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"INNENPOLITIK/ANTISEMITISMUS - DOPPELAUSGABE" - Informationen über   Message List  
Reply | Forward Message #2673 of 2786 |


 

Der HC “DAILY Press Review"
Aktuelle Berichterstattung zu den Themen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Jüdisches Leben, Islam und mehr…
 



INHALTSANGABE
    1. AKTUELL / THEMEN DES TAGES...  
    2. ZUM THEMA "ANTISEMITISMUS"...  
    3. ZUM THEMA "RECHTE GEWALT / RECHTSEXTREMISMUS, RASSISMUS UND FREMDENFEINDLICHKEIT"... 
    4. ZUM THEMA "NPD"...
    5. ZUM THEMA "ISLAMISMUS"...  
    6. ZUM THEMA "TERRORISMUS"...
    7. ZUM THEMA "JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND"... 
    8. ZUM THEMA "JÜDISCHES LEBEN IN DER WELT"...
    9. ZUM THEMA "HOLOCAUST, 2. WELTKRIEG, ERINNERUNG & MEHR"... 
    10. ZUM THEMA "RESTITUTION"...
    11. ZUM THEMA "ÖSTERREICH"...
    12. SONSTIGES...

EIN WICHTIGER AUFRUF AN ALLE LESER... Kostenlos heißt nicht "Kosten-frei"... 
          
Honestly Concerned e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Wir werden weder staatlich, parteilich, oder sonst durch eine bestimmte Organisation, religiöse Gemeinschaft oder andere Quelle finanziell unterstützt. Wir sind allein auf die Hilfe unserer Leser, Freunde und Förderer angewiesen. Leider werden unsere Kosten hierbei all zu oft unterschätzt. Jede Aussendung ist mit viel persönlichem Engagement, aber auch Ausgaben verbunden. Bitte helfen Sie uns diese abzudecken. Ermöglichen Sie uns durch Ihre regelmäßigen monatlichen Spenden unsere Arbeit fortzusetzen und weiter auszubauen. Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen!
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Noch einige Hinweise zu unserem Pressespiegel...

1.      Unsere Mails lassen sich am besten im "Traditionellen" Format lesen. Um auf dieses Format umzustellen, einfach hier klicken "Switch format to Traditional" und abschicken...

2.      Bei dem täglichen Pressespiegel legen wir viel Wert auf Vollständigkeit. Wem dies zu viel ist, empfehlen wir auf unsere WÖCHENTLICHEN Mails umzustellen, oder sich ggf. nur auf die Sonderausgaben zu begrenzen…

3.      Der nachfolgende Pressespiegel soll dazu beitragen ein möglichst WAHRHAFTIGES Bild über alles Rund um die Themen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Islamismus zu bekommen. Die hier veröffentlichten Artikel und Links repräsentieren nicht unbedingt die Meinungen der Redaktion, oder der restlichen Mitglieder der Honestly Concerned Mailingliste.

JEDE WEITERVERÖFFENTLICHUNG DER BEI UNS VERÖFFENTLICHTEN BRIEFE ODER KOMMENTARE, OHNE VORHERIGE GENEHMIGUNG DER URSPRÜNGLICHEN ABSENDER ODER DER REDAKTION, IST STRIKT UNTERSAGT!


TEIL 1 – Kurzkommentare & Kurzmeldungen  
 

    1. IKG - Ungarn - Jude wegen Herkunft brutal misshandelt - Premier fordert Justizminister zu schnellem Handeln auf
      Budapest (APA) - Ein 27-jähriger Budapester ist offenbar wegen seiner jüdischen Herkunft brutal zusammengeschlagen worden, berichtete die ungarische Tageszeitung "Nepszabadsag" (Donnerstag-Ausgabe). Laut dem Budapester Polizeipräsidium ereignete sich der Angriff am 30. Juni kurz vor Mitternacht, als drei Männer das Opfer bis zu dessen Wohnung in der Dohany-Straße verfolgten. Dort stellte einer der drei Angreifer die Frage: "Bist Du ein Jude?" Als das Opfer mit Ja antwortete, wurde es geschlagen, getreten und als "dreckiger Jude" beschimpft.
      Laut Slomo Köves, dem Oberrabbiner der ultraorthodoxen Einheitlichen Israeltischen Kultusgemeinde in Ungarn (EMIH), beschrieb das Opfer die Täter als junge Männer mit Kapuzen. Köves zufolge habe es bereits in den vergangenen Monaten mehrere ähnliche Angriffe gegen Juden gegeben.
      Die Gemeinde habe sich laut Köves an Premier Gordon Bajnai mit dem Ersuchen gewandt, möglichst schnell für die Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit zu sorgen und dafür, dass eine "gewaltbereite Minderheit nicht meint, sich alles erlauben zu können". Bereits seit eineinhalb Jahren würde man darum bitten, Polizeischutz für frequentierte Synagogen zu erhalten, doch bisher vergebens, beklagte der 30-jährige Rabbiner, dessen Gemeinschaft in enger Verbindung mit der weltweit tätigen ultraorthodoxen jüdischen Bewegung Chabad Lubawitsch steht.
      Premier Bajnai ersuchte Justizminister Tibor Draskovics am Donnerstag, die Tat in der Dohany-Straße, die in Ungarn vor allem für ihre berühmte Synagoge bekannt ist, umgehend zu untersuchen und ihn über die Geschehnisse zu informieren, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Der Minister soll zugleich Vorschläge zur Vermeidung ähnlicher Angriffe unterbreiten.
      Die größte Oppositionspartei, die rechtskonservative Fidesz-MPSZ, verurteilte umgehend die Tat. Die Partei lehne jegliche Gewalt ab, die jemandem wegen seiner Herkunft oder seiner Religion zustoße, erklärte Zoltan Balogh, der auch Vorsitzender des Parlamentsausschusses für Menschenrechte ist, gegenüber MTI.

    2. IKG - Knobloch fordert weiteres NS-Verfahren - Aus Niederlanden geflüchteter Nazi-Verbrecher lebt in Bayern
      München (APA/AP/AFP) - Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat ein rasches Verfahren gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher Klaas Carel Faber gefordert. Der 87-Jährige müsse in Deutschland vor Gericht gestellt oder in die Niederlande ausgeliefert werden, sagte Knobloch am Donnerstag in München. Es sei unfassbar, das Klaas Faber seit seiner Flucht aus einem niederländischen Gefängnis 1952 unbehelligt in Deutschland lebe.
      Die frühere deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte dem Bayerischen Rundfunk, der frühere SS-Mann lebe in Ingolstadt. Bundes- und Landesjustiz sollten prüfen, ob er ausgeliefert oder in Deutschland angeklagt werden könne.
      Klaas Faber soll Aufseher im niederländischen KZ-Durchgangslager Westerbork gewesen sein. Ein niederländisches Sondergericht habe ihn 1948 zum Tode verurteilt, berichtete der Bayerische Rundfunk. Die deutsche Justiz sei später zu dem Ergebnis gekommen, dass ihm keine Schuld nachzuweisen sei.


      1. WELT - Nazi-Verbrecher: Strafverfolgung gefordert
        Die FDP und der Zentralrat der Juden in Deutschland fordern die Wiederaufnahme der Strafverfolgung des mutmaßlichen Nazi-Verbrechers Klaas Carel Faber. Dem Bayerischen Rundfunk sagte die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) am Donnerstag, es sei "nicht hinnehmbar", dass der gebürtige Niederländer, der derzeit in Ingolstadt lebt, auf Grundlage eines "Führererlasses" von 1943 nicht an Holland ausgeliefert werde. Die Generalstaatsanwaltschaft oder die zuständigen Ämter auf Bundesebene müssten prüfen, was zu tun sei, um entweder eine Auslieferung in die Niederlande oder ein Verfahren in Deutschland einzuleiten. Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, nannte es "skandalös", dass Faber bislang weder ausgeliefert noch in Deutschland einer gerechten Strafe zugeführt worden sei.
         
      2. Warum gibt es so wenige Andere, die Gerechtigkeit fordern? Warum muß es als etwas Besonderes heraus kristalisiert werden, daß Charlotte Knobloch das fordert, was alle Deutschen fordern sollten...?!?!?
        HAGALIL -
        Knobloch: “NS-Verbrecher Faber gerechter Strafe zuführen!”
        Die Tatsache, dass ein in den Niederlanden zu lebenslanger Haft verurteilter NS-Kriegsverbrecher bis heute weder ausgeliefert noch in Deutschland einer gerechten Strafe zugeführt worden ist, bezeichnet die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h. c. Charlotte Knobloch als skandalös… 
        Seit der Flucht aus dem Gefängnis im holländischen Breda 1952 lebt Klaas Carel Faber, einer der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher auf der Simon-Wiesenthal-Liste, unbehelligt von den Strafverfolgungsbehörden in Deutschland.
        Dieser Fall belege, so die Zentralratspräsidentin, wie milde die deutsche Nachkriegsjustiz mit mutmaßlichen und sogar mit rechtskräftig verurteilten NS-Kriegsverbrechern umgegangen sei. Es sei unfassbar, dass sich Faber bis heute unter Berufung auf einen Hitler-Erlass aus dem Jahr 1943 einer Auslieferung in die Niederlande entziehen konnte.
        Ebenso unfassbar sei, dass Faber auch in Deutschland für seine Taten nie zur Rechenschaft gezogen worden sei. „Die zuständigen Instanzen sind dringend gefordert, den Fall Faber wieder aufzunehmen und den verurteilten NS-Kriegsverbrecher auszuliefern oder in Deutschland ein Verfahren einzuleiten.“
        PM von Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, 09.07.2009
    3. TAGESSPIEGEL - Mord in Dresden: Kein Verfahren gegen den Richter
      Berlin - Im Fall der im Dresdner Landgericht getöteten Ägypterin Marwa El-Sherbini schließt die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen einen Polizisten nicht aus. „Es liegt noch keine Strafanzeige vor, wir prüfen aber sehr genau, was sich im Gericht abgespielt hat“, sagte ein Sprecher. Der Polizist hatte gezielt auf den ägyptischen Ehemann des Opfers geschossen; er hielt ihn für den Angreifer. Richter und Schöffen droht nach Angaben der Behörde dagegen kein Verfahren. Der Täter sei „hochgradig aggressiv“ gewesen, ein Eingreifen hätte man nicht erwarten dürfen. Die Bundesregierung verurteilte inzwischen die „abscheuliche Tat“, die „uns alle bestürzt und betroffen gemacht“ habe, sagte Sprecher Thomas Steg. Zunächst hatte er erklärt, die Lage sei für eine Stellungnahme zu unklar.

    4. BERLINER MORGENPOST - Durchfallquote bei Einbürgerungstests sehr gering
      Es geht um 33 Fragen, von denen mindestens 17 richtig beantwortet werden müssen: Der seit September 2008 geltende Einbürgerungstest zum Erlangen der deutschen Staatsbürgerschaft bereitet Zuwanderern offenbar keine Probleme.
      Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke hervorgeht, bestanden in der Zeit vom 1. September bis 31. März 98,7 Prozent der insgesamt 46.266 Kursteilnehmer bundesweit. Lediglich 587 seien durchgefallen.
      Mehr als die Hälfte der seit 2007 eingebürgerten 113.030 Personen behielten aber bei der Einbürgerung ihre bisherige Staatsangehörigkeit. Die niedrigste Quote bei Fortbestehen der bisherigen Staatsangehörigkeit wurde dabei mit 38,5 Prozent in Berlin registriert, die höchste mit 61 Prozent in Schleswig-Holstein.
      Die Regierung betonte aber, dass Deutschland grundsätzlich das Entstehen von Mehrstaatigkeit durch Einbürgerung vermeide. Eine generelle Ausnahme gelte nur für die Staatsangehörigen der anderen EU-Staaten sowie der Schweiz, da bei ihnen bereits eine weitgehende Gleichbehandlung mit Inländern bestehe.
      Eine Ausweitung der Mehrstaatigkeit hält die Bundesregierung aber nicht für wünschenswert. Sie könne zu Rechtsunsicherheiten und Rechtsproblemen führen. Zudem seien Loyalitätskonflikte wegen staatsbürgerlicher Pflichten gegenüber verschiedenen Staaten nicht auszuschließen. Zudem sei der diplomatische und konsularische Schutz von Deutschen, die weitere Staatsangehörigkeiten besäßen, im Ausland eingeschränkt.

    5. ZEIT - Vatikan - Papst verschärft Druck auf Pius-Brüder - Benedikt XVI. will die erzkonservative Gemeinschaft stärker überprüfen lassen. Zugleich verbot er der Pius-Brüderschaft ausdrücklich alle Amtshandlungen
      Benedikt XVI. gliederte die für die Pius-Bruderschaft zuständige Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei" offiziell der mächtigen Glaubenskongregation an. Dies geht aus einem am Mittwoch in Rom veröffentlichten Apostolischen Schreiben hervor. Demnach soll der Präfekt der Glaubenskongregation, der amerikanische Kardinal William Levada (73), nun auch die Leitung der Päpstlichen Kommission übernehmen.
      Der konservative Levada gilt als pragmatisch und prinzipientreu. Die Aufgabe der von ihm geleiteten Behörde besteht darin, über die Einheit der katholischen Lehre zu wachen.
      "Ecclesia Dei" hatte im vergangenen Februar die Exkommunikation von vier Pius-Bischöfen, darunter dem Holocaust-Leugner
      Richard Williamson, zurückgenommen und damit weltweit Kritik ausgelöst. Der Papst räumte im März in einem persönlichen Brief Fehler ein und kündigte Konsequenzen an. Insbesondere sei die Bedeutung des Internets unterschätzt worden. Man hätte die Ansichten Williamsons rechtzeitig erfahren können.
      Nun schreibt Benedikt XVI., es gebe unterschiedliche Ansichten zwischen der Bruderschaft und der katholischen Kirche. Bis diese nicht geklärt seien, dürften Angehörige der Bruderschaft keine Amtshandlungen, wie jüngst die
      Priesterweihen in Regensburg, vornehmen.
      Die Bruderschaft soll sich vor allem zu den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) mit seiner Öffnung zum Judentum bekennen. Die Pius-Gemeinschaft gilt theologisch und politisch als reaktionär. Sie lehnt weite Teile des Konzils ab.
      Zugleich rief der Papst die Bruderschaft zur Rückkehr auf. "Mit dieser Entscheidung wollte ich insbesondere meine väterliche Fürsorge für die Bruderschaft von Pius X. zeigen, mit dem Ziel, die volle Einheit mit der Kirche wiederzufinden", heißt es in dem auf Lateinisch und Italienisch abgefassten Schreiben.

    6. FRANKENPOST - Knobloch lobt Toleranz-Bündnis
      Bad Alexandersbad - Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat beim "Alexandersbader Gespräch" am   Sonntag (wir berichteten) die bisherige Arbeit des "Bayerischen Bündnis für Toleranz - Demokratie und Menschenwürde schützen" gewürdigt. "Wir können stolz auf ein erfolgreiches Bündnis sein", sagte Knobloch. Sie unterstrich auch die Bedeutung der in Bad Alexandersbad angesiedelten Projektstelle gegen Rechtsextremismus, die unter anderem vom Bündnis für Toleranz getragen wird. Knobloch hob das große Engagement der Leiterin der Projektstelle, Simone Richter, hervor: "Sie sind ein Glücksfall für das Bündnis." Richter bedankte sich ihrerseits bei der Zentralrats-Präsidentin für die Unterstützung. Die Projektstellen-Leiterin zeigte sich besorgt über den wachsenden Rechtsextremismus und Antisemitismus in Deutschland. Umso wichtiger sei es, dass sich "überall Widerstand gegen die braunen Rattenfänger formiert".

    7. JWR - European and American imams and rabbis to meet
      In conjunction with the World Jewish Congress (WJC) and the Islamic Society of North America (ISNA), the Foundation for Ethnic Understanding (FFEU), under the presidency of WJC United States chair Rabbi Marc Schneier, will be hosting 28 imams and rabbis from ten European countries from 20-23 July. Many of the participants have been involved in similar efforts in their home countries.
      The purpose of the forum will be to introduce European imams and rabbis to the pioneering work that FFEU has been doing over the past two years to strengthen Muslim Jewish relations in North America, and to facilitate a dialogue between the visiting European imams and rabbis and their counterparts in the United States who have been active in the field.
      The delegation of imams and rabbis will spend two days in New York, where they will join together with North American counterparts as well as American experts in the field of inter-ethnic and interfaith relations. While in New York, the delegation will meet with prominent political, civic and religious leaders, and be hosted by the United Nations and Ellis Island. They will then travel to Washington, where they will be received by Jewish and Muslim members of Congress and visit an exhibit at the US Holocaust Museum.

    8. AD HOC NEWS - Brandenburgs - Platzeck lädt zu Spendenaktion für israelische Kinder ein
      Potsdam (ddp-lbg). Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bittet um Unterstützung für ein Kinderprojekt in Israel. Zusammen mit der Jerusalem Foundation Deutschland lädt er für den 14. Juli zu einer Benefizveranstaltung nach Potsdam, wie die Staatskanzlei am Donnerstag ankündigte. Der Erlös gehe an das Projekt «Summer Camps», das benachteiligte israelische Kinder jüdischen, arabischen oder christlichen Glaubens in einem Sommercamp zusammenbringt.
      An der Veranstaltung im Schloss Neue Kammern im Park Sanssouci werden den Angaben zufolge auch der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, sowie Vertreter des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Brandenburg teilnehmen. Auf seiner Israel-Reise im März hatte Platzeck in seiner Funktion als Zweiter Vorsitzender der Jerusalem Foundation Deutschland mehrere Projekte der Stiftung besucht.

    9. afp - Rechter EU-Abgeordneter für Versenken von Flüchtlingsbooten
      London (AFP) — Der rechtsextreme britische Europa-Abgeordnete Nick Griffin hat sich für das Versenken von Booten mit afrikanischen Flüchtlingen ausgesprochen. Nur drastische Maßnahmen könnten Europa davor bewahren, "von der Dritten Welt überschwemmt" zu werden, sagte der EU-Abgeordnete der rechtsextremen Partei BNP dem Rundfunksender BBC. Nur durch einen "sehr harschen" Umgang mit jenen, die nach Europa zu gelangen versuchten, könne verhindert werden, dass Menschen aus Afrika illegal einwanderten: "Ganz ehrlich, sie müssen eine ganze Reihe dieser Boote versenken."
      Auf den Hinweis, es handle sich dabei um eine Art "Mord auf hoher See", sagte Griffin, es gehe ihm nicht um Mord auf hoher See, sondern  um das Versenken der Boote: "Sie können ihnen ja ein Rettungsfloß zuwerfen, dann können sie zurück nach Libyen." Im vergangenen Jahr waren mehr als 67.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer gekommen, um Zuflucht in Europa zu suchen. Die Hälfte von ihnen ging nach Statistiken der Vereinten Nationen in Italien und Malta an Land.

    10. HA'ARETZ - Norway invites Israelis to debate Nazi sympathizer's legacy - By Cnaan Liphshiz, Haaretz Correspondnet
      Following angry reactions in Israel to Norway's honoring of novelist and Nazi-sympathizer Knut Hamsun, the institute commemorating him   this year has invited Israeli campaigners against anti-Semitism to a debate next year. But the Israelis are demanding that the debate take place sooner, lest it become "irrelevant."
      Last month Haaretz quoted campaigners who claimed that by declaring 2009 "Hamsun Year," Norway has damaged the international locaust awareness drive that it was recently appointed to head as chair of the 26-nation Task Force for International Cooperation on Holocaust Education. The once celebrated author, shunned for supporting Norway's Nazi occupation regime during World War II, was born 150 years ago and grew up in Hamaroy in northern Norway, where the government is building a cultural center in his name due to open next month.
      Efraim Zuroff, head of the Simon Wiesenthal Center's Israel office, told Haaretz the commemoration "casts a shadow on the task force's work."
      Manfred Gerstenfeld, chairman of the Jerusalem Center for Public Affairs, said the Hamsun controversy was "the tip of the iceberg" of other disturbing phenomena in Norway.
      "Knut Hamsun wrote magnificent literature, and also an obituary for Adolf Hitler," Bodil Borset, the designated director of the Hamaroy Hamsun Center responded last month in Aftenposten, the country's second largest newspaper. "He was among our greatest authors and a Nazi sympathizer. Can we reconcile this?"
      The center, Borset said, would be "more than happy" to invite Zuroff and Gerstenfeld to attend a conference next year on the Hamsun Center's activities.
      "Borset appears to believe that Hamsun's literary brilliance warrants the celebration of his birth, regardless of his active support for a regime which annihilated innocent civilians," Zuroff wrote in reply. While expressing willingness to attend, Zuroff insisted the event is held as soon as possible, while Norway still chairs the Task Force, so that it may have "practical consequences."
      The Norwegian foreign ministry said that Hamsun's commemoration also focuses on his Nazi past and will thus serve as an educational tool. However, the commemoration is generating protest in Norway as well. Two weeks ago, unknown parties hung a Nazi flag over a statue of the novelist which was recently unveiled in the city of Grimstad in south Norway.
      Mayor Hans Antonsen told the Norwegian Broadcasting Corporation that whoever hung the Nazi flag there - presumably to protest the commemoration - perpetrated a "despicable act." He added: "We have a strong debate in Grimstad over Hamsun, and this is the absolute worst example of it."

    11. JTA - European Jewish leaders meet Polish president
      JERUSALEM (JTA) -- European Jewish leaders met with Poland's president to discuss Holocaust commemoration, fighting anti-emitism and the Iranian nuclear threat.
      “The government of Poland has long been an important ally and partner of the State of Israel and of Jewish communities in Europe,“ European Jewish Congress President Moshe Kantor said Tuesday following his meeting with President Lech Kaczynski and Foreign Minister Radoslaw Sikorski.Kantor also met with former Polish President Aleksander Kwasniewski, with whom he co-chairs the European Council on Tolerance and Reconciliation, a nongovernmental organization that sponsors several initiatives to promote tolerance and mutual respect throughout Europe.
      He called the discussions "friendly and constructive."
      Kantor said Kaczynski agreed to discuss restitution in a separate meeting later this year. On the issue of Iran, Kantor and the Polish officials discussed the fact that Iran is  a global threat jeopardizing world stability rather than just a "Middle East problem."
      “In Europe, it is clear that we are standing at an important crossroads of history," Kantor said. "As Europeans, we therefore have a special opportunity and obligation to work together to build a tolerant community of nations, regardless of race or religion.”


    12. TVMATRIX - JLTV: Jüdischer US-Sender ab Sonntag in Europa empfangbar
      Zeitgleich mit der Expansion wird JLTV ab dem ommenden Sonntag die Makkabiade ausstrahlen. Damit wird die Sportveranstaltung auch erstmals außerhalb Israels gezeigt  Der US-Spartenkanal Jewish Life TV (JLTV) ist ab dem kommenden Sonntag auch in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten empfangbar. Durch eine Aufschaltung auf den Eutelsat-Satelliten Hot Bird kann der Kanal zukünftig weltweit über 100 Mio. Menschen erreichen. Zeitgleich mit der Expansion wird JLTV auch die Makkabiade vom 12. bis 23. Juli 2009 ausstrahlen. Damit wird die jüdische Sportveranstaltung auch erstmals außerhalb Israels im Fernsehen gezeigt. An den Wettkämpfen nehmen mehr als 8.000 jüdische Sportler aus 50 Ländern teil.
      "Die Makkabiade ist ein echtes kulturelles Erlebnis. An dieser Veranstaltung nehmen internationale Athleten teil, die sich in Israel aus gemeinsamem Interesse am Sport versammeln. Als erstes weltweites jüdisches TV-Netzwerk hoffen wir, dass Zuschauer aus aller Welt die Leistungen jüdischer Athleten feiern werden", so Phil Blazer, Präsident und CEO von JLTV. Am Sonntag wird ab 00:00 Uhr deutscher Zeit eine dreistündige Sondervorschau ausgestrahlt, die zweimal wiederholt wird. Am kommenden Montag wird ab 01:00 Uhr die vierstündige Eröffnungszeremonie übertragen. Die Berichterstattung wird u.a. durch Reportagen, Highlights und Interviews ergänzt. Die Übertragungen werden von dem früheren Olympia-Goldmedaillengewinner Mitch Gaylord begleitet.

    13. MUSIC NEWS BLOG - Britney Spears: Will sie Jüdin werden?
      Britney Spears will angeblich zum Judentum konvertieren. Grund dafür soll ihr neuer Freund Jason Trawick sein. Wie die britische  Zeitung “The Sun” berichtet, ist dieser nämlich Jude. Die Sängerin hat nun bereits einen Rabbi engagiert, um ihr den Glauben ihres Liebsten näher zu bringen. Ein Insider sagte dazu: “Britney will die Religion ausprobieren, mit der Jason aufgewachsen ist.” Die 27-Jährige trägt deshalb auch seit neuestem einen David-Stern an einer Halskette.
      Britney Spears und ihr Manager Jason Trawick sollen bereits seit mehreren Monaten ein Paar sein. Sogar von einer Verlobung ist bereits die Rede.


    14. SIMON WIESENTHAL CENTER - 2009 News Releases
      "Jew me, sue me, kick me, kike me...." Original Michael Jackson Song Lyrics Changed Following SWC 1995 Protest: Apology  letter on view at SWC Headquarters
      When Michael Jackson’s HIStory album was first released in 1995, the Simon Wiesenthal Center was shocked to hear that ome of the lyrics in the song, They Don’t Care About Us, contained words like: "Jew me, sue me, kick me, kike me...." The Center immediately protested these obviously antisemitic stereotypes that millions of people would be exposed to, directly to Michael Jackson and demanded that he and Sony Records remove the offensive lyrics from the album.
      Michael responded by personally calling Rabbis Hier and Cooper and expressing his deep remorse and then following up with a letter* where he wrote, "Unfortunately, my choice of words may have unintentionally hurt the people I wanted to stand in solidarity with ... I intend to include in all albums that have not been shipped as of this date, the paragraphs above so that no one can listen to my music and misconstrue my intentions." True to his word, not only did he do that, but a week or so later, he went back into the studio, deleted the offensive lyrics, and re-recorded the song.
      Michael Jackson: the Museum of Tolerance’s First Visitor
      Michael Jackson was the first visitor to the Museum of Tolerance. He requested to come on the Friday before the Museum would open to the public. The workmen were still finalizing the last minute touches when Michael came by. While I’m sure Michael knew about the Holocaust, it was obvious that there was much he didn’t know.
      After spending almost 2½ hours at the Museum, he left, clearly deeply moved and brought to tears, by the overwhelming experience.
      *The original letter can be viewed at the Simon Wiesenthal Center offices. To schedule an interview/viewing of the letter, please contact the Center’s public relations department, 310-553-9036.


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    Michael Jackson : Dry Bones cartoon.

    TEIL 2 - LINKS zu empfohlenen Artikeln & Webseiten aus der WESTLICHEN Presse  


    1. AKTUELL / THEMEN DES TAGES....     


      1. HANDELSBLATT - Nach Hitler-Lob - Ecclestones Entschuldigung läuft ins Leere 
        Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat sich für seine umstrittenen Aussagen zur Politik Adolf Hitlers entschuldigt und sich  als „Dummkopf“ und „Idioten“ bezeichnet. Der Zentralrat der Juden reagierte zurückhaltend auf den Rückzieher und bekräftigte seine Kritik. dne/HB LONDON. Er habe seine Äußerungen anders gemeint, als sie verstanden worden seien, schrieb der 78 Jahre alte Milliardär in einem Beitrag für die britische Zeitung „The Times“. Zuvor hatte er schon der jüdischen Zeitung „Jewish Chronicle“ in einem Interview gesagt: „Es tut mir leid, dass ich ein Idiot war. Ich entschuldige mich ehrlich und aufrichtig.“
        Ecclestone über Ecclestone: "Ich war ein Dummkopf." Quelle: ap
        Ecclestone über Ecclestone: "Ich war ein Dummkopf." Quelle: ap
        Der Jüdische Weltkongress (WJC) und der Zentralrat der Juden in Deutschland hatten die Äußerungen scharf verurteilt.  „Ich habe Hitler niemals unterstützt, und ich glaube, niemand auf der ganzen Welt könnte Hitler oder dessen Gräueltaten unterstützen“, sagte Ecclestone dem „Jewish Chronicle“. Er bedauere es, Menschen verletzt zu haben. Viele seiner Freunde seien Juden, fügte er hinzu.Der Zentralrat der Juden in Deutschland reagierte deutlich distanziert auf die Entschuldigung Ecclestones. „Wenn Ecclestone sagt, ersei ein Dummkopf gewesen, so werde ich ihm gewiss nicht widersprechen“, sagte Zentralratsvize Dieter Graumann am Dienstag im Gespräch mit Handelsblatt.com. Eine Entschuldigung sei gewiss besser als keine. „Doch die Verharmlosung und Verherrlichung eines Massenmörders ist nun mal kein Kavaliersdelikt.“  


        1. IKG - Formel 1: Theissen kritisierte Ecclestone wegen Hitler-Aussagen
          ´Historisch falsch, abstoßend und einfach daneben´

        2. Blick Online - Ecclestone ist selber jüdischer Abstammung
          In der jüdischen Zeitung «Jewish Chronicle» entschuldigt sich Bernie Ecclestone (78) für seine «unüberlegten» Hitler-Aussagen vor dem GP Deutschland. ...
           

           

    2. ZUM THEMA "ANTISEMITISMUS"...  


      1. WELT - Kritik am Innenministerium - Der zögerliche Kampf gegen den Antisemitismus - Von Matthias Kamann
        Mehrere Organisationen beklagen die zögerliche Umsetzung der Bundestagsresolution zur Ächtung von Judenfeindschaft. Der  Protest richtet sich nicht nur gegen den Zeitverzug bei der Gründung des Expertengremiums. Es wird auch kritisiert, dass es keine Finanzierungspläne für Kampagnen gegen Antisemitismus gebe.
        Es sollte ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus sein. Doch für manche ist es ein Zeichen ohne Folgen. Untätigkeit beklagen mehrere Organisationen bei der Umsetzung jener Resolution, mit der sich der Bundestag im November 2008 zur Bekämpfung der Judenfeindschaft bekannte. „Es ist peinlich, dass Bundestag und Bundesregierung so lange brauchen, um das Beschlossene zu verwirklichen“, sagte Anetta Kahane von der Amadeu-Antonio-Stiftung, als diese am Donnerstag mit fünf anderen Gruppen Forderungen zu der Resolution vorlegte.
        Expertengremium bleibt unbesetzt
        Vor allem kritisieren die Organisationen, zu denen auch das American Jewish Committee und die Aktion Sühnezeichen gehören, dass noch nicht das vom Bundestag beschlossene „Expertengremium“ besetzt wurde, das Berichte zum Ausmaß des Antisemitismus verfassen und Empfehlungen für dessen Bekämpfung geben soll. „Was der Grund für die Verzögerung ist, wissen wir nicht“, sagte Deidre Berger vom American Jewish Committee. „Seit Monaten wird uns gesagt, demnächst werde das Gremium eingesetzt“. Der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag, Volker Beck, nannte gegenüber WELT ONLINE die Verzögerungen „beschämend“ und forderte „den federführenden Bundesinnenminister auf, endlich den Bundestagsbeschluss umzusetzen“.  


        1. JTA -  Germany urged to create anti-Semitism panel
          BERLIN (JTA) -- Six nongovernmental organizations and academic institutes demanded that Germany keep its promise to create a commission to combat anti-Semitism.
          "We want this [commission] to be more than just a hope; it must be a reality," Deidre Berger, head of the American Jewish Committee office in Berlin, said Thursday at a joint news conference with the Amadeu Antonio Foundation, the Anne Frank Center, Action Reconciliation Service for Peace, the Fritz Bauer Institute, Gegen Vergessen/Fuer Demokratie (Against Forgetting, For Democracy), and the Center for Research on Anti-Semitism.
          The government did not respond.
          At issue is a Bundestag resolution from last November to establish a commission for combating anti-Semitism. But with the parliament and Interior Ministry failing to assemble the panel, the project could be scratched when the new legislative period begins in the fall, the NGO members said.

        2. AOL - Der zögerliche Kampf gegen den Antisemitismus
          Mehrere Organisationen beklagen die zögerliche Umsetzung der Bundestagsresolution zur Ächtung von Judenfeindschaft. Der Protest richtet sich nicht nur gegen den Zeitverzug bei der Gründung des Expertengremiums. Es wird auch kritisiert, dass es keine Finanzierungspläne für Kampagnen gegen Antisemitismus gebe.
          Es sollte ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus sein. Doch für manche ist es ein Zeichen ohne Folgen. Untätigkeit beklagen mehrere Organisationen bei der Umsetzung jener Resolution, mit der sich der Bundestag im November 2008 zur Bekämpfung der Judenfeindschaft bekannte. „Es ist peinlich, dass Bundestag und Bundesregierung so lange brauchen, um das Beschlossene zu verwirklichen“, sagte Anetta Kahane von der Amadeu-Antonio-Stiftung, als diese am Donnerstag mit fünf anderen Gruppen Forderungen zu der Resolution vorlegte.
          Anetta Kahane.
          dpa
          Expertengremium bleibt unbesetzt
          Vor allem kritisieren die Organisationen, zu denen auch das American Jewish Committee und die Aktion Sühnezeichen gehören, dass noch nicht das vom Bundestag beschlossene „Expertengremium“ besetzt wurde, das Berichte zum Ausmaß des Antisemitismus verfassen und Empfehlungen für dessen Bekämpfung geben soll. „Was der Grund für die Verzögerung ist, wissen wir nicht“, sagte Deidre Berger vom American Jewish Committee. „Seit Monaten wird uns gesagt, demnächst werde das Gremium eingesetzt“. Der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag, Volker Beck, nannte gegenüber WELT ONLINE die Verzögerungen „beschämend“ und forderte „den federführenden Bundesinnenminister auf, endlich den Bundestagsbeschluss umzusetzen“.

        3. AMADEU-ANTONIO-STIFTUNG - Pressemitteilung: NGO's fordern von der Bundesregierung die sofortige Umsetzung der Antisemitismus-Resolution
          Inland/Bundestag/Antisemitismus

          In der am heutigen Donnerstag in Berlin vorgestellten gemeinsamen Stellungn ahme wird die Bundesregierung zur sofortigen Umsetzung der „Antisemitismus-Resolution“ des Deutschen Bundestags aufgerufen. Anetta Kahane, die Vorsitzende des Vorstands der Amadeu Antonio Stiftung, erklärt dazu:  
          „Es ist sehr beeindruckend, dass der Bundestag nach 70 Jahren endlich eine Deklaration gegen Antisemitismus verabschiedet hat. Es wird aber peinlich und nicht hinnehmbar, wenn nach den großen Worten nichts passiert und keine Taten folgen.“

          Acht Monate nach der Verabschiedung der anlässlich des 70. Jahrestags der Novemberpogrome von 1938 gefassten Erklärung sind die vom Deutschen Bundestag geforderten Maßnahmen zum Kampf gegen Antisemitismus noch immer nicht von der Bundesregierung umgesetzt worden. In der gemeinsamen Erklärung der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, der Amadeu Antonio Stiftung, des American Jewish Committee, des Anne Frank Zentrums, des Fritz Bauer Instituts, des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie und des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität heißt es:  
          Aufgrund der nahezu unverändert hohen Zahl antisemitischer Vorfälle ist die rasche Umsetzung der vom Deutschen Bundestag geforderten Maßnahmen, den Kampf gegen Antisemitismus zu verstärken, unerlässlich.  
          Deutliche Kritik üben die Organisationen an der noch ausstehenden Berufung des unabhängigen Expertengremiums. Das Gremium sehen die NGO’s als einen ersten Schritt, um die Bekämpfung des Antisemitismus auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen und die Schwerpunkte in der Antisemitismusbekämpfung an gegenwärtige Herausforderungen anzupassen sowie die bisherigen Aktivitäten zur Antisemitismusbekämpfung innerhalb der Bundesregierung nachhaltiger zu gestalten und zu vernetzen. Das vom Parlament geforderte Expertengremium sollte aus erfahrenen und anerkannten Wissenschaftlern und Praktikern aus dem Bereich Antisemitismusforschung und Pädagogik, profilierten Vertretern staatlicher Institutionen, Gedenkstätten, Museumseinrichtungen und Bildungsstätten sowie Vertretern jüdischer Institutionen bestehen. Das Gremium soll der Bundesregierung und dem Bundestag einen regelmäßigen Bericht und Aktionsplan zum Kampf gegen Antisemitismus vorlegen. Für eine nachhaltige Antisemitismusbekämpfung sehen die NGO’s es als erforderlich an, ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein über Formen, Geschichte und Auftreten von Antisemitismus zu fördern und das Bewusstsein für demokratische Werte und Menschenrechte zu stärken. Aus diesem Grund wird eine kontinuierliche Förderstruktur für Modellprojekte und eine dauerhafte Finanzierung von Bildungsmaßnahmen für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus im Rahmen von Demokratie- und Menschenrechtsbildung gefordert. Nur so ließe sich auf den ständigen Wandel der Erscheinungs- und Verbreitungsformen des Antisemitismus und des Rechtsextremismus in Jugendkulturen und gesellschaftlichen Alltagspraxen angemessen reagieren. Zugleich ist ein vertieftes wissenschaftliches Verständnis von Antisemitismus in allen seinen Erscheinungsformen und Ursachen erforderlich, um die bestehen Bundesprogramme effektiv und bedürfnisorientiert zu gestalten.

          Die gemeinsame Erklärung finden Sie hier zum Download:

          http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/stellungnahme-antisemitismus-resolution-9-juli-2009.pdf  


        4. TAZ - Forderung nach gezielter Bekämpfung - Antisemitismus kein Ausländerproblem
          Vertreter verschiedener NGOs verlangen die Umsetzung der Resolution des Bundestages, den Antisemitismus gezielter zu bekämpfen. Unter anderem soll ein Expertengremium kommen.
          VON ARIANE LEMME     
          BERLIN -  Vertreter verschiedener NGOs versuchten am Donnertag mit einer Stellungnahme, Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit diese den Antisemitismus in Deutschland gezielter als bisher bekämpfe. Nachdem der Bundestag bereits im November 2008 eine überparteiliche Resolution zur Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland verfasst hatte, steht die Umsetzung der darin aufgestellten Forderungen bis heute aus.
          Neben der Berufung eines zwölfköpfigen Expertengremiums für Antisemitismusfragen geht es vor allem um eine dauerhafte Finanzierung von Modellprojekten und eine bessere Ausbildung von Multiplikatoren.
           
          ... und reicht offenbar bis in die Mitte der Gesellschaft.    Foto: dpa
          Thomas Heppener, Vorsitzender des Anne Frank Zentrums, wies darauf hin, dass Prävention in Schulen hauptsächlich über den historischen Antisemitismus vermittelt werde und moderne Formen der Judenfeindlichkeit außer Acht lasse. Lehrer, Geistliche und Sozialarbeiter müssten daher stärker für neue Ausprägungen sensibilisiert werden. Das zuständige Innenministerium verwies in einer Stellungnahme auf die besondere Sorgfalt, die bei der Wahl eines handlungsfähigen Expertengremiums geboten sei. Eine Konstituierung sei jedoch noch in der laufenden Legislaturperiode geplant.  
          Nachdem sich die Regierung zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht im vergangenen Herbst zu der Resolution durchgerungen habe, sei es "sehr, sehr peinlich", dass die Umsetzung der darin geforderten Maßnahmen nun schon fast ein Jahr auf sich warten lasse, meinte Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung. 
           
          Deidre Berger vom American Jewish Committee wies darauf hin, dass für die gleichbleibend hohe Anzahl von antisemitisch motivierten Straftaten nicht allein historische Motive eine Rolle spielten, auch verharmlosende Vergleiche von Diktaturen mit dem Holocaust seien zunehmend ein Problem. 
           
          Kahane warnte davor, antisemitische Tendenzen ausschließlich muslimischen oder migrantischen Mitbürgern zuzuschreiben. Das Problem reiche bis in die Mitte der Gesellschaft, es sei daher "Unrecht, Antisemitismus zum Ausländerproblem zu machen", so Kahane. Auch eine Delegation des Problems an die rechtsextreme Szene müsse unbedingt vermieden werden. 

        5. TAGESSPIEGEL - Gremium zu Antisemitismus: Druck auf Regierung wächst
          Berlin - Vor acht Monaten beschloss der Bundestag nahezu einmütig und ganz im Sinne der Bundesregierung, sie solle ein Expertengremium zum Thema Antisemitismus berufen. Doch es gibt noch keins, nun wird die Kritik daran lauter. „Wir stellen erschrocken fest, dass die Resolution nicht umgesetzt ist“, sagte Deidre Berger, Direktorin des Berliner Büros des American Jewish Committee, am Donnerstag in Berlin. Härter äußerte sich Anetta Kahane, Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung: Es sei „sehr peinlich“, dass die Regierung so lange brauche, um Worten Taten folgen zu lassen.
          Berger und Kahane äußerten sich bei einem Pressegespräch von sechs Nicht- Regierungsorganisationen und des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Der Tenor war eindeutig: Gelänge es der Regierung vor der Bundestagswahl nicht mehr, den Beschluss des Parlaments umzusetzen, wäre  das Expertengremium ein totes Projekt. Es könnte erst in der nächsten Legislaturperiode durch einen Beschluss des Bundestages wiederbelebt werden. Dann wäre, angesichts der Streitereien im Vorfeld der Resolution vom 4. November 2008, wieder eine mühsame Prozedur zu befürchten, meint Berger. Den ersten Bericht des Gremiums gebe es dann vermutlich nicht vor 2011. Die Experten sollen unter anderem einen regelmäßigen Report zum Antisemitismus in Deutschland erstellen.
          Bereits am Mittwoch hatten die Jüdische Gemeinde zu Berlin und zwei Vereinigungen gegen Antisemitismus die Regierung ermahnt. 

        6. NEUES DEUTSCHLAND - Kein Gremium, kein Aktionsplan - Der Kampf gegen Antisemitismus hat bei der Bundesregierung offenbar keine Priorität - Vertreter von sieben zivilgesellschaftlichen Organisationen kritisierten am Donnerstag die zögerliche Umsetzung der Antisemitismus-Resolution durch die Bundesregierung.
          Anlässlich des 70. Jahrestags der Pogrome gegen Juden vom 9. November 1938 verabschiedete der Bundestag im letzten Jahr eine gemeinsame Resolution gegen Antisemitismus. Seitdem sind acht Monate ins Land gegangen, ohne dass die Resolution mit Leben erfüllt worden wäre. Dabei sollten doch der »Kampf gegen den Antisemitismus« verstärkt und das »jüdische Leben in Deutschland weiter fördert« werden.
          Insgesamt sieben Nichtregierungsorganisation nahmen die Untätigkeit der Bundesregierung zum Anlass, um am Donnerstag in Berlin ihre Forderungen nach einer baldigen Umsetzung der Resolution zu bekräftigen. So sei das Expertengremium, das Regierung und Bundestag beim Kampf gegen den Antisemitismus unterstützen sollte, noch immer nicht berufen worden, kritisierte Deidre Berger vom American Jewish Committee in Deutschland (AJC). Möglicherweise seien »Unstimmigkeiten« zwischen Bundesinnenministerium und Parlament Grund für die Verzögerungen, vermutete Berger. Das laut Resolution vorgesehene Gremium soll regelmäßige Lageberichte liefern sowie einen Aktionsplan gegen Antisemitismus erarbeiten. Weil die Berichte politischen Staub aufwirbeln könnten, lässt man sich offenbar Zeit bei der Besetzung des Gremiums ...
          Anetta Kahane, Gründerin der Amadeu Antonio Stiftung, warnte davor, das Phänomen Antisemitismus nur im islamistischen Migrantenmilieu zu verorten. Man dürfe den hier lebenden Ausländern nicht den »Schwarzen Peter zuschieben«, so Kahane. Der Antisemitismus sei auch in der Mitte der Gesellschaft vorhanden. Es fehle aber diesbezüglich an Selbstkritik. Hier könnte der Lagebericht des Expertengremiums vielleicht Abhilfe schaffen.

        7. DEUTSCHLANDFUNK  -  Informationen am Mittag, 09.07.2009 13:24 - "Kritik von Verbänden: Anti-Semitismus-Resolution ohne konkrete Folgen"
          Sendezeit: 09.07.2009 13:24 
           
          Autor: Labuhn, Wolfgang 
           
          Programm: Deutschlandfunk 
           
          Sendung: Informationen am Mittag 
           
          Länge: 02:43 Minuten 
           
          http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/07/09/dlf_20090709_1324_ab7b040e.m p3
           
        8. Gerade auf dem Gebiet der Antisemitismusbekämpfung gibt es viele unterschiedliche Meinungen... Auch wenn ich Broders Meinung in Bezug auf den geforderten Antisemitismusbericht und in Bezug auf ein (richtig zusammen gesetztes!) Expertengremium nicht teile, so kann ich doch vielen seiner Punkten und der insgesamt daraus hervorgehenden Frustration zustimmen!!! sst 
          S
          PIEGEL - EXPERTENGREMIUM - Mit Kommissionitis gegen den Antisemitismus
          Ein Expertengremium zum Antisemitismus muss her - noch vor Ablauf der Legislaturperiode des Bundestags: Das fordern kategorisch sechs Nichtregierungsorganisationen. SPIEGEL-ONLINE-Autor Henryk M. Broder hält das für eine ABM-Maßnahme, die niemandem nützen wird.
          Zu den großen Errungenschaften der Political Correctness in der Bundesrepublik gehört, dass es für alles einen "Beauftragten" gibt: Einen "Wehrbeauftragten" des Bundestages, bei dem sich Soldaten über lange Dienstzeiten und schlechtes Essen beschweren können, eine "Drogenbeauftragte" der Bundesregierung, die Jugendlichen nicht nur das Rauchen und das Kampftrinken sondern auch den exzessiven Umgang mit Computerspielen abgewöhnen will, einen "Patientenbeauftragten" beim Gesundheitsministerium, von dem man freilich bis jetzt wenig gehört hat.
          Verwüstung auf dem jüdischen Friedhof bei Diespeck: Ein Fall für einen Antisemitismus-Beauftragten?
          Verwüstung auf dem jüdischen Friedhof bei Diespeck: Ein Fall für einen Antisemitismus-Beauftragten?
          Jeder größere Betrieb hat einen "Suchtbeauftragten", der sich um die Alkohol- und Drogenabhängigen kümmert, in jeder Hochschule gibt es eine "Gleichstellungsbeauftragte", die darauf achtet, dass Frauen nicht benachteiligt werden. Sehr im Kommen bei Firmen und Institutionen sind auch "Umweltbeauftragte". Inzwischen gibt es sogar eine "Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten" der Evangelischen Kirchen der Bundesrepublik. Es wird nicht lange dauern, bis auch die Katholiken nachziehen werden.
          Auf diese Weise ist ein ganz neuer Berufsstand entstanden, nach "Konkursverwalter" und "Eventmanager" eine weitere innovative Nische in der postindustriellen Gesellschaft, in der sich immer mehr Menschen einrichten, die nicht wissen, was sie sonst machen sollten.  

        9. NPD-BLOG.INFO - Acht Monate Antisemitismus-Resolution, acht Monate ist nichts passiert!
          In einer gemeinsamen Stellungnahme wird die Bundesregierung zur sofortigen Umsetzung der „Antisemitismus-Resolution“ des Deutschen Bundestags aufgerufen. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Amadeu Antonio Stiftung, American Jewish Committee, Anne-Frank-Zentrum, Fritz Bauer Institut, Gegen Vergessen – Für Demokratie und das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität fordern:

          „Aufgrund der nahezu unverändert hohen Zahl antisemitischer Vorfälle ist die rasche Umsetzung der vom Deutschen Bundestag geforderten Maßnahmen, den Kampf gegen Antisemitismus zu verstärken, unerlässlich.“
          Acht Monate nach der Verabschiedung der anlässlich des 70. Jahrestags der Novemberpogrome von 1938 gefassten Erklärung sind die vom Deutschen Bundestag geforderten Maßnahmen zum Kampf gegen Antisemitismus noch immer nicht von der Bundesregierung umgesetzt worden.
          Deutliche Kritik üben die Organisationen an der noch ausstehenden Berufung des unabhängigen Expertengremiums. Das Gremium sehen die NGO’s als einen ersten Schritt, um die Bekämpfung des Antisemitismus auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen und die Schwerpunkte in der Antisemitismusbekämpfung an gegenwärtige Herausforderungen anzupassen sowie die bisherigen Aktivitäten zur Antisemitismusbekämpfung innerhalb der Bundesregierung nachhaltiger zu gestalten und zu vernetzen. Das vom Parlament geforderte Expertengremium sollte aus erfahrenen und anerkannten Wissenschaftlern und Praktikern aus dem Bereich Antisemitismusforschung und Pädagogik, profilierten Vertretern staatlicher Institutionen, Gedenkstätten, Museumseinrichtungen und Bildungsstätten sowie Vertretern jüdischer Institutionen bestehen. Das Gremium soll der Bundesregierung und dem Bundestag einen regelmäßigen Bericht und Aktionsplan zum Kampf gegen Antisemitismus vorlegen.
          Für eine nachhaltige Antisemitismusbekämpfung sehen die NGO’s es als erforderlich an, ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein über Formen, Geschichte und Auftreten von Antisemitismus zu fördern und das Bewusstsein für demokratische Werte und Menschenrechte zu stärken. Aus diesem Grund wird eine kontinuierliche Förderstruktur für Modellprojekte und eine dauerhafte Finanzierung von Bildungsmaßnahmen für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus im Rahmen von Demokratie- und Menschenrechtsbildung gefordert. Nur so ließe sich auf den ständigen Wandel der Erscheinungs- und Verbreitungsformen des Antisemitismus und des Rechtsextremismus in Jugendkulturen und gesellschaftlichen Alltagspraxen angemessen reagieren. Zugleich ist ein vertieftes wissenschaftliches Verständnis von Antisemitismus in allen seinen Erscheinungsformen und Ursachen erforderlich, um die bestehen Bundesprogramme effektiv und bedürfnisorientiert zu gestalten. 

        10. WELT ONLINE - Die Resolution des Bundestags 
          * Am 4. November 2008 beschloss der Bundestag mit den Stimmen von Union, SPD, FDP und Grünen eine Resolution zum "Kampf gegen Antisemitismus", der "in allen Schichten der Bevölkerung zu finden" sei. Der Text betont: "Die Solidarität mit Israel ist ein unaufgebbarer Teil der deutschen Staatsräson." Gefordert werden ein Expertengremium für die Analyse des Problems, pädagogischer Einsatz gegen Judenfeindschaft, eine Überarbeitung der Kampagnen zum Thema sowie die Eindämmung antisemitischer Propaganda. Die Linksfraktion übernahm die Resolution als eigenen Antrag, aber elf ihrer Abgeordneten stimmten nicht zu.


        11. Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus, Jüdische Gemeinde zu Berlin und Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus - Juli 8, 2009 - Gemeinsame Presseerklärung: Wir fordern eine zügige Umsetzung des Beschlusses des Deutschen Bundestags zur Antisemitismusbekämpfung vom 4. November 2008 - Die personelle Zusammensetzung eines neuen, von der Bundesregierung einzusetzenden Expertengremiums muss der Zielsetzung des Bundestagsbeschlusses entsprechen, die sich auf alle Formen des Antisemitismus - den traditionellen rechtsradikalen, aber auch den neuen, antiisraelischen sowie den islamischen und den mit Völkermordhetze verbundenen Antisemitismus der Islamischen Republik Iran - bezieht.

          Der Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus, ein überparteilicher Zusammenschluss, dem 21 Verbände und Organisationsvertreter mit unterschiedlicher konfessioneller - christlicher, jüdischer und muslimischer - oder sonstiger Orientierung angehören (siehe unten Anhang), die Jüdische Gemeinde zu Berlin und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus haben am 6. November 2008 den am 4. November 2008 vom Deutschen Bundestag mit  großer Mehrheit gefassten Beschluss „Den Kampf gegen Antisemitismus stärken, jüdisches Leben in Deutschland weiter fördern“ in einer gemeinsamen Erklärung ausdrücklich begrüßt. Der Bundestagsbeschluss geht auch auf Initiativen dieser drei Organisationen zurück. Die von allen Bundestagsfraktionen verabschiedete Erklärung ruft die Bundesregierung u. a. dazu auf,  regelmäßig einen Bericht zur Antisemitismusbekämpfung vorzulegen, ein Expertengremium für die Antisemitismusbekämpfung einzusetzen sowie jüdische Einrichtungen zu fördern.
          Der Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus, die Jüdische Gemeinde zu Berlin und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus setzen sich für eine zügige, aber auch sorgfältige Umsetzung des Bundestagsbeschlusses vom 4. November 2008 ein. Sie fordern ebenso, dass die personelle Zusammensetzung eines neuen, von der Bundesregierung einzusetzenden Expertengremiums der Zielsetzung des Bundestagsbeschlusses entspricht, die sich auf alle Formen des Antisemitismus - den traditionellen rechtsradikalen, aber auch den neuen, antiisraelischen sowie den islamischen und den mit Völkermordhetze verbundenen Antisemitismus der Islamischen Republik Iran - bezieht. Bei der Förderung jüdischer Einrichtungen, etwa der Gründung einer Hebräischen Universität in Deutschland, sollten, wie dies der Koordinierungsrat bei anderer Gelegenheit vorgeschlagen hat, vorhandene Institutionen wie das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam einbezogen werden. 
          Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungs­organisationen gegen Antisemitismus 
          Pressesprecher: Daniel Kilpert, M.A. · Herthastr. 5 · 13184 Berlin· Tel.: +49-30-69 81 83 76 · E-Mail: kilpert@... 
          (zu Mitgliedern, Vorstand und Pressesprechern vgl. Anlage I) 
          Jüdische Gemeinde zu Berlin · Oranienburger Str. 28-31 ·10117 Berlin 
          Vorsitzende: Lala Süsskind · Tel.: +49-30-880 28-232 · Fax +49-30-880 28-250 · E-Mail: vorstand@...  
          Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus· Oranienburger Str. 28-31 ·10117 Berlin 
          Vorsitzender: Levi Salomon · Tel.: +49-30-880 28-357 · Fax +49-30-880 28-250 · E-Mail: levi.salomon@...


      2. Erfreulicherweise gibt es doch noch aktuelle Botschaftsangehörige, die den Antisemitismus in Deutschland richtig einschätzen... Schade nur, daß es da diesen Ex-Botschafter gibt, der immer wieder meint sich mit gedankenlosen und unwissenschaftlichen Kommentaren zu allem zu Wort melden zu müssen....
        NEWSLETTER DER ISR. BOTSCHAFT -
        Mor blickt zurück
        Israels scheidender Gesandter und stellvertretender Botschafter in Deutschland, Ilan Mor, hat sich im Interview mit TV Berlin zu seiner fünfjährigen Tätigkeit in Berlin geäußert.

        Moderator Gunnar Schupelius würdigte den Gesandten eingangs als „Konstante unter den Botschaftern“: „Für uns waren Sie immer der Ansprechpartner schlechthin“. „Sie kennen Berlin wie kein anderer Diplomat in Berlin.“
        Mor plädierte für eine weitere Intensivierung der deutsch-israelischen Beziehungen. Ingesamt kehre er mit einem guten Eindruck zurück, wenn auch - aufgrund konstanter Tendenzen von Antisemitismus und Rechtsradikalismus – „nicht ohne Bedenken“.
        Das ganze Interview gibt es unter den folgenden Links:
        http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoafMF0I.html
        http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoafMFuZ.html
        (TV Berlin, 09.07.09)

      3. TAZ - Mordprozess gegen "Barbaren" in Paris - Mord aus Geldgier und Antisemitismus
        Die "Gang der Barbaren" aus einer Vorstadt von Paris entführte und tötete einen jungen Handyverkäufer, weil er Jude war. Jetzt droht den 27 geständigen Angeklagten lange Haft. VON DOROTHEA HAHN
        PARIS - "Ich bin untröstlich über das, was ich getan habe", sagt die junge Frau, "und untröstlich darüber, was ich nicht getan habe." Sie hat den Handyverkäufer Ilan Halimi verführt und in die Falle gelockt in einem sozialen Wohnungsbau in Bagneux, südlich von Paris. Ein anderer Angeklagter versichert: "Ich werde meine Passivität lebenslänglich bereuen." Er hat den Gefangenen Ilan Halimi am Anfang der dreiwöchigen Gefangennahme bewacht.


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    Fri Jul 10, 2009 9:12 pm

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