nur noch mit einer Notbesetzung.
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Reaktionen auf die Liquidierung von Hamasführer Rantisi ...
NOF Shimon Peres zeigt Verständnis für Rantisi-Tötung 18/04/2004
(nahostfocus) – Der israelische Oppositionspolitiker Shimon Peres hat in seiner sozialdemokratisch orientierten Arbeitspartei (Avoda) für Überraschung gesorgt, als er am Sonntag Verständnis für die Liquidierung des neuen Hamasführers Abdel Aziz Rantisi zeigte. Vor drei Wochen hatte er noch die Tötung des vorherigen Führers der Terrororganisation, Scheich Ahmed Jassin, kritisiert. „Wer Kriminelles tut, zahlt den Preis dafür und muss um sein Leben fürchten“, sagte Peres. Beobachter werten den Kurswechsel Peres' als Anzeichen einer eventuell bevorstehenden Regierungsbeteiligung der Avoda.
Zehntausende Palästinenser beteiligten sich unterdessen am Sonntag in Gaza an der Beisetzung von Rantisi. Die Leichen des Terrorführers und der mit ihm getöteten Leibwächter wurden vom Krankenhaus durch die völlig überfüllten Strassen von Gaza-Stadt zur größten Moschee getragen. Frauen warfen dabei laut Presseberichten Blumen und Süßigkeiten auf die Trauerprozession.
- BRANDAKTUELL....
- Bild/T-Online Kommentar Zweierlei Maß Von HANS-OLAF HENKEL
Wenn Terrorchefs jungen Arabern 72 Jungfrauen im Paradies versprechen, damit sie israelische Zivilisten in die Luft sprengen, ist das den Weltpolitikern nicht mehr als ein Schulterzucken Wert.
Schicken diese Verbrecher junge Frauen mit Sprengstoffgürteln auf einen Markt in Tel Aviv oder, wie kürzlich der Fall, einen 16-Jährigen mit Bomben im Rucksack in Richtung Israel, dann wird gerade mal mit "Betroffenheit" reagiert.
Trifft es mit dem Hamas-Anführer einen solchen Drahtzieher selbst, ist die weltweite Empörung plötzlich grenzenlos. Es zeigt sich mal wieder, wie gern in diesem Konflikt mit zweierlei Maß gemessen wird.
Als leidenschaftlicher Gegner der Todesstrafe kritisiere ich sowohl die Volksrepublik China als auch diejenigen der US-Staaten, in denen der Staat Menschen umbringen lässt.
Ich hasse jedes Töten. Aber ich hasse auch zweierlei Maß.
- Ostsee-Zeitung Montag, 19. April 2004 Israel tötet Hamas-Chef Rantisi Arafat gestärkt
Er spreche "von der Befreiung g a n z Palästinas", antwortete Abdel Asis Rantisi der "Zeit" im Vorjahr auf die Frage nach dem Widerstand gegen die israelische Besatzung in Gazastreifen und Westbank. Das Wort "Israel" war für den Hamas-Chef tabu. Nicht tabu war für den früheren Kinderarzt der Einsatz von Kindern als Selbstmordbomber gegen Israel.
Rantisis Liquidierung ist zweifellos rechtlich fragwürdig. Aber sie ist brutale, fast logische Konsequenz des eskalierenden israelisch-palästinensischen Konflikts. Weil Hamas nach wie vor die Vernichtung des "zionistischen Gebildes" Israel anstrebt, sieht die Scharon-Regierung keinerlei Dialogbasis mit Terroristen. Folge: Israel hat im Vorjahr den Militärchef der Hamas Abu Said, im Vormonat ihre religiöse Ikone Scheich Jassin und jetzt den politischen Kopf Rantisi getötet.
Es gibt mehrere Motive für Ariel Scharons unerbittliches Vorgehen gegen Hamas. Es geht nicht nur um Bekämpfung des Terrors, den auch Islamischer Dschihad und Aksa-Brigaden gegen israelische Zivilisten verüben. Vielmehr geht es um die Zukunft des Gazastreifens, aus dem Scharon bis Anfang 2006 alle jüdischen Siedler und Soldaten abzuziehen gedenkt. Bis dahin will er die Hamas derart geschwächt haben, dass Nichtislamisten dort das Sagen bekommen.
Mit der dialogresistenten Hamas ist friedliche Koexistenz unmöglich. Sehr wohl mit den vergleichsweise gemäßigten, säkularen Kräften der PLO. Insofern dürfte der Tod des dritten Hamas-Führers Jassir Arafat gestärkt haben. Der Präsident ist, trotz Duldung des Terrors, dialog- und friedensfähig. Er ist gewählter Repräsentant. Scharon steht nur vor dem Problem, ihn für irrelevant erklärt zu haben. Doch das war Arafat schon einmal, bevor er mit Rabin und Clinton die Oslo-Friedensabkommen verhandelte. JÜRGEN SCHULTZ
- ZUM THEMA "JUGENDAUSTAUSCH KREIS SIGEN-WITTGENSTEIN UND KREIS EMEK HEFER" ... "Wie eine Liebesbeziehung..."
Der Abschiedsabend schließlich war zwar ein freudiges Ereignis, bei dem aber auch einige Tränen kullerten. Infos und Bilder zum Israelbesuch finden sich auch im Internet: » www.kreisjugendring.org «.
- KJR SZ-Bericht: Beim Abschied kullerten die Tränen 19.04.2004 um 19:45
sz Siegen/Emek Chefer. Am Wochenende ist der Jugendaustausch des Kreisjugendrings zwischen Siegen-Wittgenstein und dem israelischen Kreis Emek Chefer zu Ende gegangen. Hinter der 17-köpfigen Gruppe aus dem Siegerland liegen 15 erlebnisreiche, anstrengende und spannende Tage im »gelobten« Land. ...mehr
- KJR WR:"Vielleicht könnt ihr unser Handeln nun besser verstehen" 18.04.2004 um 19:55
Siegen-Wittgenstein/Emek Hefer. Die Reise nach Israel ist zu Ende. Nach zwei anstrengenden, aber vor allem abwechslungsreichen und interessanten Wochen kamen die fünfzehn Jugendlichen und ihre zwei Begleiter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein am Samstag erschöpft, aber glücklich zurück nach Deutschland. ...mehr
- KJR WP-Bericht: Junge Siegerländer wurden in die Wüste geschickt 15.04.2004 um 16:44
Negev. (wp) 17 junge Siegerländer wurden im Rahmen des Jugendaustausches mit dem Partnerkreis Emek Hefer sprichwörtlich in die Wüste geschickt. Natürlich ausgestattet mit genügend Wasser und einem ortskundigen Reiseführer. ...mehr
Jerusalem (AFP) - Israelische Soldaten haben zwei arabische Israelis angeschossen, die zuvor auf die Grenzwachen gefeuert hatten. Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntagabend an einer Straßenkreuzung bei Kafr Kanna im Norden Israels, wie aus israelischen Polizeikreisen verlautete. Die Ortschaft liegt rund acht Kilometer von Nazareth entfernt. Über die Hintergründe des Angriffs wurde zunächst nichts bekannt.
Kommentar: Wäre diese Überschrift nicht treffender und der Wahrheit näherkommend:
Zwei israelische Araber griffen israelische Soldaten an
Zwei arabische Israelis feuerten auf israelische Soldaten, die Soldaten konnten den Angriff abwehren. ...Israelnetz schreibt übrigends von Grenzpolizisten, das sind keine Soldaten, sondern wie unser Bundesgrenzschutz eine Polizei. cwem
Prime Minister Ariel Sharon pledged Sunday at the start of Holocaust Remembrance Day not to let "the murderers of today and those of tomorrow" rest, vowing to crush those who attack the Jewish people.
"We will never allow the murderers of today, and those of tomorrow to attack our people. He who dares do so will be harmed," Sharon vowed at the official state ceremony marking the opening of Holocaust Remembrance Day at Yad Vashem, where six torches were lit in memory of the six million Jews who perished in the Holocaust.
"We are turned towards peace, this is our desire, and this is our dream, but the sword of defense will not be returned to its sheath," he added.
In an earlier address, President Moshe Katsav made note of the wave of anti-Semitism spreading across Europe, less than sixty years after the end of the Holocaust.
"Could it be that the memory of the Holocaust braked anti-Semitism for only some decades?" Katsav asked aloud. >>
Sky News (eine britische Fernsehstation, die zu Rubert Murdochs Kette gehört) hat eine Sendung gebracht, deren Thema die Tötung des Hamas-Anführers Rantisi war. Ein Teil der Sendung war ein langes Interview mit Sir Andrew Green, einem ehemaligen britischen Botschafter in einer Reihe von arabischen Ländern. Seine Kommentare waren sehr israelfeindlich – er behauptete, dass diese Tötung den Frieden schaden wird und Großbritannien und den USA Schaden zufüge, etc. etc >>
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Yahoo Mehrere Raketenangriffe im Gazastreifen Montag 19. April 2004, 06:22 Uhr
Jerusalem (AP) Bei mehreren Angriffen mit Raketen und Mörsern in der Nacht zum Montag hat es im Gazastreifen einen Verletzten gegeben. Der israelische Mann wurde verletzt, als eine Rakete ein Haus in der Siedlung Nitzanit einschlug, wie ein Armeesprecher mitteilte. Militante Palästinenser feuern immer wieder Raketen auf israelische Gebäude und Siedlungen im Gazastreifen, allerdings sind der Schaden und die Zahl der Verletzten meist nur gering. >>
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INN Abdel Asis Rantisi, Medienstar der Hamas von Johannes Gerloff (Jerusalem)
"Wir warten alle auf den letzten Tag unseres Lebens, sei es durch eine Rakete oder durch Krebs", meinte Abdel Asis Rantisi in einem seiner letzten Fernsehinterviews. "Tod ist Tod, da ist kein Unterschied, sei es durch einen Apache-Helikopter oder durch Herzanschlag. Ich ziehe einen Apache vor..." Am späten Abend des 17. April 2004 hat ihm die israelische Luftwaffe diesen Wunsch erfüllt. Als zwei Raketen den weißen Subaru des Hamas-Führers vollkommen zerstörten, starben mit Rantisi zwei seiner Leibwächter.
Abdel Asis al-Rantisi wird im Oktober 1947 in Jubna, das heute in Israel, in der Nähe von Jaffa liegt, geboren. Während des israelischen Unabhängigkeitskrieges flieht seine Familie Mitte 1948 in den Gazastreifen. Dort wächst Abdel Asis im Flüchtlingslager Chan Junis auf.
In den 70er Jahren macht Abdel Asis Rantisi an der Universität Alexandria in Unterägypten eine Ausbildung zum Kinderarzt. In seiner Studienzeit kommt er in Berührung mit der Ichwan, der radikal-islamischen Muslimbruderschaft, die 1928 in Ägypten gegründet wurde und seit den 40er Jahren im Gebiet des britischen Mandats Palästina und seinen Nachfolgestaaten tätig ist.
1976 kehrt er aus Ägypten nach Gaza zurück, schließt sich offiziell der Ichwan an und findet nach der Eröffnung der Islamischen Universität Gaza im Jahre 1978 dort Arbeit. 1983 wird Rantisi von den Israelis als Leiter der Kinderabteilung des Krankenhauses von Chan Junis entlassen. In der Folgezeit wird er verschiedentlich von Israel verhaftet. In den letzten Jahren wohnte der Vater von sechs Kindern in Gaza-Stadt, im Stadtteil Sheich Radwan.
Im August 1988 gründet Dr. Abdel Asis Rantisi gemeinsam mit Sheich Ahmed Jassin, Abdel Fattah Duchan, Mohammed Schama, Ibrahim al-Jasur, Isa al-Nadschar und Salah Schehadeh die "Harakat al-Muqawamah al-Islamiyya", die "Islamische Widerstandsbewegung", abgekürzt "Hamas". Das arabische Wort "Hamas" bedeutet soviel wie "Begeisterung", "Enthusiasmus", "Eifer", "Mut" oder auch "Heldentat". In der hebräischen Bibel taucht das Wort ebenfalls auf, allerdings mit der Bedeutung "Gewalttat".
Im Dezember 1992 wird Abdel Asis Rantisi gemeinsam mit 414 anderen Hamas-Aktivisten von Israel nach Mardsch al-Suhur in den Südlibanon deportiert. Bald fällt der Kinderarzt als Sprecher der deportierten Islamisten auf. Im Rückblick bezeichnete Rantisi Mardsch al-Suhur als Wendepunkt: "Danach erschien Hamas auf der internationalen Bühne." In dieser Zeit erlernten die Hamas-Aktivisten von ihren Gesinnungsgenossen der schi’itischen Hisbolla die Technik der Selbstmordattentate. Nach seiner Rückkehr muss Rantisi noch einmal bis zum April 1997 in israelische Haft.
Nach der Rückkehr in die begrenzte Freiheit des Gazastreifens und auf die politische Bühne des Nahen Ostens profiliert sich Dr. Abdel Asis Rantisi als "Gesicht der Hamas". Wann immer die radikal-islamische Hamas-Bewegung an die Öffentlichkeit tritt, ist auch Rantisi mit dabei. Bald gehört sein Gesicht zu den vertrauten Gegebenheiten der Fernsehaufnahmen aus den Palästinensischen Autonomiegebieten. Seit Jahren ist der Hamas-Sprecher einer der populärsten Palästinenserführer, wenn man arabischen Umfrageergebnissen vertrauen darf.
Von Anfang an lehnten diese Islamisten jede Verständigung mit dem "zionistischen Feind" rundweg ab. Als "Märtyreroperationen" rechtfertigte der Medienstar die Selbstmordoperationen palästinensischer Terroristen. Seit Beginn der "Al-Aksa-Intifada" hat die Hamas nach Armeeangaben 425 Anschläge auf israelische Ziele, darunter 53 Selbstmordattentate, verübt, durch die 377 Menschen ums Leben kamen und 2.076 verletzt wurden.
"Das ist kein Terror", verteidigte Dr. Rantisi den Kurs seiner Bewegung im Januar 1998 in einem Interview mit der arabischen Zeitung "Kul al-Arab", "das ist eine Antwort auf den israelischen Terror, von Einzelnen und der israelischen Regierung, gegen palästinensische Zivilisten." Er versprach: "Wenn Israels aggressive Aktionen des Tötens, des Aushungerns, der Inhaftierung und des Siedlungsbaus aufhört, werden wir auch unsere Operationen gegen israelische Zivilisten einstellen."
Aus westlicher Sicht könnte man diese Aussagen als Rückzugsforderung an Israel auf die Waffenstillstandslinien von 1967 missverstehen. Aber der Hamas-Sprecher erteilte jedem Kompromiss eine eindeutige Absage: "Das ganze Land Palästina ist Teil des islamischen Glaubens und der Kalif Omar bin al-Chattab erklärte das Ganze als den Muslimen gehörig." Der erhobene Zeigefinger gilt auch verständigungsbereiten Volksgenossen: "Deshalb hat kein Einzelner und auch keine Gruppe das Recht, es zu verkaufen oder aufzugeben." Es ist kein Zufall, daß die Hamas Ende der 80er Jahre ihre militärische Laufbahn damit begann, vor allem Palästinenser, die der Gesprächsbereitschaft mit Israel verdächtigt wurden, zu ermorden.
Im Juli 2000 wird Abdel Asis Rantisi erstmals von der Palästinensischen Autonomiebehörde verhaftet, weil er die palästinensisch-israelischen Gespräche im amerikanischen Camp David als "Akt des Verrats" bezeichnet. Konsequent lehnt die von Rantisi vertretene Hamas-Führung jede Nahostfriedensinitiative ab.
Für eine "friedliche" Lösung des Nahostkonflikts ist Dr. Abdel Asis Rantisi trotzdem durchaus aufgeschlossen. So rief er Mitte August 2002 die Israelis mit (aus seiner Sicht wohl) versöhnlichem Unterton dazu auf, in ihre Ursprungsländer zurückzukehren, aus denen sie in den vergangenen 150 Jahren nach Israel eingewandert sind. Einzig ein "judenreines" Heiliges Land, abgesehen vielleicht von einer jüdischen Minderheit, die sich islamischem Recht unterwirft, kann aus seiner Sicht Frieden genießen.
Als versöhnliche Geste werteten ausländische Beobachter das wiederholte Angebot einer "hudna", eines "Waffenstillstandes", durch die Hamas. Den Israelis aber ist eine "hudna" nicht ausreichend, weil sie genau wissen, dass die von der Hamas-Bewegung vertretene islamische Theologie die Aufhebung des Waffenstillstandes verlangt, sobald der ungläubige Gegner und Besatzer islamischen Bodens schwach und damit besiegbar erscheint.
Unmittelbar nach der Tötung des Gründungsvaters und geistlichen Leiters der Hamas, Scheich Ahmed Jassin, am 22. März 2003 trat Rantisi dessen Nachfolge an. Doch er war kaum mehr als zwei Wochen Führer der radikal-islamischen Bewegung, als ihn die israelischen Raketen trafen.
Es gibt keinen Erben für Dr. Abdel Asis Rantisi. Rantisi fehlte das religiöse und persönliche Format seines Vorgängers Jassin. Aber weder Said Siam oder Mahmud a-Sahar, die jetzt von der politischen Hamas-Führung noch übrig sind, noch Ismail Hania, der ehemalige Bürochef von Scheich Ahmed Jassin, haben die Autorität von Rantisi. Deshalb ist die Tatsache, dass jetzt auch er einem israelischen Raketenangriff zum Opfer gefallen ist, ein Schlag, den Hamas nur schwer ausgleichen kann. Da die Hamas seit ihrer Gründung in kleinen, von einander unabhängigen und geheim operierenden Gruppen organisiert ist, hat diese erfolgreiche israelische Militäraktion allerdings keine unmittelbare Auswirkung auf die militärischen Möglichkeiten der radikalen Islamisten.
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Yahoo Die Hamas: Terror und Wohltätigkeit Anmerkung: Wobei letzteres wohl nur als geschickte Tarnung zu betrachten ist! cwem
Hamburg (dpa) - Die radikal-islamische Hamas ist in Europa und den USA als Terrorgruppe geächtet. Für viele Palästinenser ist sie dagegen eine unverzichtbare Wohltätigkeitsorganisation, die hilft, wo die Autonomiebehörde von Jassir Arafat versagt.
Hamas steht als Abkürzung für den arabischen Namen «Harakat Al-Muqawama Al-Islamija» (Bewegung des islamischen Widerstands). Ziel der Organisation ist die Errichtung eines islamischen Staates Palästina. Anders als die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) von Jassir Arafat lehnt sie eine Zwei-Staaten-Lösung und Friedensverhandlungen ab. In ihrer Charta ist der bewaffnete Kampf als einziger Weg zur Errichtung eines islamischen Palästinenserstaates verankert . >>
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Welt Angeschlagene Hamas erhöht ihr Ansehen bei den Palästinensern Neuer Chef der Organisation bleibt ungenannt von Norbert Jessen
Tel Aviv - Ein Nachfolger für den durch israelische Raketen liquidierten Hamas-Chef Abdelasis Rantisi wurde bereits ernannt. "Aber sein Name bleibt ungenannt", hieß es in einer Anweisung von Chaled Maschal, dem Chef der Auslandsführung in Damaskus. Die Schwächung der lokalen Hamas-Führung wird offensichtlich, je tiefer sich deren Anführer im Untergrund verstecken müssen. Doch so angeschlagen die Bewegung auch sein mag, ihr Ansehen in der palästinensischen Öffentlichkeit verstärkt sich in diesen Tagen - genauso wie der Drang nach Rache . >>
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Welt Die EU glaubt noch immer an die "Road-Map" von Katja Ridderbusch
Europa braucht den Friedensplan, um den Zugang zum Nahost-Konflikt nicht zu verlieren
Tullamore - Als die Nachricht von der Ermordung des Hamas-Führers Abdelasis Rantisi am späten Samstagnachmittag über die Nachrichtenticker lief, da saß EU-Chefdiplomat Javier Solana im Flugzeug zurück nach Brüssel, da hatten sich die 25 Außenminister der Europäischen Union in verschiedene Richtungen zerstreut, da verluden die Arbeiter in der irischen Kleinstadt Tullamore unter dem Trommeln des Regens Gipswand für Gipswand, Flagge für Flagge in große Lastwagen. Dort hatten Europas Außenminister nur wenige Stunden zuvor ihre Botschaft formuliert: Nur der Weg der Verhandlungen führt zum Frieden im Nahen Osten.
Zwischen Zorn und Pragmatismus waren die Europäer hin und her gerissen - und hatten sich für Letzteres entschieden. Europa, so waren sich die Minister bei ihrem informellen Treffen einig, will sich nicht von den USA auf eine politische Nebenbühne des Krisenschauplatzes Nahost abdrängen lassen. Doch anders als während des Irak-Krieges suchten die Europäer nicht den transatlantischen Bruch, sondern stellten dem neuen amerikanischen Kurs in der Nahost-Politik ein selbstbewusstes europäisches Angebot an die Seite. Die EU will mehr Verantwortung in der Region übernehmen, sie will die palästinensische Autonomiebehörde zu einem Engagement bei der Umsetzung der "Road-Map", des internationalen Friedensfahrplans, drängen. Deren naher Tod hing als Drohung über dem Verhandlungstisch von Tullamore, jener Stadt, die bis dahin vor allem bei Liebhabern irischen Whiskeys bekannt war. Denn kurz zuvor hatte US-Präsident George W. Bush in einem Brief an Israels Premier Ariel Scharon einer teilweisen Annexion des Westjordanlandes seinen Segen gegeben - und damit die "Road-Map" unterlaufen. >>
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Welt Tötung Rantisis bringt Scharon Rückhalt von Norbert Jessen
Kritiker im eigenen Lager schwenken nach Liquidierung auf Kurs des Premiers - Palästinenser schwören Rache
Tel Aviv - In ganz Gaza war die Explosion zu hören. Das Auto des neuen Chefs der Hamas-Bewegung, Abdelasis Rantisi, stand sofort in Flammen. Es folgte ein Stromausfall in der Al-Dschalaa-Straße, die nach drei Liquidierungen im Volksmund mittlerweile Todesstraße genannt wird.
"Die Explosion war stärker als sonst", berichteten Augenzeugen. Der Angriff war aber auch präziser als andere: Zwei Leibwächter des Hamas-Chefs starben sofort. Rantisi selbst wenig später im Krankenhaus. Sein Sohn und vier Passanten wurden leicht verletzt.
"Ein solcher Angriff ist nur mit Hilfe von Agenten vor Ort durchzuführen", so die Einschätzung eines Experten im Radiosender Kol Israel. Über Wochen hatten zudem Drohnen, unbemannte Aufklärungsflugzeuge, die Stadt überwacht. Bereits letzte Woche kam Rantisi so ins Visier israelischer Raketen. Das war nach einem Treffen mit Mohammed Dahlan, dem starken Mann Arafats in Gaza. Um diesen nicht zu gefährden, blieb der Schießbefehl zunächst aus. >>
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Telegraph-UK Spare Us the Righteous Tears at the Death of Another Monster - Barbara Amiel
None of us likes "extra-judicial" measures, but it is hypocrisy laid on with a trowel to suggest that psychotic beings such as Yassin and Rantisi are anything other than murderers in cold blood. Hamas and similar groups, such as Hizballah, Islamic Jihad or Arafat's al-Aqsa Martyrs' Brigades, have no interest in an honorable two-state solution. Apologists for these groups routinely condemn suicide bombers and then describe them as part of "the cycle of violence in the Middle East" which would stop if only Israel would address their grievances. No doubt. Their grievance is the existence of Israel. Arab terrorism against the State of Israel began in 1948 and never stopped.
If you are against Israel's security fence, in favor of the Arab so-called "right of return" (a demographic weapon of mass destruction which no Israeli government could accept), and opposed to Israel's withdrawal plans, the only possible end you have in mind is the total elimination of the Jewish state.
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By Howard Galganov Good-bye Rantisi - Rest In Pieces - Shame On You CNN.
Breaking News - Abdel Aziz Rantisi "was" a clairvoyant with the ability to foresee the future.
Almost immediately after the assassination of sheik Yassin, Rantisi's predecessor, Rantisi stated for all to hear:
"The Israelis opened the gates of hell. And blood will flow in the streets".
Rantisi was right. But what he didn't foresee, was that it was going to be his blood, and his one way voyage to perdition through those open gates on April 17, 2004.
Minutes after it happened, news networks world-wide were putting their spin on the event. But CNN's on-air personality, Frederica Whitfield has to take the cake. ...>>
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The Jerusalem Post Ya'alon: We won't be victims again By Margot Dudkevitch April 18, 2004
Speaking to reporters at Yad Vashem on the eve of Holocaust Day, Chief of Staff Lt.Gen. Moshe Ya'alon stressed the importance "to remember and never forget," and to state clearly to the world "never again." At a seminar attended by the top IDF echelon, Ya'alon said Israel is in the midst of fighting a complex battle, one in which the army is required to maintain its morale and qualitative norms. "We will not allow what happened in the past to happen again," he said. Describing the former Hamas leader Abdel Azziz Rantissi as an arch terrorist .
"It is important to remember that the arch-terrorist Rantisi was a known denier of the Holocaust," Ya'alon said. "We are in the midst of complicated warfare during which the army is required to act in a moral and ethical manner. We will not become murderers but we also not become victims and what happened to us in the past will not be allowed to happen again." Rantisi reportedly said on a number of occasions in the past that the comparison between the Nazis and the Jews harmed the Nazi image. >> -
Herald Tribune Hamas appoints a new and unnamed leader after killing
Hamas secretly appointed a new Gaza Strip chief early Sunday, but refused to reveal his identity after Israel assassinated two Hamas leaders in less than a month.
Israel killed Abdel Aziz Rantisi in a missile strike on his car on Saturday, part of its declared campaign to wipe out the Islamic militant group's leadership before Israel's planned withdrawal from the Gaza Strip. Two of Rantisi's bodyguards were also killed in the attack . >>
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Herald Tribune At Hamas funeral, chants of 'Revenge!' Group is weakened by Israel offensives By Greg Myre (NYT) 19.04.04
GAZA: Palestinian men and boys clogged the streets of Gaza City on Sunday, chanting "Revenge! Revenge!" at the funeral of the Hamas leader Abdel Aziz Rantisi. Masked gunmen filled the air with bursts of gunfire. Israel should expect "100 unique retaliations," Hamas warned.
Despite the ominous message, Israel has significantly weakened Hamas over the past two years, and it is not clear whether the most dangerous Palestinian faction can deliver on its pledge to start a renewed wave of suicide bombings, as it has done frequently in the past . >> -
London Times April 19, 2004 New head of Hamas in Israel's sights By Richard Beeston, Diplomatic Editor
WITHIN hours of the killing of Abdel Aziz Rantissi by the Israelis, the Palestinian militant group Hamas chose a grey-bearded and softly spoken physician to become its third leader in just under four bloody weeks in the Gaza Strip.
The appointment of Dr Mahmoud Zahar, 53, was kept secret as he joined tens of thousands of Palestinians at the funeral of Dr Rantissi.
Dr Zahar is married with children. He was for years best known as a working doctor and the personal physician of Sheikh Ahmed Yassin, Hamas’s spiritual leader, who was killed in an Israeli missile attack last month.
But in a secret selection process Dr Zahar was chosen to lead the organisation in Gaza, its birthplace and main support base.
The announcement was kept secret, but Palestinian, Israeli and Western sources quickly confirmed that the Egyptian-educated doctor had assumed the leadership — and with it an automatic place at the top of Israel’s hit list.
“There were no real other candidates for the leadership in Gaza,” a Western diplomat said. “Most of them have been killed. Not surprisingly Hamas is not going to make the announcement public.”
Dr Zahar was certainly not intimidated yesterday when he joined 70,000 Hamas mourners paying their last respects to Dr Rantissi, who died on Saturday night when the car he was travelling in was hit by a missile fired from an Israeli helicopter gunship.
“You can see (the future of) the movement in the sea of people here today,” said Dr Zahar, who last year survived an Israeli assassination attempt that killed his son. “We are committed to the policy of resistance and we cannot be swayed. Hamas cannot be defeated. Hamas cannot be broken.”
That defiance was being challenged in Israel last night. After Sheikh Yassin’s death, Hamas warned Israel that it had opened “the gates of hell”, and after Dr Rantissi’s assassination the group vowed a “volcano of revenge”.
But so far the organisation responsible for pioneering suicide bombings against Israeli civilians has failed to strike back, and Israeli security officials believe its “decapitation” policy is working.
“The rest of the leadership are on the run. When they’re fleeing they can’t organise or perpetrate terrorist acts,” said a spokesman for Ariel Sharon, the Prime Minister. “We knew these targeted assassinations are not going to dismantle Hamas, but when the leaders spend more time on their protection or hiding out they lose their ability to operate.”
Despite international outrage at Dr Rantissi’s killing, Mr Sharon told cabinet colleagues he planned to continue striking terrorist organisations and their leaders. Ministers said that included Khaled Meshaal, Hamas’s external leader in Damascus, “the minute we have operational ability to do this”.
Killing Sheikh Yassin was easy as he followed the same routine each day. After assuming the leadership Dr Rantissi lived largely underground, appearing only when protected by crowds, but survived less than a month before the Israelis got him.
The outlook for Dr Zahar appears bleak. He has few places to hide from the prying eyes and ears of Israeli intelligence. Although Gaza’s narrow strip of land is teeming with more than a million Palestinians, the Israelis have built up an extensive network of informants who monitor the movements of key figures. -
JPost
IDF forces nabbed a 15-year-old Palestinian with 20 firebombs in his possession, two lit and read for use after a short chase on Sunday evening. The soldiers spotted the Palestinian monitoring the vehicles on Road 60 near Homesh and set out in pursuit capturing him shortly after.
- Yahoo Bundeskanzler empfängt libanesischen Ministerpräsidenten Montag 19. April 2004, 06:22 Uhr
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder empfängt heute den libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri in Berlin. Hauptthema der Gespräche dürfte die zweite Runde des von Deutschland vermittelten Gefangenenaustausches zwischen Israel und den Hisbollah- Milizen sein. Bei den Bemühungen hatte es laut arabischen Medienberichten zuletzt Fortschritte gegeben. Bei der ersten Runde im Januar waren hunderte Gefangene ausgetauscht worden.
- CNN April 19, 2004 Posted: 1113 GMT (1913 HKT) Al-Sadr hails quick Spain pullout
U.S. braces for more possible coalition pullouts
(CNN) -- Radical Islamic cleric Muqtada al-Sadr has welcomed Spain's decision to withdraw its troops from Iraq "in the shortest time possible," as U.S. officials braced for more possible pullouts.
According to a spokesman in the Iraqi city of Najaf, the Shiite cleric praised Prime Minister Jose Luis Rodriguez Zapatero's decision Sunday to pull Spain's 1,400-plus troops from Iraq.
Al-Sadr also is asking that people from all coalition countries put pressure on their governments to follow Spain and recall their forces, spokesman Fuad al-Turfi said.
The cleric's supporters have been fighting coalition troops since the coalition closed their newspaper and arrested one of al-Sadr's deputies in connection with the killing of a rival cleric last year. >>
- Ha'aretz Israel: Hamas leadership in Syria could be targeted Last update - 08:58 19/04/2004
Israel will consider attacking Hamas' compound in Damascus should the organization move its main power base to Syria following the assassinations of its former leaders, Sheikh Ahmed Yassin and Abdel Aziz Rantisi, in Gaza. >>
- Yahoo Israel droht mit Angriffen auf Hamas-Ziele in Syrien Montag 19. April 2004, 08:31 Uhr
Tel Aviv (dpa) - Israel hat der radikal-islamischen Hamas- Organisation mit Angriffen auf mögliche Rückzugsgebiete in Syrien gedroht. Dies könne nötig sein, sollte die Palästinenserorganisation ihre Machtzentren wegen der Liquidierung ihrer Führer im Gazastreifen verlegen.
Derzeit gebe es jedoch keine Belege dafür, dass Hamas-Führer aus Damaskus Befehle für Anschläge erteilten, berichtete die israelische Tageszeitung «Haaretz» am Montag unter Berufung auf ein Treffen von Politikern und Verteidigungsexperten . >>
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Welt Israel droht mit Liquidierung auch in Syrien Zweiter Hamas-Führer in weniger als vier Wochen getötet - USA: Recht auf Selbstverteidigung
Gaza/Jerusalem - Nach der gezielten Tötung des Hamas-Führers Abdelasis Rantisi im Gazastreifen hat Israel gedroht, auch den in Syrien ansässigen politischen Hamas-Chef Chaled Meschaal zu töten. "Das Schicksal Meschaals wird identisch sein mit dem Rantisis; sobald sich die Gelegenheit bietet, ihn in Damaskus zu töten, wird Israel das tun", sagte der israelische Minister für Parlamentsangelegenheiten, Gideon Esra, laut dem israelischen Militärrundfunk während der wöchentlichen Kabinettssitzung gestern in Jerusalem. Etwa vier Wochen vor Rantisi hatte Israel bereits dessen Vorgänger Scheich Ahmed Jassin gezielt getötet . >>
- Weltwoche.ch «Islam bedeutet Frieden? Unfug!» Thomas Widmer - ein Interview mit Hans-Peter Raddatz
Für den deutschen Orientalisten Hans-Peter Raddatz hört die Freiheit beim Kopftuch auf. Er warnt vor der Unterwanderung des demokratischen Rechtsstaats durch die Scharia – und vor den Gutgläubigen mit ihren süssen Träumen von Multikulti. >>
- Ha'aretz Study: EU loathe to admit Muslims are prime source of anti-Semitism Last update - 01:23 19/04/2004
Muslim Arab youths, and not right-wing extremists (as the European Union has contended), are behind most of the anti-Semitic incidents in Europe, researchers from Tel Aviv University's Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Anti-Semitism and Racism claimed yesterday. They were speaking at a news conference to mark the release of the institute's annual survey of anti-Semitism around the world. >>
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Jerusalem Post Study: Anti-Semitism linked to MidEast conflict
Worldwide incidents of attacks on Jews and vandalism against Jewish sites increased 15 percent from last year, according a report released Sunday by an Israeli anti-Semitism watchdog group. The annual report from the Stephen Roth Institute of Contemporary Anti-Semitism and Racism indicated that last year's increase in anti-Semitic acts is part of an ongoing trend sparked by the latest round of Israeli-Palestinian fighting that began in late 2000. "It seems that incidents in the Middle East catalyze anti-Semitic incidents in Europe," said Roni Stauber of the Roth Institute . >>
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- Haaretz April 19, 2004 First step for Palestinian art and culture museum in Umm al-Fahm By Esther Zandberg
After realizing his vision of establishing an art gallery in Umm al-Fahm, recently dedicating its new and expansive premises, artist Said Abu Shakra is taking another significant step toward fulfilling his dream: a museum of Palestinian art and culture in the city. >>
- Palestinian Media Watch - Multi-media Bulletin - April 19, 2004 - PA Children's Play: The Jews burned Palestinians in ovens - By Itamar Marcus
Introduction:
A children's play broadcast recently on Palestinian Authority TV includes a horrific scene of child actors depicting "dead" Palestinian children [below], accompanied by narration saying that Israelis burned Palestinians in ovens.
Today, in recognition of Holocaust Memorial Day, PMW is distributing this video as a reminder that odious libel about the Holocaust continues to this day in the PA education of its children.
Narration of the PA children's play: - "They [Israel] are the ones who did the Holocaust, their knife cuts to the length and the width of our flesh...
- They opened the ovens for us to bake human beings.
- They destroyed the villages and burnt the cities.
- And when an oven stops burning, they light a hundred [more] ovens.
- Their hands are covered with the blood of our children."
- [PA TV March 25, 2004]
- They opened the ovens for us to bake human beings.
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JPost France condemns Israel's killing of Rantisi
France condemned Israel's killing of Hamas leader Abdel Aziz Rantisi, with the French foreign ministry saying such "extrajudicial executions" are violations of international law.
"Every state in the region has the right to protect its citizens, but not with no regard for international law," the ministry said in a statement Sunday, referring to the Middle East . >> - Welt In der Falle Kommentar von Dietrich Alexander
Hamas-Chef Rantisi war womöglich ein Mörder, ganz sicher aber ein hasserfüllter Demagoge. Leitet sich daraus die Legitimation ab, ihn ohne Anklage und Prozess hinzurichten? Das Völkerrecht sagt Nein. Israel hält sich aus guten Gründen zugute, die einzige Demokratie in der Region zu sein. Daraus erwachsen rechtsstaatliche Normen und Pflichten. Die Stärke des Rechtsstaates ist doch gerade, sich nicht der gleichen Mittel zu bedienen wie seine Gegner. Der Rechtsstaat ist, will er glaubwürdig sein, einem höheren moralischen und ethischen Anspruch verpflichtet.
Israel muss sich täglich todbringender Angriffe auf seine Zivilbevölkerung erwehren. Aber es muss dies mit rechtsstaatlichen Mitteln tun, sonst versinkt das Land in einen selbstzerstörerischen Strudel der Gewalt. Es ist doch gerade eines der strategischen Ziele der Fanatiker von Hamas und Dschihad, Israel in eine Glaubwürdigkeitsfalle zu locken mit dem Effekt, dass die arabischen Nachbarvölker sich immer mehr mit ihren palästinensischen Brüdern solidarisieren. Die Tötung Rantisis wird noch mehr Gewalt zur Folge haben, die möglicherweise die engeren territorialen Grenzen dieses Konfliktes verlässt. Scharons Pläne, nun auch Hamas-Führer in Syrien töten zu wollen, lassen Schlimmes ahnen. Mit dem Plazet aus Washington zu seiner Siedlungspolitik darf Scharon nicht zugleich glauben, einen Flächenbrand riskieren zu können.
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http://free.freespeech.org/americanstateterrorism/zionazis/SatanicSharon.html
“Every time we do something, you [Shimon Peres] tell me America will do this and will do that... I want to tell you something very clear: Don’t worry about American pressure on Israel. We, the Jewish people, control America, and the Americans know it.”
— Ariel Sharon
Israeli Prime Minister
Knesset, Tel Aviv, October 3, 2001
Ariel Sharon:
The Jewish Hitler
Note: The description of Ariel Sharon as “The Jewish Hitler” is used because it is so perfectly fitting. Ariel Sharon is an evil, sadistic war criminal, an inhuman monster, as the events of today demonstrate and the following historical report makes clear. Refere
