Der HC “DAILY Press Review"
Aktuelle Berichterstattung zu den Themen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Jüdisches Leben, Islam und mehr…
-
-
AKTUELL / THEMEN DES TAGES...
-
ZUM THEMA "ANTISEMITISMUS"...
-
ZUM THEMA "RECHTE GEWALT / RECHTSEXTREMISMUS, RASSISMUS UND FREMDENFEINDLICHKEIT"...
-
ZUM THEMA "NPD"...
-
ZUM THEMA "ISLAMISMUS"...
-
ZUM THEMA "TERRORISMUS"...
-
ZUM THEMA "JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND"...
-
ZUM THEMA "JÜDISCHES LEBEN IN DER WELT"...
-
ZUM THEMA "HOLOCAUST, 2. WELTKRIEG, ERINNERUNG & MEHR"...
-
ZUM THEMA "RESTITUTION"...
-
ZUM THEMA "ÖSTERREICH"...
-
SONSTIGES...
-
|
|
Noch einige Hinweise zu unserem Pressespiegel... 1. Unsere Mails lassen sich am besten im "Traditionellen" Format lesen. Um auf dieses Format umzustellen, einfach hier klicken "Switch format to Traditional" und abschicken... 2. Bei dem täglichen Pressespiegel legen wir viel Wert auf Vollständigkeit. Wem dies zu viel ist, empfehlen wir auf unsere WÖCHENTLICHEN Mails umzustellen, oder sich ggf. nur auf die Sonderausgaben zu begrenzen… 3. Der nachfolgende Pressespiegel soll dazu beitragen ein möglichst WAHRHAFTIGES Bild über alles Rund um die Themen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Islamismus zu bekommen. Die hier veröffentlichten Artikel und Links repräsentieren nicht unbedingt die Meinungen der Redaktion, oder der restlichen Mitglieder der Honestly Concerned Mailingliste. JEDE WEITERVERÖFFENTLICHUNG DER BEI UNS VERÖFFENTLICHTEN BRIEFE ODER KOMMENTARE, OHNE VORHERIGE GENEHMIGUNG DER URSPRÜNGLICHEN ABSENDER ODER DER REDAKTION, IST STRIKT UNTERSAGT! |
TEIL 1 – Kurzkommentare & Kurzmeldungen
-
Wir gratulieren und wünschen ein herzliches Mazal Tov!!!
IKG - Geschichte als Schicksal: Autor und Historiker Arno Lustiger wird 85 - Überlebte sechs Konzentrationslager und zwei Todesmärsche - Geburtstag am Donnerstag
Frankfurt/Main (dpa) - Arno Lustiger hat nie Abitur gemacht und nie eine Hochschule besucht. Dennoch ist der frühere Textilhändler, der an diesem Donnerstag (7. Mai) in Frankfurt 85 Jahre alt wird, zu einer akademischen Instanz für die Geschichte der Juden während des Holocausts geworden.
Es war das eigene unfassbar harte Schicksal, das bei Lustiger den Drang zum Historiker geweckt hat. Sechs Konzentrationslager und zwei Todesmärsche hat er überlebt. Er empfand es als persönliches Anliegen, die These zu widerlegen, dass sich die Juden in der Nazi-Zeit wie die sprichwörtlichen "Lämmer zur Schlachtbank" führen ließen. Erst nach einem Herzinfarkt in den 1980er Jahren fand der Autodidakt dann die Zeit für seine Recherchen.
In vielen Büchern hat Lustiger bewiesen, dass in den von Nazi-Deutschland besetzten Gebieten der jüdische Widerstand stark war. "Es gab beispielsweise tausende jüdische Partisanen im Osten", sagt Lustiger. Jetzt geht es ihm darum aufzuzeigen, dass den Juden während der Nazi-Vernichtungspolitik auch von vielen Nichtjuden geholfen wurde.
"Es ist viel zu wenig bekannt, dass es auch in Deutschland tausende Menschen gegeben hat, die dafür ihr eigenes Leben riskiert haben", sagt Lustiger. Noch weniger weiß man, dass auch in den besetzten Gebieten bis hin nach Tunesien die verfolgten Juden Unterstützung fanden. Der in vielen Ländern und Sprachen beheimatete Lustiger hat den Ehrgeiz, die erste Gesamtdarstellung über die Rettung von Juden im europäischen Rahmen vorzulegen.
Arno Lustiger wurde am 7. Mai 1924 im oberschlesischen Bedzin als Sohn eines Unternehmers geboren. Nach dem deutschen Einmarsch in Polen wurde er verhaftet. Er überstand mehrere Jahre Haft und Zwangsarbeit in sechs KZs, darunter in den Außenlagern von Auschwitz und Buchenwald. Zweimal wurde er zu einem der sogenannten Todesmärsche gezwungen, die Tausende von KZ-Häftlingen nicht überlebten.
Nach dem Krieg blieb Lustiger, von dessen siebenköpfiger Familie fünf Mitglieder am Leben blieben, unfreiwillig in Frankfurt hängen. Seiner kranken Schwester und Mutter war die Einreise in die USA verweigert worden. In Frankfurt war er maßgeblich am Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde beteiligt, die einst nach Berlin die größte in Deutschland war.
Als "Außenseiter und Quereinsteiger" habe er es nicht leicht in der Wissenschaft gehabt, sagt Lustiger. Vier Semester lehrte er am Frankfurter Fritz-Bauer-Institut zur Erforschung des Holocausts. Danach erhielt er - vor zwei Jahren - vom Land Hessen den Titel des Professors.
Anders als der Vater kehrten die beiden Töchter Lustigers dem Nachkriegs-Deutschland den Rücken und gingen nach Israel und Frankreich. Dort lebte bis zu seinem Tod im August 2007 auch Arno Lustigers Cousin, Jean-Marie Lustiger. Dieser war früh zum Katholizismus übergetreten und wurde als Kardinal und Erzbischof von Paris zum prominentesten Würdenträger der französischen Kirche.
Lustigers ebenfalls in Paris lebende Tochter Gila ist als Schriftstellerin hervorgetreten. 2005 veröffentlichte sie den vielbeachteten Roman "So sind wir", eine jüdische Familiensaga, in der sie auch ihrem Vater ein Denkmal setzt. Dieser fühlt sich nach über 60 Jahren in Frankfurt gut verwurzelt. "Die Schweizer Straße in (Frankfurt)-Sachsenhausen ist mein Schtetl", scherzt er.
Arno Lustiger ist ein neugieriger und offener Mensch, der gerne unter Leuten ist. So hat er einst auch mit Oskar Schindler, dem Retter der "Schindler-Juden", ab und zu ein Bierchen getrunken. Schindler - verarmt und auf jüdische Hilfe angewiesen - lebte bis zu seinem Tod 1974 in Frankfurt. "Über die Nazi-Zeit wollte Schindler aber nicht reden", erzählt Lustiger.-
Wiener Zeitung - ‎Chronist des Widerstandes Arno Lustiger
-
-
ddp - SPD-Länder dringen auf neues NPD-Verbotsverfahren
Berlin (ddp). Die SPD-geführten Bundesländer sind sich sicher: Die NPD ist verfassungsfeindlich. Grundlage sind nicht die Berichte von V-Leuten des Verfassungsschutzes, sondern öffentliche Äußerungen von NPD-Funktionären oder öffentliche Dokumente. «Die NPD ist unstreitig eine Bedrohung für unsere Demokratie», betonte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD). Gemeinsam mit Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) stellte Hövelmann am Montag in Berlin eine entsprechende Materialsammlung vor. Beteiligt an der Zusammenstellung sind auch die Länder Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.
Das Bundesinnenministerium bezeichnete die Initiative als «unseriös». «Dieses offen verwertbare Material heißt noch lange nicht, dass man es in einem erneuten Verbotsverfahren einsetzen kann», sagte ein Ministeriumssprecher. Auch bei öffentlichen Materialien könne man nicht ausschließen, dass V-Leute ihren Einfluss geltend gemacht hätten. 2003 scheiterte ein NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe an den V-Leuten des Verfassungsschutzes.
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, begrüßte die Initiative der SPD-geführten Länder und bezeichnete die Reaktion des Bundesinnenministeriums als «unerträglich» und absurd«. Neben der Prüfung eines neuerlichen Verbotsverfahrens forderte sie mehr Geld und Sicherheit für Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzten. »Nur über das Verbot zu reden, nutzt im Zweifel der NPD«. Die Übergriffe von Neonazis auf eine Mai-Kundgebung in Dortmund hätten eine »neue Qualität rechtsextremer Gewalt« gezeigt, »der etwas entgegengesetzt werden muss«.
Die Linke forderte vor einem neuen Verbotsverfahren den Abzug aller V-Leute aus den NPD-Gremien. »Nur so lässt sich ausschließen, dass frei zugängliche Texte der NPD von Spitzeln der Geheimdienste verfasst wurden«, sagte die innenpolitische Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke. Sie kritisierte, die SPD drücke sich vor dieser Frage.
Hövelmann kündigte an, seine V-Leute im Falle eines Verbotsverfahrens abziehen zu wollen. Wer nach Gründen suche, die NPD zu verbieten, werde in der Dokumentation fündig, betonte er. Die Zusammenstellung zeige deutlich »die verfassungsfeindliche Ausrichtung der NPD, ihre ideologische Kontinuität zum Nationalsozialismus und ihre aggressiv-kämpferische Haltung gegenüber dem demokratischen Staat«. Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) bekräftigte daher seine Forderung nach einem Verbot der Partei. Ein Verbotsantrag in Karlsruhe sei aus seiner Sicht »ohne Alternative«. Wichtig sei dabei, dass Bund und Länder an einem Strang zögen.
Mäurer, der derzeit den Vorsitz der Innenministerkonferenz (IMK) innehat, beklagte das Fehlen der CDU-geführten Bundesländer bei der Materialsammlung. Er kritisierte, die Union konzentriere sich zu sehr auf »taktische Erwägungen«. Berlins Innensenator Körting unterstrich, ihm gehe es nicht um die Debatte, ob man die NPD verbiete. Bei der Dokumentation handle es sich nicht um einen Vorentwurf für ein neues Verbotsverfahren, sondern um einen Beitrag zur Aufklärung. »Insofern bedauere ich, dass die anderen Bundesländer sich schon verweigert haben, Quellenmaterial zusammenzustellen", sagte Körting.
-
Frankfurter Allgemeine Zeitung - ‎SPD: „Verfassungsfeindlichkeit der NPD belegt“
Köln (ddp-nrw). Der Kölner Publizist Ralph Giordano hat den für das Wochenende geplanten «Anti-Islamisierungskongress» des rechtspopulistischen »Bürgerbündnis Pro Köln« scharf kritisiert. Den Veranstaltern gehe es darum, muslimische Einwanderer pauschal als Kriminelle zu denunzieren. Auch würden begründete islamkritische Haltungen der Bevölkerung im Sinne eines rassistischen Rechtspopulismus ausgebeutet und missbraucht, betonte Giordano in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung.
Der Publizist wiederholte ausdrücklich seine Charakterisierung von »Pro Köln« als »die zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus, die, wenn sie könnte, wie sie wollte, mich in eine Gaskammer stecken würde«.
Zugleich warf Giordano den Gegendemonstranten des Kongresses Unglaubwürdigkeit vor, wenn »sie sich notorisch wegducken, sobald es gilt, Front zu machen gegen die Unterdrückung, Abschottung und Ausgrenzung von Frauen in den muslimischen Parallelgesellschaften«.
Bereits am 20. September vergangenen Jahres hatten Pro Köln /Pro NRW Rechtspolitiker aus ganz Europa zu einer Großkundgebung auf den Kölner Heumarkt geladen. Daraufhin blockierten Tausende Gegendemonstranten den Zugang zum Veranstaltungsort, gleichzeitig gab es mehrere Gegenkundgebungen. Als es am Rande zu Ausschreitungen mit Autonomen kam, untersagte Kölns Polizeipräsident Klaus Steffenhagen die rechte Kundgebung.
Auch zu der Hauptkundgebung von »Pro Köln" am Samstag werden wieder zahlreiche Gegendemonstranten erwartet.
Der Nah- und MittelOst-Verein (NUMOV) - die 1934 gegründete zentrale Förderorganisation für den deutschen Handel in die Region - veranstaltet am 5.5.2009 das zweite große Forum zur Förderung des deutsch-iranischen Handels innerhalb kürzester Zeit. Rudolf Dressler (SPD), ehemaliger deutscher Botschafter in Israel, Unterstützer der Kampagne „STOP THE BOMB – Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!“ und Mitglied im Beirat des NUMOV übt Kritik: "Ich halte es für nicht opportun, solche Werbeveranstaltungen gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt abzuhalten. Die momentane Verhandlungsphase erfordert vielmehr, dass man dem iranischen Regime den Preis vor Augen führt, den es zu zahlen hat, wenn es weiterhin mit seinem Atomprogramm gegen Bestimmungen der internationalen Gemeinschaft verstößt."
Die Öffentlichkeit in Deutschland müsse mehr über die Bedrohung durch den Iran, den umfassenden deutsch-iranischen Handel und die Sanktionsmöglichkeiten informiert werden, so Dressler. "Besuche von westlichen Politikern im Iran, wie derjenige Gerhard Schröders im Februar dieses Jahres konterkarieren die aktuellen Bemühungen um eine Lösung des Konflikts, auch wenn sie als Privatreisen deklariert werden.“ Altkanzler Schröder ist Ehrenvorsitzender des NUMOV und hat sich immer wieder gegen Iran-Sanktionen ausgesprochen.
Beim „NUMOV energy round table - focus Iran“ wird es am 5.5. in Berlin um Geschäfte im Energiesektor gehen, in dem der Iran besonders auf deutsche Technologielieferungen angewiesen ist. Bereits am 27.4.2009 fand in Düsseldorf ein vom NUMOV organisiertes deutsch-iranisches Wirtschaftsforum statt, bei dem laut dem iranischen Botschafter in Deutschland, Ali Reza Sheikh Attar, „Vertreter von etwa 200 deutschen Unternehmen und zahlreiche iranische Industrie-Manager“ teilnahmen. Linde, BASF, Lurgi, ThyssenKrupp, Siemens, ZF Friedrichshafen, Mercedes, Volkswagen und MAN betreiben laut Farsnews „große Infrastrukturprojekte im Iran“. (1) Am 16.4.2009 wurden zudem Pläne der Bayerngas GmbH bekannt, Technologie für den Gassektor an den Iran zu liefern. (2)
Die Kampagne STOP THE BOMB, die für effektive Sanktionen gegen das iranische Regime eintritt, wird am 5.5.2009 um 11 Uhr eine Protestkundgebung unter dem Motto „Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime - Keine Unterstützung für Terror, Diktatur, Islamismus und Antisemitismus!“ vor dem NUMOV-Sitz in Berlin abhalten.
Alle weiteren Informationen zu der NUMOV-Veranstaltung, zur Protestkundgebung und zur Kampagne STOP THE BOMB finden Sie unter
http://de.stopthebomb.net/start/deutschland/numov.html
(1) http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=8802071096
(2) http://de.stopthebomb.net/start/deutschland/presse/presseaussendungen.html#c695
Kontakt:
Info-de@...
Tel.: +49 (0)30 8733 3417
Fax: +49 (0)30 700 143 1010
-
WELT - Geschäfte hinter verschlossenen Türen - 6. Mai 2009, 03:02 Uhr
Eine Konferenz für deutsche Wirtschaftsvertreter in Berlin will den Handel mit dem Iran fördern. Dahinter steht ein umstrittener Verein
Derzeit florieren die deutschen Wirtschaftsbeziehungen zum Iran. Das spiegelt sich etwa in dem Wirtschaftstreffen unter dem Titel "Focus Iran", das der Nah- und Mittelost-Verein e. V. (Numov) am Dienstag in Berlin veranstaltete. Doch für den Staat Israel ist das deutsch-iranische Geschäft existenzbedrohend, meinen Kritiker. Und der Numov organisierte in letzter Zeit gleich mehrere solcher Treffen. Allein beim deutsch-iranischen Wirtschaftsforum, das der Verein Ende April in Düsseldorf veranstaltete, nahmen nach Angaben des iranischen Botschafters in Berlin, Ali Reza Sheikh Attar, etwa 200 deutsche Unternehmen teil... -
JP - Former German envoy blasts Schröder's Iran lobby work - May. 6, 2009 - Benjamin Weinthal
Rudolf Dressler, a former ambassador to Israel, on Monday slammed ex-chancellor Gerhard Schröder's efforts to expand trade with Iran.
"Visits of Western politicians in Iran, like the one of Gerhard Schröder in February of this year, thwart the current efforts toward a solution of the conflict, even if they are declared private visits," Dressler, who like Schröder is a member of the Social Democratic Party (SPD), said in statement.
Dressler's public rebuke of Schröder, coupled with his criticism of Germany's roughly €4 billion in annual trade with Teheran, represent a remarkable break from a rather meek SPD posture toward sanctioning Iran because of its nuclear enrichment program. While declaring solidarity with Israel in scores of resolutions and events honoring the 6Oth anniversary of the Jewish state's creation, SPD Bundestag deputies have declined to enact legislation to curtail the mushrooming German-Iranian trade.... -
STOP THE BOMB - Protestkundgebung am Dienstag, den 5.5.2009, 11 Uhr, vor der NUMOV-Zentrale in Berlin-Mitte, Jägerstr. 63: Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!
Wie kürzlich bekannt wurde, soll am 5. Mai findet in Berlin ein Forum zur Förderung der deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen stattfinden, organisiert vom deutschen Nah- und MittelOst-Verein e.V., kurz NUMOV. (1)
Zu den ersten Vorstandsmitgliedern des 1934 gegründeten NUMOV gehörten Vertreter von Siemens, IG Farben und anderen Akteuren und Profiteuren der nationalsozialistischen Kriegs- und Vernichtungspolitik. „Wir waren nie politisch“, behauptet dagegen NUMOV-Geschäftsführerin Helene Rang. Kritische Fragen nach der Förderung von Geschäften mit einem Regime, dass den Holocaust leugnet, wies sie als „Beleidigung für die Deutschen“ zurück. (2) Heute gehören dem NUMOV-Vorstand führende Vertreter deutscher Unternehmen wie ThyssenKrupp, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, MAN und E.ON Ruhrgas an, aber auch Bundestagsabgeordnete und leitende Medienvertreter. (3) Ehrenvorsitzender ist Altkanzler Gerhard Schröder, der sich seit Jahren gegen Sanktionen und für den Ausbau des Handels mit der Islamischen Republik Iran ausspricht. (4) Im Februar dieses Jahres reiste Schröder nach Teheran, um sich dort mit Präsident Mahmoud Ahmadinejad und Parlamentspräsident Ali Larijani zu treffen. Die auf der Seite des NUMOV dokumentierten Bilder geben einen Eindruck von der herzlichen Atmosphäre dieses Treffens. (5)
Schon bei einem am 27.4.2009 in Düsseldorf vom NUMOV organisierten Wirtschaftstreffen hatten „Vertreter von etwa 200 deutschen Unternehmen und zahlreiche iranische Industrie-Manager“ darüber diskutiert, wie die „bilateralen Industrie-Verbindungen weiter ausgebaut werden können“, so der Botschafter der Islamischen Republik Iran in Deutschland, Ali Reza Sheikh Attar. (6) Das für den 5.5.2009 in Berlin angekündigte zweite Wirtschaftstreffen soll sich vornehmlich um den Energiesektor drehen, der die wichtigste Machtbasis und Einnahmequelle des Regimes darstellt. Gerade in diesem Bereich sind große Teile der Industrie im Besitz des Regimes und besonders der iranische Revolutionsgarden. Die Revolutionsgarden sind für die „Sicherung“ und „Ausbreitung“ der Islamischen Revolution zuständig, durch Bekämpfung der Opposition im Iran und Exil und die Förderung islamistischer Kräfte weltweit, besonders der antisemitischen Terrororganisationen Hamas und Hisbollah. Und auch das iranische Atom- und Raketenprogramm wird wesentlich von den Revolutionsgarden betrieben. (7)
Die Islamischen Republik Iran ist nicht nur der größte und aggressivste staatliche Förderer von Antisemitismus und Islamismus. Es handelt sich auch um eine menschenverachtende Diktatur, in der besonders demokratische Kräfte, Frauen, Homosexuelle, religiösen und ethnische Minderheiten unterdrückt, verfolgt, gefoltert und ermordet werden. Das iranische Atomprogramm stellt nicht nur eine existenzielle Bedrohung für Israel dar, sondern ist durch das drohende nukleare Wettrüsten in der Krisenregion Naher Osten und die Stärkung islamistische Kräfte eine globale Gefahr.
Trotz allem ist Deutschland noch immer der wichtigste westliche Handelspartner und Technologielieferant des iranischen Regimes, allein 2008 stieg der Export in den Iran um 10,5 % an. (8) Und wenn nun der NUMOV weitere Geschäfte mit dem Iran fördern will, ist dies alles andere als „unpolitisch“, sondern eine Unterstützung der Islamischen Republik Iran, der Terrorherrschaft und des islamistischen Krieges gegen Israel und gegen Freiheit, Demokratie und Menschenrechte weltweit.
Die Kampagne STOP THE BOMB ruft deshalb am Tag des deutsch-iranischen Wirtschaftstreffens zu einem ersten Protest vor der Berliner NUMOV-Zentrale auf:
Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!
Keine Unterstützung für Terror, Diktatur, Islamismus und Antisemitismus!
Für einen säkularen und demokratischen Iran!
Kontakt: info-de@..., 030-8733 3417
Anmerkungen:
(1) http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1239710821258&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull <http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1239710821258&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull>
(2) Ebd. Zur Legitimation des deutschen Iran-Handels relativiert NUMOV-Geschäftsführerin Helene Rang in einem Radio-Interview auch die vom iranischen Regime betriebene Holocaust-Leugnung (ab Minute 23.20):
http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/derTag/derTag_20090128.mp3
Zum Thema Holocaust-Leugnung siehe etwa http://www.matthiaskuentzel.de/contents/warum-leugnet-der-iran-den-holocaust <http://www.matthiaskuentzel.de/contents/warum-leugnet-der-iran-den-holocaust>
und
http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=IR5307&Category=ir&Subcategory=19
(3) http://www.numov.org/content/view/49/55/lang,de_DE/
(4) http://www.sueddeutsche.de/politik/727/401509/text/print.html
(5) http://www.numov.org/component/option,com_zoom/Itemid,105/catid,31/lang,de_DE/
(6) http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=8802071096
und
http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=92828§ionid=3510213
(7) Zur Rolle der Revolutionsgarden siehe etwa http://www.aei.org/docLib/20090326_InterviewAliAlfoneh.pdf
(8) http://www.nzz.ch/nachrichten/international/bluehende_geschaefte_deutschlands_mit_iran_1.2087809.html?printview=true -
IRAN PRESS TV - German firms want gov't backing in Iran trade
German companies attending an economic session with Iran have called on Berlin to ease conditions for their presence in the Iranian market.
About 200 German firms, including construction and tunneling firm Herrenknecht, Structural Metal Manufacturing firm SMS Siemag AG and VEM Motors, participated in the one-day session held in the western city of Dusseldorf, IRNA reported.
The German companies criticized Berlin for giving in to the pressure exerted by certain countries to restrict trade with Iran in addition to the United Nations sanctions against Iran.
The UN has imposed three rounds of sanctions against Iran to stop the country's nuclear program, which the US and its European allies claim is aimed at developing nuclear weaponry.
Iran denies Western allegations, arguing that the nuclear Non-Proliferation Treaty (NPT) -- to which it is a signatory -- grants it the right to a domestic, civilian nuclear program.
In addition to UN sanctions, Germany has cut credit guarantees for companies exporting to Iran in line with efforts to pressure Tehran over its nuclear program.
Despite the sharp cut in export guarantees, German exports to Iran increased from 3.6 billion euros ($4.58 billion) in 2007 to 3.92 billion euros ($4.99 billion) last year.
Some 1,700 German companies, including giants such as Siemens and the chemical group BASF, are currently working in Iran.
Germany is Iran's biggest trade partner in the European Union.
The Iranian delegation, headed by Ahmad Qalebani, deputy to Iran's minister of industries and mining, further discussed cooperation with German companies on joint projects in Iraq, Afghanistan and Latin American countries.
MEMRI IRANIAN MEDIA BLOG - Iranian Embassy in Berlin Marks Iran Army Day
Iran's Embassy in Berlin marked the Islamic Republic of Iran's Army Day yesterday evening with a special ceremony.
Senior German political representatives and military officials as well as military attaches from dozens of countries attended the Army Day festivities, which took place at Iran's diplomatic mission in Germany for the first time after 25 years.
Source: IRNA, Iran, April 29, 2009
Kairo (AP) Einem achtjährigen Mädchen in Saudi-Arabien ist die Scheidung von seinem 50 Jahre alten Ehemann gewährt worden. Der Vater hatte die Minderjährige vor einem Jahr zu der Heirat gezwungen und dafür umgerechnet etwa 10.000 Euro erhalten, wie der Anwalt des Kindes am Donnerstag mitteilte. Bei einer außergerichtlichen Einigung wurde dem Mädchen auf Antrag der Mutter schließlich die Scheidung gestattet.In Saudi-Arabien gibt es keine gesetzlichen Vorschriften für das Mindestalter bei einer Eheschließung. Formell muss die Frau jedoch der Heirat zustimmen, auch wenn diese Regelung häufig umgangen wird. Ein Gericht in der Stadt Oneisa hatte den von der Mutter eingereichten Scheidungsantrag zunächst mit der Begründung abgelehnt, das Mädchen müsse den Antrag selber einreichen, wozu sie jedoch als Kind noch nicht berechtigt sei.
Saudi-Arabien ist wegen der Verheiratung von Minderjährigen wiederholt in die internationale Kritik geraten. Die Vereinigten Staaten haben solche Kinderehen als eindeutige Menschenrechtsverletzungen kritisiert, die nicht hinnehmbar seien.
TEIL 2 - LINKS zu empfohlenen Artikeln & Webseiten aus der WESTLICHEN Presse
- AKTUELL / THEMEN DES TAGES....
600 Gäste kamen am Sonntagabend zur Eröffnung des Jewish Film Festival. Eröffnungsfilm war „Der Junge im gestreiften Pyjama" sowie Oscar-Gewinnerfilm „Spielzeugland". Regisseur Jochen Alexander Freydank sprach mit Morgenpost Online darüber, wie sich sein Leben seither verändert hat.Im Delphi Filmpalast an der Kantstraße ist Sonntagabend das 15. Jewish Film Festival Berlin mit der Deutschlandpremiere der Verfilmung des Romans „Der Junge im gestreiften Pyjama“ sowie mit der Präsentation des Oscar-Gewinnerfilms „Spielzeugland“ eröffnet worden. Festivaldirektorin Nicola Galliner freute sich, dass Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Berlins Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten, André Schmitz, sowie die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, die etwa 600 Gäste mit ihr gemeinsam begrüßten. Lala Süsskind sagte über das Festival: „Es wird ein anstrengender, aber auch ein sehr besinnlicher Abend werden.“-
TAGESSPIEGEL - Auf der Suche nach dem Menschlichen
"Was macht einen Film jüdisch?" wird in dem Buch "Jewish Film Festival Berlin - Die ersten 10 Jahre" gefragt. Jetzt, wo das Jüdische Filmfestival sein 15-jähriges Bestehen feiert, sollte man die Frage stellen: "Ist das wichtig?".
The Beetle (2007). Star des Dokumentarfilms ist ein alter VW-„Käfer": eine Schatztruhe bewegender und bewegter Lebensgeschichten aus unterschiedlichen Zeiten und von verschiedensten Orten. Der Film erfährt morgen um 20 Uhr seine Deutschlandpremiere. Foto: JFFB
Wählt ein Zuschauer einen Film nicht in erster Linie wegen der Geschichte und wegen der Themen, die in ihm verhandelt werden? Kann ein Adjektiv nicht auch zu einer ablehnenden Haltung führen?
Der Erfolg von „Alles auf Zucker“ mit Henry Hübchen als windigen Spieler, der unbedingt an die Erbschaft seiner Mutter gelangen will, fußt doch mehr darauf, dass der Zuschauer es mit einer liebenswert-chaotischen Familie zu tun hat, in der er sich selbst erkennen kann, als darauf, dass die Protagonisten Juden sind oder sein wollen. Dass er dabei ein wenig darüber erfährt, wie Juden leben und mit welchen Regeln sie sich auseinanderzusetzen haben, macht die Protagonisten sympathisch. Aber etwas über das Judentum zu erfahren, ist dabei der Neben- und nicht der Haupteffekt.
-
Der Berliner Regisseur und Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank hat mit seinem preisgekrönten Kurzfilm "Spielzeugland" das 15. Jewish Film Festival in Berlin eröffnet. Bis zum 17. Mai werden im Rahmen des Festivals neue jüdische oder israelische Filmproduktionen gezeigt.
Zur Eröffnung wurde auch die Romanverfilmung "Der Junge im gestreiften Pyjama" (USA/Großbritannien) von Mark Herman in Anwesenheit des Autors, John Boyne, als Deutschlandpremiere gezeigt. Der Film erzählt die ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei achtjährigen Jungen im Schatten des Holocaust. Ab 7. Mai läuft der Film auch bundesweit in den Kinos.
Zur Eröffnungspremiere im Delphi Kino kamen die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz sowie die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind.
Internationale Filmprojekte
Bis zum 14. Mai sind im Kino Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz sowie vom 15. bis 17. Mai im Filmmuseum Potsdam 23 neue jüdische oder israelische Filme zu sehen, darunter eine Europa-Premiere und 13 Deutschland-Premieren.
Neben Filmen aus Israel werden auch Produktionen aus Frankreich, den USA, Großbritannien, Belgien, Kasachstan, Norwegen und Deutschland gezeigt. So spielt Gérard Depardieu in “Hello Goodbye“ einen assimilierten französischen Juden, der nach Israel auswandert.
Die Filme laufen überwiegend in englischer Sprache. Soweit sie in anderen Sprachen gedreht worden sind, werden sie mit englischen, teilweise auch deutschen Untertiteln gezeigt. Teilweise werden sie auch auf Deutsch eingesprochen. (sh/dpa)
Der Berliner Regisseur und Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank hat mit seinem preisgekrönten Kurzfilm "Spielzeugland" das 15. Jewish Film Festival in Berlin eröffnet. Bis zum 17. Mai werden im Rahmen des Festivals neue jüdische oder israelische Filmproduktionen gezeigt.
Mit seinem preisgekrönten Film "Spielzeugland" hat der Berliner Regisseur und Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank am Sonntagabend das 15. Jewish Film Festival in Berlin eröffnet.
Zur Eröffnungspremiere im Delphi Kino kamen die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind.
Bis zum 17. Mai sind im Kino Arsenal am Potsdamer Platz sowie im Filmmuseum Potsdam 23 jüdische oder israelische Filme zu sehen.
Zur Eröffnung wurde auch die Verfilmung des Romans "Der Junge im gestreiften Pyjama" (USA/Großbritannien) gezeigt. Darin wird der Zweite Weltkrieg aus der Sicht zweier kleiner Jungen geschildert, der eine Sohn eines Nazis, der andere ein Jude im Konzentrationslager. Autor John Boyne und Regisseur Mark Herman waren bei der Deutschlandpremiere des Films, der ab Donnerstag bundesweit in den Kinos anläuft, anwesend
-
TAGESSPIEGEL - Jewish Film Festival -Lachen macht vieles leichter
Nicola Galliner hat das Jewish Film Festival Berlin zu einem renommierten Festival der Hauptstadt gemacht. -
JESUS.CH - Jüdisches Filmfestival in Berlin eröffnet
-
-
-
KLEINE ZEITUNG -Oscar-Gewinner Freydank eröffnet Jewish Film Festival
-
-
NEUES DEUTSCHLAND - Kommunikation durch den Stacheldraht -Das 15. Jewish Film Festival widmet sich Hart und steinig kann der Weg ins Gelobte Land sein. Das muss das weltlich-jüdische Pariser Ehepaar Gaash in dem Spielfilm »Hello Goodbye« erfahren. Spontan nach Israel ausgewandert, hat es mit allerlei Malheurs zu kämpfen sowie der Schwierigkeit von Monsieur Gaash (Gérard Depardieu), beruflich Fuß zu fassen. Zumal Madame (Fanny Ardant) auch noch einem jungen, Hardrock hörenden und Marihuana rauchenden Rabbi verfällt…
München (dpa/lby) - Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, ist am Dienstag mit der Bayerischen Europamedaille ausgezeichnet worden.

Knobloch ist mit der Bayerischen Europamedaille ausgezeichnet worden. (Archiv) -
Knobloch werde damit für ihr Engagement bei der «Vernetzung der deutschsprachigen jüdischen Gemeinden in Europa» geehrt, sagte die Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Emilia Müller, laut Mitteilung bei der Preisverleihung im Prinz-Carl-Palais in München. Insgesamt erhielten neun Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen die Auszeichnung, unter ihnen der tschechische Ex- Außenminister Cyril Svoboda.
Am Tod des ehemaligen KZ-Arztes Aribert Heim haben deutsche Ermittlungsbehörden Zweifel. ZDF und "New York Times" hatten im Februar gemeldet, Heim sei bereits im August 1992 in Kairo an Krebs gestorben. Ein Sohn des Arztes hatte die Version bestätigt, eine zufällig in Kairo aufgefundene Aktentasche mit Dokumenten von Heim sowie Zeugen sollten Leben und Sterben in Ägypten belegen. Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg haben inzwischen die Dokumente analysiert. Erste Bewertungen der Papiere lieferten jedoch "keinen Beweis für den Tod" Heims. Neue Erkenntnisse "aus eigenen Quellen" im In-und Ausland sowie die Widersprüche innerhalb der Version vom Tod in Ägypten ließen die Zielfahnder des LKA weiter "in alle Richtungen ermitteln". Sicher sind sich die Fahnder inzwischen, dass der Kreis der Unterstützer Heims bei seiner jahrzehntelangen Flucht größer war als bisher bekannt. Heim erhielt nicht nur Geld durch Überweisungen aus der Schweiz und den USA. Kuriere versorgten den mutmaßlichen KZMörder auch mit Bargeld und Briefen. Dabei sei Heim selbst auch zum Opfer geworden: Beim Versuch, über Mittelsmänner Immobilien in Ägypten zu erwerben, sei er um eine große Summe Geld betrogen worden.
- ZDF - Seltsame Behauptungen zum Fall des KZ-Arztes Aribert Heim - LKA streut Zweifel am Tod des NS-Verbrechers - Kommentar von Elmar Theveßen
Eine Meldung machte am Wochenende die Runde: Ermittler haben Zweifel am Tod von KZ-Arzt Aribert Heim. Offenbar wurden aus dem LKA Baden-Württemberg Teilerkenntnisse in die Medien gestreut, obwohl die Ermittlungen längst noch nicht abgeschlossen sind.
Dabei sitzen sie auf einer Fülle von Informationen, die zum ersten Mal seit vielen Jahren detailliert Aufschluss über den Verbleib des NS-Verbrechers geben. Sie stammen aus der Aktentasche von Aribert Heim, vollgestopft mit wertvollen Dokumenten. Diesen Riesenfortschritt verdanken die Fahnder den Recherchen von "New York Times" und ZDF, die darüber hinaus dafür gesorgt haben, dass den Ermittlern die Aktentasche zur Verfügung steht.
Seit den 60er Jahren in Kairo
Im Februar hatten die amerikanische Zeitung und der deutsche Fernsehsender gemeinsam berichtet, dass Aribert Heim seit den 60er Jahren in Kairo lebte und dort am 10. August 1992 gestorben ist. Für den ersten Teil der Meldung finden sich in der Aktentasche unzählige Hinweise und Belege, die selbst im Stuttgarter Landeskriminalamt zu der Einsicht führten, dass Heim sich tatsächlich über Jahrzehnte in Ägypten versteckt hielt.
Stolz lassen die Fahnder den "Spiegel" wissen, dass nach ihren Ermittlungen Heim wohl von einem größeren Kreis von Unterstützern gedeckt wurde, als bisher bekannt. Dass diese Erkenntnis auf den Unterlagen aus der Aktentasche beruht, zum Beispiel den Überweisungsträgern und Schecks, und dass es diese ohne die Recherchen von "New York Times" und ZDF nicht gäbe, dazu kein Wort.- AD HOC NEWS - Deutsche Ermittler zweifeln am Tod von NS-Verbrecher Heim
- ORF - Zweifel am Tod von Ari Heim
domradio - nachrichten - ARD-Beitrag über die christlich-jüdischen Beziehungen
Vom Erstarken des Antisemitismus in der Kirche war die Rede, und Papst Benedikt XVI. wurde von einigen gar verdächtigt, antisemitische Strömungen in der ...
ddp - Hohe Erwartungen an Papst-Reise nach Israel
München (ddp-bay). Der Zentralrat der Juden in Deutschland erhofft sich von der Papst-Reise nach Israel Fortschritte im katholisch-jüdischen Streit um den Holocaust-Leugner und Traditionalistenbischof Richard Williamson. «Ich gehe davon aus, dass der Papst bei seinem Israel-Besuch dazu Stellung nehmen wird», sagte Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch der Nachrichtenagentur ddp in München. Benedikt XVI. selbst betonte am Sonntag beim Regina-Caeli-Gebet im Vatikan, er reise als «Pilger des Friedens» ins Heilige Land.







